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Diakonie Katastrophenhilfe

Helfen nach der Balkan-Flut

Trockengeräte für überflutete Wohnungen, Suppenküchen und Hygienepakete schickt die Diakonie Katastrophenhilfe gerade nach Serbien und Bosnien-Herzegowina. Auch von zu Hause aus kann man helfen, zum Beispiel mit einer Online-Spende.

In kleinen Booten werden Menschen aus Obrenovac / serbien evakuiert. Mitnehmen können sie nur das Allernötigste. Foto: Stefano Giantin/Diakonie Katastrophenhilfe LupeIn kleinen Booten werden Menschen aus Obrenovac / serbien evakuiert. Mitnehmen können sie nur das Allernötigste. Foto: Stefano Giantin/Diakonie Katastrophenhilfe

Tagelanger Dauerregen hat in Serbien und Bosnien-Herzegowina schwere Überschwemmungen verursacht. Bis zu 120 Liter pro Quadratmeter gingen innerhalb von 24 Stunden nieder, in zwei Tagen fiel so viel Regen wie sonst in zwei Monaten. Mehrere Flüsse traten über die Ufer, Bäche verwandelten sich in Wasserfälle und führten vielerorts zu Erdrutschen und Schlammlawinen. Nach offiziellen Angaben kamen in den beiden Ländern mehr als 40 Menschen ums Leben. Obwohl der Regen allmählich nachlässt, ist es für Entwarnung zu früh. Noch immer werden Deichbrüche und weitere Erdrutsche befürchtet. Die Diakonie Katastrophenhilfe schickt 200 Trocknergeräte in die betroffene Region.

In Serbien sind neben der Hauptstadt Belgrad zahlreiche weitere Dörfer und Städte betroffen. Besonders verheerend ist die Situation entlang des Flusses Save, westlich von Belgrad. Hunderttausende Menschen mussten ihre Häuser verlassen und evakuiert werden. Bei Obrenovac gaben die Deiche nach.
Mit Booten und Traktoren wurden die 20.000 Einwohner der Stadt in Sicherheit gebracht. In vielen Orten ist die Stromversorgung unterbrochen, Schulen und Kindergärten sind geschlossen. In Belgrad kam der Verkehr zum Erliegen.

Im benachbarten Bosnien-Herzegowina sind nach Dauerregen ebenfalls mehrere Flüsse über die Ufer getreten. Hier stehen vor allem im Norden weite Teile des Landes unter Wasser. Seit 120 Jahren gab es hier nicht mehr so starke Regenfälle. Einige Orte sind nur noch mit dem Boot zu erreichen. Neben der Save stieg auch der Wasserstand des Flusses Miljacka, der unter anderem durch die Hauptstadt Sarajevo fließt, auf Rekordhöhe. Zehntausende Menschen mussten aus ihren Häusern gerettet werden. In Bosnien waren 60.000 Haushalte ohne Strom.

Wie die Diakonie Katastrophenhilfe hilft

Damit die Häuser schnell wieder bewohnbar sind, schickt die Diakonie Katastrophenhilfe 200 Trocknergeräte für die Haushalte der Betroffenen.
Außerdem planen lokale Partner des kirchlichen Netzwerks der ACT Alliance, zu dem auch die Diakonie Katastrophenhilfe gehört, mit Suppenküchen und der Verteilung von Nahrungsmittelpaketen die Menschen in den Hochwassergebieten in Serbien und Bosnien zu unterstützen. Auch Hygienematerial und Werkzeug werden benötigt. Zerstörte Brücken und Erdrutsche erschweren den Hilfskräften jedoch den Zugang vor allem in den entlegenen ländlichen Gebieten. Die Mitglieder des ACT-Verbunds verfügen zusammen über zehn Außenstellen in Serbien und Bosnien-Herzegowina, die schnell Hilfe auf den Weg bringen können.

Die Diakonie Katastrophenhilfe bittet um Spenden unter dem Stichwort "Fluthilfe Balkan"

Diakonie Katastrophenhilfe Rheinland:
IBAN: DE62350601900000001023 Bank für Kirche und Diakonie eG - KD-Bank GENODED1DKD

Onlinespende unter http://www.diakonie-katastrophenhilfe.de/spende.html

 

 

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U. Christenn / 21.05.2014



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