Gottesdienste

Jeden Sonntag und an vielen anderen Tagen wird in den Gemeinden Gottesdienst gefeiert. Die nächsten Termine finden Sie hier.

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Donnerstag, 24. Mai, 16.00 Uhr
Büchercafé und Kleiderladen
Gemeindezentrum Albertstraße
Freitag, 25. Mai, 10.00 Uhr
Planungstag "In Gemeinschaft alt werden"
Gemeindezentrum Scharpenberg
Freitag, 25. Mai, 17.30 Uhr
Meditativer Tanz in Dümpten
Kirche an der Oberheidstraße

 

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Kirchengemeinden
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Losung

für den 23.05.2018

Ein Geduldiger ist besser als ein Starker und wer sich selbst beherrscht, besser als einer, der Städte einnimmt.

Sprüche 16,32

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Service

Deutsch unterrichten, Fahrräder reparieren – viele Menschen engagieren sich ehrenamtlich in der Flüchtlingsarbeit. Der Glaube und der Wunsch, aktive Nächstenliebe zu üben, sind eine wichtige Motivation Deutsch unterrichten, Fahrräder reparieren – viele Menschen engagieren sich ehrenamtlich in der Flüchtlingsarbeit. Der Glaube und der Wunsch, aktive Nächstenliebe zu üben, sind eine wichtige Motivation

Engagement

Was hat Pfingsten mit Flüchtlingen zu tun?

Viel, meint Pfarrer Helge Hohmann. Denn der Geist Gottes bewegt Menschen, sich denen zuzuwenden, die in Not sind. Da zeigt auch eine Studie der evangelischen Kirchen in Nordrhein-Westfalen, die das Ehrenamt in der Flüchtlingsarbeit untersucht.

Pfarrer Helge Hohmann ist Beauftragter für Zuwanderungsarbeit der Evangelischen Kirche von Westfalen Pfarrer Helge Hohmann ist Beauftragter für Zuwanderungsarbeit der Evangelischen Kirche von Westfalen

Seit dem „Flüchtlingssommer“ 2015 haben sich in Deutschland bis zu acht Millionen Menschen für geflüchtete Menschen engagiert, viele davon in Kirchengemeinden und diakonischen Beratungsstellen für Flüchtlinge. Ging es zunächst darum, das Ankommen und die Aufnahme von Asylsuchenden in Deutschland zu gestalten, steht heute die  Begleitung im Asylverfahren und im Integrationsprozess im Mittelpunkt.

Menschen, die zuvor keinen oder nur losen Kontakt zur Kirche hatten, entdeckten die örtliche Kirchengemeinde als Platz, an dem praktische Nächstenliebe spontan und unkompliziert gelebt werden kann. Und sie erlebten sie als Teil eines Netzwerkes mit vielen anderen Partnern in der Stadtgesellschaft, die ohne Berührungsängste mit ihnen gemeinsam an dem Ziel arbeitet, das Ankommen der Flüchtlinge gut zu gestalten.

So kam die pensionierte Lehrerin, die Deutschkurse gab, mit dem Hausmeister zusammen, der mit Flüchtlingen Fahrräder repariert. Die Falken, der örtliche Lions-Club und katholische wie evangelische Kirche fanden sich am selben Runden Tisch für die Integration von Flüchtlingen wieder, manchmal auch zusammen mit dem Moscheeverein.

„Der Geist Gottes des Herrn ist auf mir, weil der Herrn mich gesalbt hat. Er hat mich gesandt, den Elenden gute Botschaft zu bringen, die zerbrochenen Herzen zu verbinden, zu verkündigen den Gefangenen die Freiheit, den Gebundenen, dass sie frei und ledig sein sollen“ (Jesaja 61,1).  

Die Wirksamkeit des Geistes in der Welt

Pfingsten als Fest der Ausgießung des Heiligen Geistes gilt damit nicht nur dem Geburtstag der Kirche, sondern auch der Wirksamkeit des Geistes in der Welt. Er bewegt Menschen, sich denen zuzuwenden, die in Not sind, und bringt sie dabei in ihrer Verschiedenheit zusammen.

Im Institut für Kirche und Gesellschaft der Evangelischen Kirche von Westfalen gibt es derzeit das Projekt „Engagiert in Vielfalt. Wahrnehmung und Stärkung ehrenamtlicher Arbeit mit Geflüchteten in Stadt und Land“. Dieses vom nordrhein-westfälischen Ministerium für Kinder, Familie, Flüchtlinge und Integration geförderte Projekt untersucht das mit evangelischer Kirche verbundene Ehrenamt in der Flüchtlingsarbeit in Nordrhein-Westfalen und entwickelt Praxisvorschläge für dessen Unterstützung.

Mit dabei sind auf dem Gebiet der rheinischen Kirche Initiativen in Düsseldorf und in Gummersbach. Für den Sommer ist eine erste Veröffentlichung der Ergebnisse einer Befragung von Ehrenamtlichen geplant, die sich für Geflüchtete engagieren. Es lässt sich jetzt schon sagen, dass für viele Engagierte einerseits der Glaube und der Wunsch, aktive Nächstenliebe zu üben, eine wichtige Motivation darstellen.

Andererseits sehen viele ihr Engagement auch als Beitrag zu einer Gesellschaft an, in der es gerecht und human zugeht. Die Zahl der Ehrenamtlichen in der Flüchtlingshilfe hat sich inzwischen verringert, aber die jetzt Aktiven wollen gerne weitermachen.

Es zeigt sich auch, dass viele Ehrenamtliche dabei bleiben, obwohl sie immer wieder Enttäuschungen hinnehmen müssen. Abschiebungen und schwierige Zusammenarbeit mit Behörden stellen nicht selten eine Herausforderung für die weitere Motivation dar. In solchen Fällen ist der Heilige Geist dann auch als Tröster und Stärkender gefragt und wirksam.

Mehr zu Pfingsten lesen? Ein Themenpaket „Pfingsten – Gottes Geist belebt die Kirche“ ist abrufbar unter http://www.ekir.de/url/TZr

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ekir.de / Helge Hohmann , Foto: epd/JoergKoch, Inka Vogel / 18.05.2018



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