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Losung

für den 18.11.2018

Wer Dank opfert, der preiset mich, und da ist der Weg, dass ich ihm zeige das Heil Gottes.

Psalm 50,23

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Präses Manfred Rekowski beim Vorlesetag im Lutherhaus in Essen. Präses Manfred Rekowski beim Vorlesetag im Lutherhaus in Essen.

Bücherei der Evangelischen Kirchengemeinde Essen-Bedingrade-Schönebeck beteiligte sich am bundesweiten Vorlesetag

Lieblingsgeschichten vorgelesen

Und wo sind die Hasen? Das war eine wichtige Frage beim Vorlesetag mit Manfred Rekowski. Hatte Noah sie etwa vergessen? Das konnte doch nicht sein, denn dann wären sie ja ausgestorben! Flamingos und Giraffen, auch zwei Schnecken - alle da, nur die Hasen fehlen noch. Vielleicht waren sie ja noch in ihrem Bau unter der Erde?

Mucksmäuschenstill lauschten zwölf Vorschulkinder aus der Evangelischen Kindertagesstätte am Brausewindhang dem rheinischen Präses, der zur Vorlesestunde in die Bücherei der Kirchengemeinde Bedingrade-Schönebeck gekommen war.

Außer der Erzählung über die große Sintflut und einem Abschnitt aus der Schöpfungsgeschichte las der Präses seine Lieblingsgeschichte aus der Bibel vor: „Die Heilung des Gelähmten“ – eine berührende Geschichte über die Kraft der Freundschaft und die Zusage, dass Gott es gut mit uns meint und unser Leben trotz manch schwerer Tage weitergeht.

„Ich habe das Vorlesen abends in der Familie als Kind als etwas sehr Schönes erlebt. Es vermittelte Geborgenheit und Nähe und war für mich immer auch eine Rückzugsmöglichkeit“, erinnerte sich Manfred Rekowski. Natürlich wird der Theologe, der vor kurzem Großvater geworden ist, seiner kleinen Enkelin später einmal selbst vorlesen.

Begeisterung fürs Lesen wecken

Dass das Vorlesen in den kommenden Generationen nicht verschwindet, ist das Anliegen des bundesweiten Vorlesetags, einer gemeinsamen Initiative der Wochenzeitung DIE ZEIT, der Stiftung Lesen und der Deutsche Bahn Stiftung. Sie soll Begeisterung für das Lesen und Vorlesen wecken und Kinder bereits früh mit dem geschriebenen und erzählten Wort in Kontakt bringen.

Für die Vorschulkinder hatte der Präses deshalb auch je ein Buchgeschenk im Gepäck, das Lust zum selbstständigen Lesen machen soll. In einem Stoffbeutel, der auch als Rucksack getragen werden kann, fanden sie das Kinderbuch „Gott gab uns Atem“.

Platz auf der Arche gefunden

Organisiert wurde die Vorlesestunde von der Büchereifachstelle der Evangelischen Kirche im Rheinland. „Am Vorlesetag sind mehr als zwanzig evangelische Büchereien im Gebiet der rheinischen Kirche mit eigenen Veranstaltungen beteiligt“, berichtet Helga Schwarze, Leiterin der Büchereifachstelle.

Präses Manfred Rekowski würdigte das Engagement der Gemeindebüchereien: „Unsere Kirche hat einen Bildungsauftrag, den wir sehr ernst nehmen. Die Büchereien sind ein wichtiger Baustein unserer Bildungsangebote.“ Zumal die Geschichte des Christentums ohne die biblische Erzähl- und Vorlesetradition gar nicht denkbar sei.

Das Bild mit den Hasenohren hat Helga Schwarze am Ende übrigens doch noch entdeckt – auch die Hasen hatten also ihren Platz auf der Arche gefunden, zur Freude aller anwesenden kleinen und großen Lesefans.

 

HINWEIS: Präses Rekowski hat aus folgenden Bücher gelesen:
Die Bibel in 365 Geschichten. Martin Polster und Natascia Ugliano. Gabriel im Thienemann-Esslinger Verlag, Stuttgart
Noahs Arche. Illustriert von Anne Wilson, nacherzählt von Mathias Jeschke, Deutsche Bibelgesellschaft, Stuttgart
Hellmut Haug: Das große Bibel-Bilderbuch, Deutsche Bibelgesellschaft, Stuttgart

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ekir.de / Kirchenkreis Essen, Stefan Koppelmann, Stefan Arend (Foto) / 16.11.2018



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