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Broich-Saarn

Seit zehn Jahren ein Aktivposten in Saarn

Rund 200 Saarner feiern, denn ihr Netzwerk besteht nun seit zehn Jahren. Seit 2005 macht das Netzwerk Angebote für Menschen in der nachberuflichen Phase - neue Mitstreiter sind stets willkommen.

Gemeinsam für sich und für die Nachbarschaft: die NetzwerkerInnen Elsbeth Wals, Christa Kontny, Renate Görke, Netzwerkkoordinatorin Johanna Gall, Ruth Uhlenbruck-Wandolski und Heinz Schoppmeyer. LupeGemeinsam für sich und für die Nachbarschaft: die NetzwerkerInnen Elsbeth Wals, Christa Kontny, Renate Görke, Netzwerkkoordinatorin Johanna Gall, Ruth Uhlenbruck-Wandolski und Heinz Schoppmeyer.

„Wenn man aus dem Beruf ausscheidet, fallen auf einmal ganz viele Kontakte weg“, schildert Elsbeth Wals ihre eigenen Erfahrungen. Sie gehört zu den Gründungsmitgliedern des Netzwerks Saarn, das nun seinen zehnten Geburtstag feiert. Elsbeth Wals möchte das Netzwerk für Menschen in der nachberuflichen Phase nicht mehr missen: „Am Anfang kannte ich in Saarn niemanden – das ist jetzt ganz anders“. Rund 20 regelmäßige Gruppen, vom offenen Filmtreff über die Malwerkstatt und die Computer- bis zur Fahrradgruppe entwickelten die Netzwerker in den vergangenen zehn Jahren. Welche Angebote es gibt, entscheiden die Netzwerker selber – und stellen dann auch die Gruppe auf die Beine. Warum soll man sich diese Arbeit machen? „Weil‘s Spaß macht!“ sagt Elsbeth Wals.

Das zehnjährige Bestehen des Netzwerks wird im Oktober gefeiert werden. Ein Gottesdienst, ein Jazzkonzert und Frühschoppen stehen auf dem Programm. „Da ist jede und jeder willkommen“, laden die Netzwerker zum Mitfeiern ein. Außerdem starten die Netzwerker zu einer Party auf der Ruhr, bei der Schifffahrt zwischen dem Wasserbahnhof und Essen-Werden wird auch eine band des Mülheimer Jazzclubs an Bord sein.

„Netzwerker tun nicht nur etwas für sich und ihre Interessen, sondern auch gemeinsam etwas mit und für andere“, so erklärt Johanna Gall, hauptamtliche Netzwerk-Koordinatorin das Prinzip. „Nach dem Berufsleben ergeben sich dazu ganz neue Chancen.“ Auch wer nichts mehr aktiv ins Netzwerk einbringen kann, profitiert von den einmal geknüpften Kontakten. Die Netzwerkerinnen und Netzwerker erkundigen sich, wenn jemand länger nicht mehr zu Angeboten gekommen ist, hüten den Hund, wenn jemand Urlaub macht oder kommen zu Besuch, wenn jemand ins Krankenhaus muss.

Die Evangelische Kirchengemeinde Broich-Saarn stellt mit Sozialarbeiterin Johanna Gall das organisatorische Rückgrat der Netzwerke und auch die nötigen Räume. Für die Teilnehmenden sind alle Gruppen kostenfrei. Johanna Gall hilft den Netzwerkern, sich zu organisieren, verteilt Informationen und organisiert Seminare und Feste mit den Aktiven. „Der erste Schritt ist immer die Information über ein Angebot“, erklärt sie den Weg zum Mitmachen. „Der zweite Schritt muss dann von den Teilnehmenden kommen. Jeder und jede entscheidet selbst, wo er oder sie einsteigt und wie stark man sich engagiert.“ So gibt es auch viele Netzwerkerinnen, die keine eigenen Angebote organisieren, aber trotzdem regelmäßig an verschiedenen Gruppen teilnehmen.

Das Modell hat Erfolg, rund 200 Menschen nutzen die Angebote in Saarn: Nicht nur dort gibt es ein Netzwerk, sondern auch in Broich und seit jüngster Zeit in der Vereinten Evangelischen Kirchengemeinde. Seit der Gemeindefusion kooperieren das Saarner und das Broicher Netzwerk eng, 2012 wurden die Gruppen für ihr Engagement mit dem Hoffnungspreis des Kirchenkreises ausgezeichnet.

Wer beim Netzwerk mitmacht, muss nicht Mitglied der Kirchengemeinde sein. „Wir fragen nicht nach der Konfession und auch nicht danach, woher jemand kommt“, sagt Netzwerker Heinz Schoppmeyer, der den Spieletreff leitet. Stolz darauf, in der Gemeinde nach zehn Jahren eine anerkannte Gruppe zu sein, sind die Netzwerker dennoch. „Jetzt werden wir sogar gefragt, wenn jemand zum Läuten gebraucht wird“, berichtet Netzwerkerin Renate Görke. Für die Passionszeit im kommenden Jahr bereitet eine Netzwerkgruppe gerade einen Gottesdienst zum Thema Flüchtlinge unter dem Motto „Auf Fremde zugehen“ vor.

Gemeinsam möchten die Netzwerker auch auf neue Mitstreiter zugehen. „Wir möchten nicht unter uns bleiben, sondern neue Netzwerker dazugewinnen“, betont Netzwerkerin Renate Görke. „Wir sind auch offen für andere Angebote, das hängt halt ganz davon ab, welche Interessen die Neuen so mitbringen“. Wer beim Netzwerk reinschnuppern möchte, muss übrigens kein Rentner sein. Vor allem beim Stammtisch (letzter Freitag im Monat, 19.30 Uhr, in der Gaststätte Saarner Hof) sind auch Jüngere dabei. Einen guten Überblick über die Angebote kann man beim nächsten Netzwerktreffen gewinnen. Am Mittwoch 12. August, um 17 Uhr laden die Saarner dazu ins Gemeindezentrum an der Holunderstraße ein.

 

 

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ala / 10.07.2015



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