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für den 26.08.2016

Sie zogen Daniel aus der Grube heraus, und man fand keine Verletzung an ihm; denn er hatte seinem Gott vertraut.

Daniel 6,24

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Denkmal Petrikirche

Kirchengeschichte reicht zurück bis ins Mittelalter

Die Petrikirche in der Mülheimer Altstadt ist eines von acht denkmalgeschützten Gotteshäusern im Kirchenkreis An der Ruhr und zugleich die älteste Kirche Mülheims.

Petri: ältester Kirchbau Mülheims LupePetri: ältester Kirchbau Mülheims

Die älteste Kirche in Mülheim an der Ruhr ist die Evangelische Petrikirche, ihre Geschichte reicht bis ins 13. Jahrhundert zurück. Ursprünglich war sie Teil eines mittelalterlichen Herrenhofes. Er befand sich auf der Erhebung, die sich später zum "Kirchenhügel" entwickeln sollte. Zur damaligen Zeit war es ein Hügel in der östlichen Niederterrasse der Ruhr, unweit der Burg Broich.

Die Hofeigentümer, die Herren von Mulinhem, werden erstmals im Jahre 1093 erwähnt. Die Petrikirche ist aus der Eigenkirche ihres Gutes hervorgegangen. Das Bauwerk markiert den historischen Siedlungskern Mülheims. Der älteste nachweisbare Bau war eine zweischiffige, romanische Saalkirche (um 1200), deren Fundamente und Bauteile unter anderem  bei Umbauarbeiten 1870 aufgefunden wurden. Die Mauern des um 1250 angefügten Westturms aus Kohlensandstein sind in den ersten beiden Stockwerken des heutigen Turmes erhalten. Im späten Mittelalter wurde die Kirche erheblich erweitert und in einzelnen Teilen erneuert.

 

 

Buntglasfenster von Ernst Rasche LupeBuntglasfenster von Ernst Rasche

Noch im 14. Jahrhundert wurde der Turm um ein Glockengeschoss aufgestockt, im 15. Jahrhundert der Chorraum verlängert und mit einer fünfseitigen Apsis versehen. Zusätzliche Erweiterungen, etwa durch ein südliches Seitenschiff, folgten im 16. Jahrhundert. Allmählich wandelte sich die  einfache Landkirche zur spätgotischen Hallenkirche und wurde zum Mittelpunkt des "Kirchspiels Mülheim".  Der Kirchenhügel war bis ins 17. Jahrhundert verteidigungsfähig,

Umfassende Umbaumaßnahmen der Petrikirche sind  aus dem 19. Jahrhundert bekannt; 1870/71 wurden die Mittel- und Seitenschiffe in neugotischem Stil erneuert. Von der mittelalterlichen Kirche blieben nur Teile des Westturms und die spätgotischen Chorjoche mit der Apsis erhalten. 1912/14 wurde das Innere der Kirche erneut restauriert.

 

 

Kriegszerstörungen LupeKriegszerstörungen

Die Bombenangriffe am 22./23. Juni 1943 führten zur völligen Zerstörung von Turmhelm, Dächern und Zwischendecken und beschädigten auch die Grundmauern stark. Die typische enge Kirchenumbauung mit Fachwerkhäusern, wie in anderen Ortschaften entlang der Ruhr (heute noch in Kettwig oder Hattingen) zu finden, fiel bis auf wenige Reste den Bombenangriffen im Jahre 1943 zum Opfer. Der Wiederaufbau unter erheblichen Veränderungen des inneren wie äußeren Erscheinungsbildes zog sich von 1949 bis 1958 hin (Architekt: Denis Boniver, Mettmann).

Die Kirchengemeinde hat erhebliche Anstrengungen unternommen, die erlittenen Zerstörungen auszugleichen; zur sehenswerten Ausstattung gehören heute neben den Bronzereliefs der Portaltüren am Turm (Szenen aus dem Leben des Petrus, Rika Unger, 1959/60) die Buntglasfenster von Ernst Rasche.

 

Dieser Text ist der Broschüre "Orte der Einkehr und des Gebets - Denkmalgeschützte Kirchen" entnommen. Das Heft ist erschienen zum Tag des offenen Denkmals 2007 und kann im Öffentlichkeitsreferat des Kirchenkreises An der Ruhr nachbestellt werden. Die Broschüre enthält Texte, Fotos und Architekturzeichnungen, von denen die Untere Denkmalbehörde der Stadt Mülheim zahlreiche zur Verfügung gestellt hat.

Broschüre als pdf zum Download.

 

 

 



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