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für den 13.11.2019

Er wird herrlich werden bis an die Enden der Erde.

Micha 5,3

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Dr.. Stefan Drubel ist als Leitender Dezernent im Landeskirchenamt zuständig für die außerschulische Bildung. Dr. Stefan Drubel ist als Leitender Dezernent in der Abteilung Erziehung und Bildung im Landeskirchenamt für die außerschulische Bildung zuständig.

Bildung und evangelische Kirche 3

„Es gibt für euch einen Platz und für eure Fragen einen Raum“

Rund eine Million Schülerinnen und Schüler besuchen im Gebiet der rheinischen Kirche den evangelischen Religionsunterricht. Viele von ihnen begegnen Kirche im Konfirmandenunterricht wieder. „Es ist wichtig für uns, mit ihnen in Kontakt zu bleiben“, sagt Kirchenrat Dr. Stefan Drubel im Interview.

Psalmen auswendig lernen, Lieder üben und Regeln kennenlernen: Viele Generationen von Kon-firmandinnen und Konfirmanden erlebten so den kirchlichen Unterricht. Was will Konfirmanden-unterricht heute leisten?
Dr. Stefan Drubel: Erstmal ist es mir wichtig, dass wir nicht von Konfirmandenunterricht, sondern von Konfirmandenarbeit sprechen. Den unterrichtlichen Anteil gibt es noch, aber den klassischen Konfirmandenunterricht gibt es nicht mehr. Wir haben viele verschiedene Formen: Camps, Freizeiten, Praktika. Und im Mittelpunkt stehen die „Konfis“, ihre Fragen und Interessen sollen die Konfir-mandenarbeit leiten. Und wir nehmen sie damit ernst. Die Themen sollen eine Relevanz für ihren eigenen Alltag haben. Das bedeutet zum Beispiel, biblische Geschichten und ihre Aussagen auf ihren Lebensalltag zu beziehen.


Würden Sie trotzdem vom kirchlichen Bildungshandeln in der Konfirmandenarbeit sprechen?
Drubel: Natürlich geht es auch darum, den Jugendlichen Handwerkszeug mitzugeben. Zu Hause gibt es dafür oft kein Fundament mehr. Jugendliche sollen eine Orientierung bekommen: Was ist das Alte und was ist das Neue Testament? Wo sind welche biblischen Geschichten zu finden? Was hat das Abendmahl mit Versöhnung und Gemeinschaft zu tun? Warum beten Christen und ist das auch was für mich? Wie feiern wir unsere Gottesdienste? Besonders: Wie möchten sie Gottesdienst feiern?


Was nehmen Jugendliche also im besten Fall mit aus der Konfirmandenarbeit?
Drubel: Das Signal: Wir sind an euch interessiert, es gibt für euch einen Platz und für eure Fragen einen Raum. Das gilt für alle Jugendlichen gleichermaßen. In der Konfirmandenarbeit trennen wir die Jugendlichen ja nicht nach Schulformen. Wir arbeiten also inklusiv. Außerdem haben Studien gezeigt, dass die Konfirmandenarbeit die Offenheit für ehrenamtliches Engagement fördert. Und damit bekommt sie dann eine zivilgesellschaftliche Bedeutung.


Gleichzeitig ist Kirche aber auch in den Schulen präsent und belässt es nicht bei der Konfirmandenarbeit. Warum?
Drubel: 1,1 Millionen Schüler werden mit dem Religionsunterricht im Raum der Evangelischen Kirche im Rheinland erreicht. Die Zahl spricht für sich. Religionslehrerinnen und Religionslehrer kommen mit sehr vielen jungen Menschen in Kontakt – auch mit Jugendlichen, die nicht getauft sind oder einer anderen Religion angehören. Und uns ist es wichtig, dass wir auch in Kontakt bleiben. Deswegen sind wir als Kirche an einer guten Qualität des Religionsunterrichts und an einer positiven Haltung der Lehrerinnen und Lehrer interessiert.


Welchen Einfluss hat die Kirche denn auf Qualität und Haltung?
Drubel: Innerhalb der Landeskirche geben 23.000 Lehrerinnen und Lehrer Religionsunterricht, dazu kommen 490 kirchliche Lehrkräfte – diese vor allem an beruflichen Schulen, aber auch an Gymnasien. Mit den jungen Lehrerinnen und Lehrern treten wir als Kirche zum Beispiel während der Tagungen vor der Vokation im Pädagogisch-Theologischen Institut (PTI) in intensiven Kontakt. Und auch an der Gestaltung der Lehrbücher beteiligen wir uns als Kirche. Die kirchliche Arbeit der Lehrerinnen- und Lehrerfortbildung begleitet Religionslehrkräfte bei ihrer wichtigen Bildungsarbeit an der Schnittstelle von Kirche und Gesellschaft. Da spielen zum Beispiel Schulreferate in den Kirchenkreisen vor Ort eine wichtige Rolle.


Um was geht es der Landeskirche dann im Religionsunterricht – auch im Vergleich zur Konfirmandenarbeit?
Drubel: Der Religionsunterricht ist Teil des Bildungsauftrages der Schule. Die Schülerinnen und Schüler lernen mehr über die eigene Religion, aber auch über andere Religionen und welche Bedeutung sie für die Gesellschaft haben. Schülerinnen und Schüler lernen, wie Gesellschaften von religiösen Traditionen geprägt werden und welche Rolle die Evangelische Kirche in der Gesellschaft spielt. Ein zentrales Bildungsziel ist die Religionsmündigkeit und damit auch die Fähigkeit, in unserer pluralen Gesellschaft eine eigene Glaubensposition entwickeln und im Blick auf den Dialog mit anderen Glaubens- und Weltanschauungen kommunizieren zu können.
Die Konfirmandenarbeit ist die Aufgabe der ganzen Kirchengemeinde und kann die Gemeinde so auch verändern. Gemeinsam mit der Jugendarbeit ist sie das junge Gesicht unserer Kirche und hält die Gemeinde jung.

  

Info:
Die ARD-Themenwoche 2019 trägt den Titel „Zukunft Bildung“ und beschäftigt sich vom 9. bis 16 November mit den vielfältigen Aspekten dieses zentralen Aspekts des menschlichen Lebens. Eine Programmübersicht finden Sie hier.

Einen kompakten Überblick über das evangelische Verständnis von Bildung bieten die Leitlinien für die Bildungsar-beit in der Evangelischen Kirche im Rheinland.

 

 

 

 

 

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ekir.de / Theresa Demski, Foto: Markus J. Feger / 11.11.2019



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