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Stiftungsrecht

Tipps für Gründer

Was ist eine Stiftung?

Eine Stiftung besteht aus Vermögen. Stiftungszweck und Zusammensetzung der Entscheidungsorgane werden bei der Gründung festgelegt und sind im Nachhinein nur noch in Ausnahmefällen abänderbar. Der in der Satzung festgelegte Stifterwille ist maßgeblich. 

Stiftungsvermögen

Meist handelt es sich um Kapitalvermögen, aber auch Immobilien können zum Stiftungsvermögen gehören. Wichtig: das Stiftungsvermögen muss stets Erträge abwerfen, da sich aus ihnen die Arbeit der Stiftung finanziert.

Stiftungsweck

Als Stiftungszweck eignen sich alle Arbeitsbereiche, die man dauerhaft im kirchlichen Leben verankern möchte. Häufige Stiftungszwecke sind Jugendarbeit, Kirchenmusik oder Denkmalpflege. Ein zu weit gefasster Stiftungszweck ("Förderung aller Belange unserer Gemeinde") ist wenig geeignet, potenzielle Spender zu motivieren.

Stifterinnen und Stifter können die Einbringung von Stiftungsvermögen mit bis zu einer Million Euro steuerlich geltend machen. Dabei können sie die anzurechnenden Beträge frei über zehn Jahre verteilen. Oft wählen Menschen den weg einer Stiftungsgründung, um ihr Lebenswerk finanziell abzusichern. Stiftungen können mit Ihrem Namen versehen werden. Wie dauerhaft Stiftungen erhalten bleiben können zweigen Rheinische Beispiele, die mehr als 1200 Jahre alt sind: St. Arnual in Saarbrücken und St. Goar.

Stiftung gründen

Rechtlich unselbstständige Stiftungen brauchen einen Träger, zum Beispiel die Kirchengemeinde. Das Stiftungsvermögen ist in einem solchen Fall ausgesondertes Vermögen der Kirchengemeinde, das nicht angegriffen werden darf. Die Errichtung einer unselbstständigen Stiftung sowie Beschlüsse über die Satzung sind kirchenrechtlich zu genehmigen.

Eine unselbstständige Stiftung braucht kein Mindestkapital.

Um eine rechtlich unselbstständige Stiftung zu gründen, reicht ein Grundsatzbeschluss des Presbyteriums (über die Satzung sowie über Höhe und Herkunft des Stiftungskapitals). Der Beschluss ist dem Kreissynodalvorstand zur Stellungnahme und dem Landeskirchenamt zur Genehmigung und Veröffentlichung weiterzuleiten.

Die rechtlich selbstständige Stiftung ist eine eigene juristische Person, wie ein eingetragener Verein oder eine Kirchengemeinde. Sie handelt durch ihre Organe selbstständig und untersteht dauerhaft der Aufsicht des Landeskirchenamtes und der staatlichen Stiftungsaufsicht.

Eine selbstständige Stiftung braucht ein Mindestkapital von 50.000 Euro. Es kann sinnvoll sein, zunächst eine unselbstständige Stiftung zu gründen, um sie nach Aufstocken des Kapitals in eine selbstständige Stiftung umzuwandeln.

Die Errichtung einer selbstständigen Stiftung sollte im Einzelfall mit dem Landeskirchenamt abgesprochen werden.


Ein Arbeitsfeld für kreative Menschen
Eine Stiftung ist keine Selbstläuferin. Nur ständige Öffentlichkeitsarbeit und Kontaktpflege sorgen dafür, dass Ihre Stiftung lebt. Spenderinnen und Spender bekommen zeitnah einen Dankesbrief, auch persönliche Anrufe oder sogar Besuche können sich lohnen. Laden Sie alle Geber zu einem jährlichen exklusiven Treffen ein, danken Sie den Spendern und Zustiftern und informieren Sie sie regelmäßig über ihre Stiftungsarbeit. Anerkennung zollen kann man auf viele Arten: mit "Stifterplaketten", "Stifterbäumen", Urkunden für die Geschäftsräume der Zustifter, usw.


(Textgrundlage: Uwe Seils: "Von den Zinsen leben" in: Handbuch Gemeinde & Presbyterium - Kirche und Finanzen. Medienverband der Ev. Kirche im Rheinland 2005)

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29.05.2008



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