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Diakonie

Die Sucht und (i)Ihre Kinder

Ein neues Angebot für Kinder alkoholkranker Mütter und Väter initiiert das Ambulatorium gemeinsam mit der Jugend- und Familienhilfe der Diakonie. Suchtkrankheit wirkt immer auf die ganze Familie, das neue Angebot soll gezielt Kinder stärken und entlasten.

Foto: Lupo / pixelio.de Foto: Lupo / pixelio.de

Auslöser war die bundesweite „Aktionswoche Alkohol“ und eine Infoveranstaltung, die in deren Rahmen unter dem Titel „Die Sucht und (i)Ihre Kinder“ stattfand. Fachkräfte des Ambulatoriums, einer Beratungsstelle für Alkohol- und Medikamentenabhängige, und der Jugend- und Familienhilfe des Diakonischen Werkes luden gemeinsam Alkoholsüchtige und ihre Angehörigen zum Gespräch ein. Ein intensiver Nachmittag war es, der den Verantwortlichen der beiden Fachbereiche des Diakonischen Werkes vor Augen führte, dass ein entlastendes Angebot für Kinder von Alkoholikern in der Stadt fehlt. Dieses wollen sie nun initiieren und andere Mülheimer Einrichtungen mit ins Boot holen. Ein Austausch darüber ist mit Fachkräften am 20. November geplant.

Sie schauen von unterschiedlichen Blickpunkten auf die Familien. Das Ambulatorium berät und behandelt ambulant bei problematischem Alkoholkonsum, Glücksspiel und Medikamentengebrauch Betroffene, deren Angehörige oder Freunde. Im Mittelpunkt stehen die Sucht und deren Überwindung. Die Stärkung des familiären Zusammenhalts ist hingegen den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der Jugend- und Familienhilfe (JFH) ein besonderes Anliegen. In Krisen suchen sie gemeinsam mit allen Beteiligten nach Lösungen und unterstützen die Familien dabei, diese umzusetzen. Das Wohl der in den Familien lebenden Kinder steht im Vordergrund des professionellen Handelns. Doch so unterschiedlich die Blickwinkel sind, oftmals sehen die Fachleute beider Arbeitsbereiche Dasselbe. „Wir stoßen immer wieder darauf, dass etwa bei der Hälfte der Familien, die bei uns Hilfe suchen, Alkohol eine Rolle spielt“, sagt Diplom-Sozialarbeiter Olaf Thane aus der Jugend- und Familienhilfe. Auch Diplom-Sozialarbeiterin Anke Meyer vom Ambulatorium erfährt immer wieder, in welch schwieriger Situation die Kinder von Abhängigen sind und wie viel Verantwortung sie in der Familie übernehmen.

Mit einem gemeinsamen Angebot möchten die Mitarbeitenden des Diakonischen Werkes die Kinder in dieser schweren Situation unterstützen. „Das Ziel ist, ihnen etwas beizupacken“, sagt Olaf Thane. Doch nicht nur die Kinder stärken und entlasten wollen die beiden Initiatoren, sie wollen auch den Eltern aufzeigen, wie sie ihren Kinder beistehen können: „Die tägliche Erfahrung zeigt, dass es nicht nur ein Entweder-Oder gibt.“ Die Denkweise – entweder du hörst auf zu trinken, oder du bist ein schlechter Vater oder eine schlechte Mutter – greife zu kurz. Natürlich sei es wünschenswert, dass Eltern ihre Alkoholsucht überwinden, doch müssten sie nicht so lange warten, um für ihre Kinder da zu sein. Das Ziel von Anke Meyer und Olaf Thane ist, den Eltern mit dem Angebot auch Wege zu vermitteln, wie sie ihre Kinder jetzt schon entlasten können.

Angedacht haben die Initiatoren ein klassisches Gruppenangebot, sind darauf aber nicht festgelegt. Gemeinsam mit Fachkräften von anderen Einrichtungen, die mit Familien oder Sucht zu tun haben, möchten sie am Mittwoch, 20. November, 14 Uhr, im Diakonie Am Eck, Kettwiger Straße 3, entwickeln und überlegen, was man mit wessen Unterstützung voranbringen kann. „Wir möchten niemandem etwas überstülpen, sondern ein Angebot gemeinsam mit Fachleuten und Betroffenen entwickeln“, sagt Olaf Thane. Kräfte bündeln möchten Anke Meyer und Olaf Thane, die in ihrer täglichen Arbeit ständig mit dem Thema konfrontiert sind, es in der Öffentlichkeit aber nicht wiederfinden. Auch das, finden sie, gilt es zu ändern.

Ansprechpartner beim Diakonischen Werk:
Anke Meyer, Ambulatorium, Telefon: 0208. 3003.223
E-Mail: ameyer[at]diakonie-muelheim.de

Olaf Thane, Jugend- und Familienhilfe, Telefon: 0208. 3003.258
E-Mail: thane[at]diakonie-muelheim.de

 

 

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Julia Blättgen / 08.11.2013



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