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Ökumene

Zu Botschaftern der Versöhnung werden

Die Geschichte von Kreuzigung und Auferstehung ruft zur Nachfolge Christi im Geist der Versöhnung auf. Das formulierte Dr. Nikolaus Schneider in seiner Predigt in der ökumenischen Trauermette zum Beginn der Karwoche.

Dr. Nikolaus Schneider, Stadtdechant Michael Janßen, Assessorin Dagmar Tietsch-Lipski Dr. Nikolaus Schneider, Stadtdechant Michael Janßen, Assessorin Dagmar Tietsch-Lipski

Mit einem herzlichen Willkommen auf dem Kirchenhügel, „wo Ökumene groß geschrieben wird“, begrüßte Stadtdechant Michael Janßen den prominenten Gastprediger in der katholischen Kirche St. Mariae Geburt. Dr. Nikolaus Schneider, ehemaliger Ratsvorsitzender der Evangelischen Kirche von Deutschland (EKD) und ehemaliger Präses der Evangelischen Kirche im Rheinland, war gekommen, um über „das Kreuz als Zeichen der Liebe Gottes“ zu predigen. Die ökumenische Trauermette (Liturgie: Stadtdechant Michael Janßen und Assessorin Dagmar Tietsch-Lipski, Musik: Kantor Christian Vogel) markierte den gemeinsamen Beginn der Karwoche für die  evangelischen und katholischen Christen in Mülheim.

Die quälenden „Warum“-Fragen, vor denen die Wegbegleiter des gekreuzigten Christus standen, aber auch jeder andere Mensch an seinen „Karfreitagsmomenten“, griff Präses Schneider in seiner Predigt auf. „Warum greift Gott nicht ein? Warum zeigt er seine Liebe nicht in einer Weise, die für uns nachvollziehbar ist?“, zitierte Schneider die marternden Gedanken rund um das Kreuzigungsgeschehen. Auch heute plagten Christen sich mit ganz ähnlichen Fragen: „Wo ist Gott, wenn Kinder in kirchlichen Einrichtungen misshandelt werden? Wenn Unschuldige in Syrien zu Tode gebombt werden? Wenn Flüchtlinge im Mittelmeer ertrinken?“

„Gott war in Christus und Gott ist bei uns, im Leiden und im Sterben“, hielt Schneider fest. Gott leide und sterbe mit den Menschen, gerade weil er sich ihnen in Liebe zuwendet. Für diese Liebe gelten keine Bedingungen. Gott fordert kein menschliches Leiden und Sterben für seine Liebe ein, „Vielmehr gilt: Gott selbst leidet und stirbt am Kreuz, weil er sich uns Menschen in Liebe zuwendet.“

Auch einfache Rechnungen mit dem vermeintlichen individuellen „Sündenkonto“ seien hier verfehlt, hörten die Gottesdienstbesucher in der Marienkirche.  Der Glaube an den Auferstandenen lösche keine Verfehlungen von der „Liste“. Vielmehr könne jeder Einzelne erkennen: (Auch) „als sündiger Mensch bin ich erlöst aus meiner Gottverlassenheit, bin ich befreit vom Zwang der Selbstrechtfertigung, kann ich anders, eine neue Kreatur werden“. Der Kreuzestod könne keine Sünden tilgen, jedoch nehme er ihnen die Macht und öffne Chancen zur Versöhnung.

In diesem Sinne rief Schneider zur Nachfolge Jesu auf. „Gott hat mit dem Wort vom Kreuz das Wort der Versöhnung unter uns Menschen aufgerichtet. Lasst euch versöhnen mit Gott, lasst euch verwandeln. Werdet in der Nachfolge Christi zu der Gerechtigkeit, die vor Gott gilt!“.

Den ökumenischen Austausch über Gerechtigkeit und Miteinander, auch über das interreligiöse Zusammenleben, setzten die Gottesdienstteilnehmer nach dem Gottesdienst bei einem Imbiss und Gesprächen mit dem Gast aus Berlin fort.

 

 

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ala / 10.04.2017



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