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Broich-Saarn

Bekenntnisse im Dorf-Dialog

„Bekenntnisse“ auf über zwei Quadratmeter großen Tafeln stellen elf Mülheimer Künstlerinnen und Künstler bei Kunst Raus 2018 im Dorf Saarn aus. Nach der Vernissage am Samstag haben die Bilder bis Oktober ihren Platz im öffentlichen Raum.

Wulf Golz vor seinem Werk an der Dorfkirche Wulf Golz vor seinem Werk an der Dorfkirche

Die Kunstaktion im öffentlichen Raum, die regelmäßig mit Unterstützung der evangelischen Kirchengemeinde Broich-Saarn stattfindet, hatte in den zwei Jahren zuvor eine Pause eingelegt. Grund war der Tod von Pfarrer im Ruhestand Albrecht Sippel, des Initiators der Aktion, der sich bis zuletzt sehr für das Saarner Kunstevent engagiert hatte. Nun übernehmen Pfarrerin Kerstin Ulrich und Pfarrer Christoph Pfeiffer aus der Broich-Saarner Gemeinde den künstlerischen Staffelstab.

„Bekenntnisse“ lautet das Thema der diesjährigen Ausstellung, das aus den Reihen der teilnehmenden Künstler vorgeschlagen worden war. Ein Thema, auf das die Kirchengemeinde als Mitveranstalter gerne eingestiegen ist. „Wir wollen zeigen: Wofür stehen wir, wozu bekennen wir uns?“, erklärt Pfarrer Christoph Pfeiffer, dem gerade die interreligiöse Dialog in dieser Hinsicht ein Anliegen ist. „Gerade angesichts neuer rechter Strömungen in der Gesellschaft“, wie er betont. Am Mittwoch werden Mitglieder des Mülheimer Bündnisses der Religionen, darunter Christen, Muslime und weitere Religionsvertreter, die Ausstellung besuchen. Das Ausstellungsthema „Bekenntnisse“ wird die Broich-Saarner zudem in deiner Predigtreihe durch den Sommer begleiten.

Auf den elf großen Bildtafeln an der Dorfkirche, am Kloster Saarn, am Marktplatz, vor die KiTa und an weiteren Orten im Dorf Saarn präsentieren die Künstlerinnen und Künstler ab sofort und bis zum 21. Oktober ihre „Bekenntnisse“. Wulf Golz, Ursula Vehar, Uwe Dieter Bleil, Helmut Koch, Joachim Poths, Heiner Schmitz, Peter Flach, Marta Deli, Peter Helmke, Alfred Dade und Natalija Usakova haben mitgemacht. Erstmals gibt es auch einen Katalog zur Ausstellung, dessen Produktion durch die Galerie Greens ermöglicht wurde.

 

Die künstlerischen Bekenntnisse im Dorf Saarn sind vielfältig und laden den vorübergehenden Betrachter ein zum Dialog. Helmut Koch etwa hat Dürers betende Hände und einen jüdischen Leuchter, die Menora, als Motive auf einem Gebetsteppich vereint. „Das muss sich doch nicht beißen, die kommen doch prima miteinander aus“, sagt der Mülheimer Künstler und nimmt sich dabei das Toleranzgebot aus Lessings Ringparabel zum Vorbild. Heiner Schmitz‘ Werk vereint Symbole und Textpassagen aus Schriften von zehn großen Weltreligionen. „Und alle beanspruchen ein Wohlwollen gegenüber den Menschen für sich“, betont er das Gemeinsame der Glaubenden. „Man sollte sich auch gefahrlos zu seinem Glauben bekennen können, der Glaube sollte nicht zu politischen Zwecken benutzt werden“, findet der Künstler.

Ein ganz anderes Bekenntnis hat Uwe Dieter Bleil an der Düsseldorfer Straße aufgestellt: Das Eingeständnis, Teil eines Kunstmarktes zu sein, den er selber als unmoralisch empfindet. Seine Kohlezeichnung zitiert ironisch Da Vincis „Salvator Mundi“, das jüngst zum teuersten jemals erzielten Preis versteigerte Bild. „Der Kunstmarkt ist schon ziemlich pervers“, sagt Uwe Bleil vor seinem Werk. „Aber partizipieren wollen und müssen wir ja daran“. Augenzwinkernd verweist Bleil auf den besonderen Kniff seiner Arbeit, das Bild ist gespiegelt und blickt den Betrachter gleich doppelt an, „vielleicht erzielt das ja auch den doppelten Preis“.

Wer die Bilder in Begleitung der Künstlerinnen und Künstler betrachten möchte, den laden die Veranstalter ein zur Vernissage am Samstag, 12. Mai, 16 Uhr, an die Saarner Dorfkirche, Holunderstraße. Nach einer musikalischen Begrüßung von Daphne Tolzmann und Gerd Krost beginnt der Rundgang mit allen teilnehmen Künstlerinnen und Künstlern, geleitet von Dr. Gerd Ribbrock, ehemaliger stellvertretender Leiter des Kunstmuseums „Alte Post“. Der künstlerische Spaziergang endet im evangelischen Gemeindehaus an der Holunderstraße, wo eine Ausstellung mit Vorarbeiten und Skizzen der beteiligten Künstle zu sehen ist. Dazu gibt es Jazz und Pop-Klänge von Laura Totzke (Gesang) und Maria Garcia Lora (Piano).

 

Während der Ausstellung gibt es vier von Dr. Gerd Ribbrock geführte Rundgänge ab der Saarner Dorfkirche:

  • Samstag, 30. Juni, 16 Uhr
  • Samstag, 1. September, 16 Uhr
  • Donnerstag, 13. September, 18 Uhr
  • Samstag, 6. Oktober, 16 Uhr

 

Die Rundgänge enden bei der Firma  Greens, Düsseldorfer Straße 15, mit einem kleinen Getränk. Dort sind nach der Vernissage auch die Skizzen zur Ausstellung und das Original von Heiner Schmitz‘ Gebetsteppich zu sehen.

Kunst Raus findet seit 1992 statt und hat seitdem viele Partner gewonnen, sowohl im Gemeindeumfeld als auch darüber hinaus. „Der Väterbastelkreis der Gemeinde hat die Tafeln aufgestellt, Schülerinnen und Schüler der Gesamtschule unterstützen uns bei der Vernissage“, nennt Pfarrer Pfeifer einige Beispiele.

Finanziell wird Kunst Raus 2018 durch Sponsoren ermöglicht: von Immobilien Greens, die Sparkassenstiftung Mülheim, die städtischen Kulturbetriebe und die Werbegemeinschaft Saarn.

 

 

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ala / 07.05.2018



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