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Diakonie / FBS

Erfolgsprojekt dank engagierter Engel

Seit fünf Jahren läuft das "wellcome"-Projekt für Familien mit Neugeborenen von Diakonie und FBS. Gemeinsam blickt man auf viele gute Erfahrungen zurück - und sucht stets neue Ehrenamtlerinnen.

Archivbild wellcome-Engel Archivbild wellcome-Engel

Bei den wellcome-Babys der ersten Stunde sind sie lange her, die ersten turbulenten Lebensmonate, die schlaflosen Nächte, die endlosen Spaziergänge mit dem Kinderwagen. Stattdessen bereiten sich die Säuglinge von einst inzwischen auf die Schule vor: Vor fünf Jahren, im Mai 2013, brachten Evangelische Familienbildungsstätte und Diakonisches Werk „wellcome“ gemeinsam in Mülheim an den Start.

Bei diesem Projekt unterstützen Ehrenamtliche Familien in den Monaten nach der Geburt, damit Mütter, Väter, Geschwisterkinder und Babys in ihren neuen Alltag finden. „Druck aus dem System Familie nehmen“, nannten es die lokalen Initiatoren beim Auftakt. Dieser Ansatz hat sich in den vergangenen fünf Jahren bewährt – dank des engagierten Einsatzes von ehrenamtlichen „Engeln“.

wellcome ist ein bundesweites Projekt mit rund 250 Standorten. Das Ziel ist überall identisch, nämlich: Eltern, die gerade ein Kind bekommen haben, Unterstützung zu bieten. Geleistet wird die durch Ehrenamtliche – sogenannte „wellcome-Engel“ –, die von Fachkräften der jeweiligen Projektträger unterstützt und fortgebildet werden. In Mülheim sind dies Evangelische Familienbildungsstätte und Diakonisches Werk, die das Grundkonzept jedoch auf lokale Bedürfnisse zugeschnitten haben. „Wir legen den Fokus auf eine gute Bindung“, fasst es Karen Brinker, die das Projekt mehrere Jahre als Koordinatorin betreut hat, zusammen – und meint damit die Bindung innerhalb der Familie. Die Begleitung der Ehrenamtlichen, die eine Familie im ersten Lebensjahr des Kindes unterstützen, soll dabei helfen. Jede Woche kommt sie für rund drei Stunden in die Familie und betreut das Baby. Denn Zeit für das Geschwisterkind zu haben, zum Arzt zu gehen oder alleine Zeit für sich zu haben, können für Mütter Entlastungen sein.

Und eben darum geht es: „Wenn die Mutter Entlastung erfährt, hat sie mehr Ressourcen, um positiv auf das Kind zuzugehen“, sagt Rosemarie Esser, wellcome-Koordinatorin der Evangelischen Familienbildungsstätte. Eine Evaluierung der Uni Kiel hat das belegt und ebenso den Erfolg von „wellcome“ in der Gewaltprävention. Deshalb fördert auch die Stadt Mülheim das Projekt; es ist ein Baustein des kommunalen Arbeitsbereichs „Frühe Hilfen“.

46 Familien konnten in den vergangenen fünf Jahren an wellcome teilnehmen. Aktuell werden neun Familien betreut; eine zehnte Betreuung ist in Vorbereitung. Derzeit engagieren sich zehn Ehrenamtliche aktiv. Alle Familien starteten mit einem „begleiteten Hausbesuch“ der Koordinatorin ins Projekt. Der ist zwar nicht Teil des bundesweiten Konzepts, für Karen Brinker aber unverzichtbar: „Die Familien lernen wellcome und die Personen dahinter kennen. Zudem sind wir so sicher, dass wir die Ehrenamtlichen nicht in eine Situation schicken, die sie überfordert.“ Und noch eine Besonderheit zeichnet wellcome aus: Frauen jeden Alters engagieren sich als Engel, die jüngste Ehrenamtliche ist 24, die älteste ist 76. Einige übernehmen nur einen Einsatz – betreuen also eine Familie –, andere sind bereits von Anfang an aktiv dabei und haben schon mehrere Familien betreut.

Das Mülheimer Konzept hat sich bewährt. Es funktioniert. So sucht die Koordinatorin immer Frauen, die sich als Engel engagieren wollen und betont: „Ohne den tollen Einsatz unserer Ehrenamtlichen geht es nicht.“



Zum Projekt

Menschen, die sich ehrenamtlich bei „wellcome“ engagieren möchten, können sich bei Rosemarie Esser melden. Voraussetzungen sind körperliche Fitness, Spaß am und Erfahrung mit dem Umgang mit Kindern sowie ein erweitertes Führungszeugnis. Die Ehrenamtlichen schenken den Familien wöchentlich rund drei Stunden ihrer Zeit, können den Einsatz aber flexibel und individuell mit den Familien abstimmen. Sie werden vom Team der FBS begleitet und sind über die Einrichtung Unfall- und Haftpflicht versichert. Zudem können sie kostenlos Vorträge und Fortbildungen am Scharpenberg 1b besuchen. Fahrtkosten werden erstattet.

Auch deshalb zahlen die Familien einen kleinen Beitrag. Zudem sehen die Verantwortlichen darin „ein Zeichen der Wertschätzung“ für die geleistete Arbeit. Jedoch gilt auch: Am Geld scheitert eine Hilfe nicht.

Interessierte können sich bei der Projekt-Koordinatorin unter Tel. 0208 / 466 81 66 oder per E-Mail an muelheim@wellcome-online.de näher informieren.

 

 

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Julia Blättgen / 29.05.2018



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