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Denkmal Dorfkirche

Hier steht das Schiff quer

Die Saarner Dorfkirche ist eines von acht denkmalgeschützten Gotteshäusern im Kirchenkreis und zudem ein prägendes Bauwerk für den Stadtteil links der Ruhr.

Dorfkirche: Innenansicht LupeDorfkirche: Innenansicht

Die evangelischen Christen in Saarn versuchten sich schon relativ früh von ihrer Muttergemeinde in Mülheim zu lösen.  1683 erkämpften sich die Saarner Reformierten das Recht, eine eigene Kapelle zu bauen. 1775-78 wurde der in Fachwerk errichtete, mittlerweile aber marode Bau durch einen Neubau in Backstein ersetzt. Lange Zeit durfte die Kapelle nur für Leichenpredigten genutzt werden; erst ab 1809 wurde der Gemeinde erlaubt, Sonntagsgottesdienste abzuhalten. Bis 1835 wurde der die Kirche umgebende Bereich noch als Begräbnisstätte genutzt. Als die Saarner Gemeinde 1845 die Selbstständigkeit als eigenständige evangelische Pfarre erlangte, wurde dieses Ereignis durch die Errichtung eines Kirchturms sichtbar gemacht. Bis dahin bestand die Saarner Kirche nur aus einem einschiffigen, von einem hölzernen Tonnengewölbe abgeschlossenen Saal, dessen schlichtes Krüppelwalmdach ein barockes Glockentürmchen als Dachreiter trug.

 

 

Der Grundriss zeigt: Diese Kirche steht quer. LupeDer Grundriss zeigt: Diese Kirche steht quer.

Um 1851 wurde mittig an die Längsseite der Kirche ein  viergeschossiger Kirchturm mit eingezogenem Spitzhelm gesetzt. Im Turm liegt auch das Werkstein umrahmte Hauptportal. Diese Anordnung ist unter den vom bergischen Barock beeinflussten Kirchenbauten recht ungewöhnlich. Die innere Aufteilung ist nämlich querorientiert. Man tritt durch den Haupteingang im Turm mittig in den Kirchenraum und steht sogleich dem Altar gegenüber. Über dem Altar befindet sich, optisch dominant, eine  hölzerne Kanzel.

Eine große dreiseitige Empore auf Säulen mit Kompositkapitellen, wie die Kanzel aus Holzwerk, umschließt den Altarbereich; eine 1962  erneuerte Farbgebung rundet die barockisierende Kirchenausstattung ab.

 

 

Eine von zahlreichen Kirchenführungen zum Tag des offenen Denkmals gestaltete Pfarrer i.R. Albrecht Sippel. LupeEine von zahlreichen Kirchenführungen zum Tag des offenen Denkmals gestaltete Pfarrer i.R. Albrecht Sippel.

Auch wenn die Kriegsschäden gering blieben, musste der Kirchenbau in den Jahren 1962/63 durch den Architekten Denis Boniver aus Mettmann gründlich instandgesetzt werden. Unter anderem wurde die Sakristei von Grund auf neu errichtet und ein gewendelter Aufgang zur Empore seitlich an den Turm angebaut; andere Bauteile wie Fenster- und Portaleinfassungen wurden originalgetreu erneuert.

Auch die Orgel (verschiedene Vorgängerbauten; zuletzt 1941 modernisiert durch die Firma Sauer, Frankfurt an der Oder) wurde bei dieser Gelegenheit nochmals umfassend renoviert (Willi Peter, Köln-Mülheim).

(Anmerkung der Redaktion: Aktuelle Informationen, auch zur Orgelrestauration 2009, finden Sie auf http://www.orgel-saarn.de/.)

 

Dieser Text ist der Broschüre "Orte der Einkehr und des Gebets - Denkmalgeschützte Kirchen" entnommen. Das Heft ist erschienen zum Tag des offenen Denkmals 2007 und kann im Öffentlichkeitsreferat des Kirchenkreises An der Ruhr nachbestellt werden. Die Broschüre enthält Texte, Fotos und Architekturzeichnungen, von denen die Untere Denkmalbehörde der Stadt Mülheim zahlreiche zur Verfügung gestellt hat.

Broschüre als pdf zum Download.

 

 

ala /

 



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