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Broich-Saarn

Christuskirche weicht neuer Bebauung

Die Christuskirche und das zugehörige Gemeindehaus müssen aufgegeben werden, das hatte die Gemeinde Broich-Saarn schon im vergangenen Jahr beschlossen. Nun ist klar: Wahrscheinlich werden die die Gebäude auch nicht erhalten bleiben.

Christuskirche am Lindenhof Christuskirche am Lindenhof

Mit großer Wahrscheinlichkeit werden die Saarner Christuskirche und das Zugehörige Gemeindezentrum, ebenso wie das Pfarr- und das Küsterhaus am Schneisberg 54 und 52 für neue Bebauung weichen. Diese Perspektive stellte die Evangelische Kirchengemeinde Broich-Saarn am Sonntag (15.6.) bei einer Gemeindeversammlung vor.

Schon im Juli vergangenen Jahres hatte das Presbyterium (von den Gemeindemitgliedern gewählte Gemeindeleitung) mitgeteilt, dass man sich von der Kirche und den Zugehörigen Gebäuden trennen werde. Dies ist notwendig, um mittelfristig solide wirtschaften zu können. Eine Gebäudestrukturanalyse hatte ergeben, dass der Raumbedarf der Gemeinde auch in den verbleibenden Gottesdienststätten und Gemeindezentren an der Dorfkirche und an der Wilhelminenstraße gedeckt werden kann.

Zunächst hatte das Presbyterium geprüft, ob die Christuskirche und zugehörige Immobilien im Bestand verkauft und einer sinnvollen Folgenutzung zugeführt werden können. Da sich hierfür keine Chancen auftaten, wird die Gemeinde nun auf Investoren zugehen, die das Areal mit neuer Bebauung vermarkten.

Das bestehende Familienzentrum am Lindenhof mit KiTa ist von diesen Plänen nicht betroffen und wird erhalten bleiben.

„Der Abschied von Kirche und Gemeindezentrum am Lindenhof ist eine schmerzhafte Entscheidung für uns“, sagt Pfarrer Thomas Jantzen, der den zuständigen Gemeindeausschuss für die Gebäudekonzeption leitet und selbst -noch- mit seiner Familie im Pfarrhaus am Schneisberg lebt. „Aber dennoch glaube ich, dass diese Entscheidung richtig ist. Wir kommen an Einsparungen nicht vorbei. Und wenn wir uns nicht von unserem Personal trennen möchten, dann müssen wir es bei den Gebäuden tun.“

Der Trennungsschmerz wurde auch in der Gemeindeversammlung am Sonntag in der Christuskirche deutlich. In der lebhaft aber sehr sachlich geführten Diskussion gab es viele kritische Rückfragen. Zugleich machte das Presbyterium deutlich, dass radikale Einsparungen notwendig sind. Mit einer Unterschriftensammlung, an der sich bisher schon mehr als 250 Personen beteiligt haben, forderten der gemeinde nahe Stehende, dass es am gleichen Ort auch künftig Raum für Gemeindeveranstaltungen geben soll. „Wir werden das mit dem Presbyterium prüfen“, sagt Pfarrer Thomas Jantzen, „und Möglichkeiten eruieren, die sich z.B. in Zusammenarbeit mit dem Familienzentrum oder der katholischen Nachbargemeinde ergeben können.“

Zuvor hatte die Gemeindeleitung erwogen, ob Gemeindezentrum und Kirche erhalten werden können, um etwa Seniorenwohnungen einzurichten. „Doch einige Faktoren machten eine solche Lösung schwer erreichbar“, erläuterte Pfarrer Thomas Jantzen den Gemeindemitgliedern. „Die Lage am Hang erschwert den Zugang für mobilitätseingeschränkte Menschen, auch fehlt Infrastruktur zum Beispiel zum Einkauf in unmittelbarer Nähe.“ Für eine Nachnutzung des Kirchgebäudes hätte außerdem gegolten, dass sie christlichen Überzeugungen und urheberrechtlichen Einschränkungen nicht hätte entgegenstehen dürfen.

Aus diesen Erwägungen heraus hat die Evangelische Kirchengemeinde Broich-Saarn nun einen Immobiliensachverständigen beauftragt, das Areal zur Neubebauung zu vermarkten. Geplant ist, die Christuskirche noch bis Mai 2015 als Gottesdienststätte zu benutzen, mindestens jedoch bis zum Jahresende 2014.

Nicht nur Trauer und Enttäuschung, sondern auch Zuspruch der Gemeindemitglieder für die anstehenden Aufgaben wurde aus der Gemeindeversammlung deutlich. „Nun versuchen wir die verbleibende Zeit am Lindenhof so gut wie möglich auszukosten“, blickt Pfarrer Thomas Jantzen auf die kommenden Monate. Der gemeinsame Gottesdienst für die gesamte Kirchengemeinde Broich-Saarn (jeweils am letzten Sonntag im Monat) findet stets in der Christuskirche statt. Auch ihr Gemeindefest im August wollen die Broich-Saarner noch am Lindenhof feiern.

Die Gemeinde Broich-Saarn verfügt bislang über drei Gottesdienststätten. Nach einer Schließung der Christuskirche verbleiben noch die Kirche an der Wilhelminenstraße in Broich und die Dorfkirche in Saarn. Beide Kirchen sind denkmalgeschützt und waren die jeweiligen Gründungskirchen der Gemein-den in Broich und Saarn. Als Gottesdienstort hat das Gemeindezentrum am Lindenhof seit 1952 gedient, seit September 1959 kam die Gemeinde in der dann fertiggestellten Christuskirche zusammen. 2011 fusionierten die Evangelischen Kirchengemeinden Broich und Saarn. Zur Gemeinde gehören vier KiTas bzw. Familienzentren. Die Ev. Kirchengemeinde Broich-Saarn hat rd. 11.000 Mitglieder.

 

 

 

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ala / 16.06.2014



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