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Ewigkeitssonntag

Der Verstorbenen gedenken

Am Ewigkeitssonntag gedenken Christinnen und Christen in Gottesdiensten ihrer Verstorbenen. Auch online bietet die evangelische Kirche im Internet einen Raum, wo Menschen ihre Trauer vor Gott aussprechen können.

Altstadtfriedhof in Mülheim Altstadtfriedhof in Mülheim

Ab sofort ist unter www.trauernetz.de ein Trauerbuch geschaltet, in das bis zum Ewigkeitssonntag die Namen von Verstorbenen eingetragen werden können. Während der Online-Andacht am Ewigkeitssonntag, 23. November 2014, um 18 Uhr werden die Namen der Verstorbenen im Chat eingeblendet, im Anschluss beten die Chatteilnehmerinnen und -teilnehmer gemeinsam das Vaterunser und bitten um Gottes Segen. Außerdem können ab dem Ewigkeitssonntag auch eigene Gedenkseiten für Verstorbene erstellt werden.

Der Ewigkeitssonntag hat seine Wurzeln in der Reformationszeit und wurde am Ende des Kirchenjahres zur evangelischen Alternative für den katholischen Allerseelentag. In evangelischen Gottesdiensten werden am letzten Sonntag jedes Kirchenjahres die Namen der verstorbenen Gemeindeglieder verlesen und die Gemeinde schließt sie und ihre Angehörigen in die Fürbitte ein. Was in den Gemeindegottesdiensten guter Brauch ist, wird über die Form des Chats auch online möglich auf www.trauernetz.de. Auf der Website finden sich Informationen, zum Umgang mit Tod und Trauer, es finden sich Musik-, Buch- und Filmtipps zum Thema Trauer sowie Links für weitere Hilfe. Wer lieber persönlich mit einem Pfarrer / einer Pfarrerin sprechen möchte, findet hier den Kontakt zu seinem / seiner Seelsorger/in.

„Auch die Trauer- und Gedenkkultur verändert sich durch die Digitalisierung unserer Gesellschaft. Daher ist es gerade in der schnelllebigen Welt des Internets wichtig, Orte der Ruhe und des Gedenkens anzubieten“, fasst Ralf-Peter Reimann, Mülheimer Theologe, Internetbeauftragter der Rheinischen Kirche und einer der Initiatoren von www.trauernetz.de die gemachten Erfahrungen zusammen.

Zusätzlich gibt es in diesem Jahr auch Online-Gedenkseiten für Verstorbene. Dieses Angebot wird zum Ewigkeitssonntag freigeschaltet. Ab dann können Angehörige oder Freunde für Verstorbene eine Gedenkseite anlegen. Datenschutz ist dabei wichtig, deshalb kann jeder beim Einrichten einer Gedenkseite entscheiden, ob diese privat oder öffentlich ist. Unter gedenkseiten.trauernetz.de können Freunde und Bekannte online eine Kerze anzünden oder ein kurzes Wort an die Angehörigen richten.

 

 

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ala / EKiR / 18.11.2014



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