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Neujahrsempfang

Neu auf Menschen zugehen

„Wie geht es der Kirche?“, mit dieser Frage befassten sich sowohl Superintendent Hitzbleck als auch Gastrednerin Prof. Dr. Claudia Schulz in ihren Reden beim diesjährigen Neujahrsempfang des Kirchenkreises An der Ruhr.

„Die Kirche gerät in die Schlagzeilen“, stellte Superintendent Hitzbleck in seiner Ansprache fest. Insbesondere dann, wenn Menschen den Eindruck gewinnen, dass das Gepredigte nicht mit dem gelebten Alltag im Einlag steht. Die Erinnerung an die kriminelle Misswirtschaft im Beihilfe- und Bezügezentrum der Rheinischen Landeskirche oder den luxuriösen Lebensstil des Limburger Bischofs lag für die meisten Zuhörerinnen und Zuhörer nahe. „Und in der öffentlichen Wahrnehmung wird dabei kaum zwischen Konfessionen unterschieden“, ergänzte der Superintendent.

Den Schlagzeilen gegenüber stünden jedoch auch starke Identifikation mit der Kirche und großes ehrenamtliches Engagement, wie etwa das der Chorsänger und Instrumentalisten, die am gleichen Abend mit dem Hoffnungspreis des Kirchenkreises ausgezeichnet wurden. Superintendent Hitzbleck griff die Jahreslosung 2014 aus dem 78. Psalm auf: Gott nahe zu sein ist mein Glück (Psalm 73,28). „Das ist das Thema, um das es eigentlich bei Kirche geht. Gott ist uns nahe, deswegen sind wir den Menschen nahe. Wir wollen diese Aufgabe so wahrnehmen, wie Jesus es getan hat: auf die Menschen zugehen, die am Rande stehen, die Hilfe, Begleitung und Fürsprache suchen. Ich freue mich, dass so viele Menschen uns dabei unterstützen und mit uns Kirche sind.“

Wie die Kirche neu auf Menschen zugehen und sie zum Mit-Glauben und vielleicht sogar Mit-Machen bewegen kann, damit beschäftigte sich Professorin Dr. Claudia Schulz in ihrem Gastvortrag über „Kirche zwischen Tradition und Zukunftsorientierung.“ Die Professorin für Soziale Arbeit und Diakoniewissenschaft (Hochschule Ludwigsburg) nahm dazu verschiedene soziale Milieus in den Blick. Wer sich von alten Traditionen ansprechen lässt, findet viel Attraktives bei der Kirche, führte sie aus. Leichten Zugang fänden auch diejenigen, die Geselligkeit schätzen. „Doch wer sich damit schwerer tut, fasst nicht so schnell bei uns Fuß“, merkte die Wissenschaftlerin kritisch an. Als dritten Faktor, mit dem die Kirche ihre aktiven Mitglieder erfolgreich anspricht, nannte Prof. Schulz die Bildungsaffinität. „Wir sind hier beisammen und beschäftigen uns ohne Not sachlich mit einem Thema. So seinen Abend zu verbringen, ist aber für viele Menschen völlig absurd. Und für diese Menschen haben wir zu wenig Platz in der Kirche“. Für diejenigen, bei denen die Kirche mit den genannten Faktoren nicht punkten könne, gelte es neue zukunftsweisende Formen der Ansprache zu entwickeln.

Viele Menschen seien der Kirche fremd geworden. Das hat die Wissenschaftlerin bei einer empirischen Studie zur Taufmüdigkeit festgestellt. Eltern zögern immer stärker und länger, ihr Kind taufen zu lassen. In einem Drittel der Fälle liegt der Grund laut Umfrage darin, dass die Eltern selber keinen Bezug zu Glauben und Religion (mehr) haben. „Doch Entfremdung bedeutet nicht gleich Ablehnung“, betonte Prof. Dr. Claudia Schulz. „In vielen Fragebögen haben gerade die ,Entfremdeten‘ engagiert Zusatzbemerkungen an den Rand geschrieben und auch persönliche Kontaktdaten angegeben.

Andere Eltern hätten auch angegeben, noch keine Gelegenheit zur Taufe oder noch keine Paten gefunden zu haben. „Doch diese Dinge kriegen wir als Kirche gut in den Griff. Im Gelegenheiten-Schaffen sind wir sehr gut. Aber was machen wir mit den Distanzierten oder mit denjenigen, bei denen es verschiedene religiöse Hintergründe in der Familie gibt?“, formulierte die Rednerin die Aufgabe, vor der sie die Kirche sieht.

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ala / 03.12.2013



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