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Broich-Saarn

100 Jahre KiTa an der Reichstraße

Vor 100 Jahren eröffnet als "Kinderschule" an der "Südstraße", feierte die Evangelische KiTa an der Reichstraße nun Jubiläum.

Spielszene aus früheren Tagen, Foto undatiert LupeSpielszene aus früheren Tagen, Foto undatiert

„Sauber und pünktlich“ seien die Mädchen und Jungen in die Kleinkinderschule zu bringen, „wo ihnen neben frohem Spiel der Weg zum Herrn gezeigt“ werde. Darum bat Direktor Stursberg von der Kaiserswerther Diakonie 1912 zur Eröffnung der Evangelischen Kinderschule in Broich. Am Samstag, 7. Juli feiert die Evangelische Tageseinrichtung für Kinder, die heute zur Kirchengemeinde Broich-Saarn gehört, ihr 100-jähriges Bestehen. Zur großen Feier, die von 15 bis 18 Uhr auf dem KiTa-Gelände an der Reichstraße 52 stattfindet, sind aktuelle und ehemalige Kindergartenkinder und Eltern, Nachbarn und Freunde herzlich eingeladen. Neben Speis und Trank gibt es viele Geburtstagsspiele für Groß und Klein, eine „Anno-Dazumal-Film-Vorführung“ und um 17.30 Uhr einen Luftballon-Wettbewerb.

Zur Eröffnung 1912 wurden 100 Kinder an der Reichstraße (damals Südstraße) angemeldet, um in zwei Gruppen, getrennt nach Alter, zu spielen. Das „frohe Spiel“ währte nicht lange: 1914 stellte die Gemeinde das Haus mit 30 Betten als Lazarett zur Verfügung, bis es 1916 unter Leitung der Diakonisse Amalie Witting wieder eröffnet wurde. Amalie Witting blieb 36 Jahre lang Leiterin der „Kinderbewahranstalt“, die dann zum „Kindergarten“ wurde. Die Gemeinde legte 1926 in ihrer „Ordnung für die Kleinkinderschule“ fest, was noch lange den Kindergartenalltag prägen sollte: die Öffnungszeiten „vormittags von 8 bis 12 Uhr (im Winterhalbjahr 8 ½ Uhr)“ und „nachmittags von 2 bis 4 Uhr“. Der so geregelte Betrieb wurde vom zweiten Weltkrieg unterbrochen. Am 12. Juni 1945 bat das Broicher Presbyterium „die Alliierte Militärregierung um Genehmigung zur Wiedereröffnung unseres Kindergartens.“ Die war dringend nötig: Kaum drei Jahre später besuchten „150 – 180 Kinder“ die Einrichtung, so dass das Presbyterium den „Herrn Sozialminister des Landes Nordrhein-Westfalen“ um „gütige Zuteilung“ von zwei Kubikmetern Laubschnittholz bat, „woraus wir etwa 12 Tischchen mit 72 Stühlchen anfertigen lassen könnten“.

 

Auch heute noch heiß begehrt: Die besten Plätze auf den Klettergeräten im Außengelände. LupeAuch heute noch heiß begehrt: Die besten Plätze auf den Klettergeräten im Außengelände.

Die Standards für Räumlichkeiten und Ausstattung änderten sich mit den Jahren, über mangelnden Zulauf konnte man sich nie beklagen. 1960 wurde der Kindergarten an der Reichstraße ausgebaut, so dass anschließend 75 Kinder in drei Gruppenräumen betreut werden konnten. 1971 kam der zweite Broicher Gemeindekindergarten an der Calvinstraße hinzu.

100 Jahre nach der Eröffnung besuchen heute 20 Kinder die beiden, nun al-tersgemischten, Gruppen an der Reichstraße. Einiges bleich gleich: auch heute besucht der „Onkel Pastor“ regelmäßig die Kinder. „Religionspädagogische Angebote sind nach wie vor wichtiger Bestandteil unserer Arbeit als Gemeindekindergarten“, sagt Erika Strippchen, seit 1978 in der KiTa tätig ist und seit 1988 die Einrichtung leitet. „Aber auch neue Aufgaben sind hinzugekommen, gerade die Sprachförderung ist ein Arbeitsgebiet, das immer wichtiger geworden ist.“

Umgebaut wurde in der Broicher Kindertageseinrichtung auch noch im Jubiläumsjahr. Seit April gibt es neue Sanitärbereiche und eine renovierte Küche, außerdem einen zusätzlichen Ruheraum, der für die U3-Betreuung benötigt wird. So können ab 2013 bis zu acht Zweijährige die Evangelische KiTa an der Reichstraße besuchen. Die Öffnungszeit beschränkt sich nicht mehr auf acht bis zwölf Uhr, plus zwei Stunden am Nachmittag. Heute werden Betreuungszeiten von 35 oder 45 Stunden in der Woche angeboten. Etwa 30 Kinder essen regelmäßig in der Einrichtung zu Mittag.

Wer die Einrichtung kennen lernen möchte, vereinbart einen Termin mit Leiterin Erika Strippchen unter Telefon 0208. 421791.

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ala / 02.07.2012



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