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Grüne Damen / Grüne Herren

Heute so wichtig wie vor 40 Jahren

Die Evangelische Krankenhaushilfe am Evangelischen Krankenhaus Mülheim feiert ihr 40-jähriges Bestehen. Die Ehrenamtlichen sind heute so wichtig wie damals.

Die Ehrenamtlichen und Pfarrerin Klaudia Schmalenbach widmen den Patienten ihre Zeit. (Foto: A.Köhring) Die Ehrenamtlichen und Pfarrerin Klaudia Schmalenbach widmen den Patienten ihre Zeit. (Foto: A.Köhring)

Sie hören zu, gehen mit Patienten spazieren, halten deren Hand vor der OP, betreuen die Krankenhausbücherei oder helfen Besucherinnen und Patienten in der Eingangshalle weiter: Die Aufgaben der Ehrenamtlichen der Evangelischen Krankenhaushilfe (EKH), auch als grüne Damen oder grüne Herren bekannt, sind vielfältig. Aber eines haben sie gemeinsam: Es sind Dinge, für die die Pflegekräfte oft keine Zeit haben. „Die Ehrenamtlichen widmen den Patienten ihre Zeit und unterstützen so auch die Pflegekräfte und dafür sind wir ihnen sehr dankbar “, sagt Nils B. Krog, Geschäftsführer des Evangelischen Krankenhauses Mülheim (EKM).

Die Idee der Grünen Damen und Herren kommt ursprünglich aus den USA. Dort sind die Ehrenamtlichen als Pink Ladies unterwegs, in Deutschland tragen sie grün. In Mülheim gehört die Gruppe zu den ersten, die gegründet wurden. Zurzeit engagieren sich am EKM 94 Ehrenamtliche. „Vor 40 Jahren waren es vor allem die Ehefrauen der Kuratoren, die als Grüne Damen unterwegs waren“, sagt Pfarrerin Klaudia Schmalenbach. Heute ist die Gruppe der Ehrenamtlichen gemischt. „Von Studierenden, die in den Semesterferien hier mitarbeiten, über Berufstätige, die abends oder am Wochenende kommen, bis hin zu Rentnern – hier sind alle willkommen.“

Die Aufgaben der Ehrenamtlichen haben sich seit 1977 gewandelt. Das liegt auch daran, dass sich die Abläufe auf den Stationen verändert haben. Dort gibt es heute Service-Kräfte, die das Essen verteilen, und mehr Physiotherapeuten, die mit den Patienten arbeiten, sagt Pfarrerin Schmalenbach. Aufgaben, bei denen früher oft die Ehrenamtlichen unterstützt haben. Aber es blieben immer noch Tätigkeiten, die in den Arbeitsabläufen der Pflegekräfte nicht vorgesehen seien. „Es gibt heute auch mehr alte Menschen, die keine Familie mehr haben oder deren Familie weit weg wohnt. Die freuen sich immer sehr über unsere Besuche.“

Es sei jedoch nicht einfach, Nachwuchs zu finden. Viele Rentner könnten sich beispielsweise ein Ehrenamt gar nicht mehr leisten, sondern seien auch im Alter noch auf bezahlte Jobs angewiesen, sagt Pfarrerin Schmalenbach. Andere schrecke der Arbeitsort, das Krankenhaus, ab. Dabei gebe es sehr unterschiedliche Aufgabenbereiche, so dass jeder etwas finden könne, das ihm liegt. „Und eines darf man nicht unterschätzen“, sagt Pfarrerin Schmalenbach. „Man bekommt von den Patienten ganz viel zurück!“


Ehrenamtliche gesucht

Die Grünen Damen und Herren suchen Nachwuchs. Wer Interesse daran hat, sich bei der Ev. Krankenhaushilfe zu engagieren, kann sich gerne bei Pfarrerin Klaudia Schmalenbach unter der Tel. 0208 309-4640 melden.

 

 

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Ev. Krankenhaus / ala / 10.05.2017



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