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Kollekte für Flüchtlingsarbeit

Hilfebedarf wächst - Gericht entscheidet über Regelsätze

Einen wachsenden Hilfebedarf meldet Flüchtlingsreferentin Annette Faßbender. Die 1993 festgelegten Regelsätze für Asylsuchende reichen oft nicht aus, eine Gerichtsentscheidung steht an. Am Sonntag sammeln die Gemeinden für die Flüchtlingsarbeit.

Annette Faßbender, Flüchtlingsreferentin im Kirchenkreis An der Ruhr Annette Faßbender, Flüchtlingsreferentin im Kirchenkreis An der Ruhr

Zwei Klagen gegen die seit 1993 nicht mehr erhöhten Regelsätze für die Lebenshaltungskosten für Flüchtlinge wird das Bundesverfassungsgericht in Kürze verhandeln. „Auch in Mülheim fehlt es Flüchtlingen oftmals an Geld, um ihre wichtigsten Bedürfnisse abzudecken und um am sozialen Leben teilzunehmen“, das bestätigt Annette Faßbender, seit 1988 Flüchtlingsreferentin des Evangelischen Kirchenkreises An der Ruhr. In Mülheim leben momentan ca. 3.000 Menschen ohne gesicherten Aufenthaltsstatus, viele lassen sich im Flüchtlingsreferat des Ev. Kirchenkreises An der Ruhr beraten.

„In der Beratungsarbeit merke ich, dass sich die Anfragen nach finanzieller Unterstützung mehren. Oft möchten Eltern ihre Kinder auf die Klassenfahrt oder in einen Sportverein schicken, oder selber einen Deutschkurs machen, aber das Geld reicht nicht“, berichtet Flüchtlingsreferentin Annette Faßbender. In einigen Fällen kann sie helfen. Einzelfallhilfe leistet das Flüchtlingsreferat etwa auch, wenn in dringenden Fällen ein Rechtsanwalt benötigt wird.

Die Evangelischen Gemeinden im Kirchenkreis An der Ruhr widmen an bestimmten Sonntagsgottesdiensten des Kirchenjahres ihre Kollekte einem kreiskirchlichen Aufgabengebiet. Am kommenden Sonntag wird der Kollektenzweck die Arbeit des Flüchtlingsreferates sein. Jeder Euro, der in den Klingelbeutel gegeben wird, kommt der Arbeit mit Flüchtlingen zu Gute.

„Die Lebenssituation von Flüchtlingen in unserer Stadt ist vielen Mülheimerinnen und Mülheimern gar nicht bekannt“, weiß Annette Faßbender aus vielen Begegnungen. Im ersten Jahr ihres Aufenthaltes in Deutschland dürfen Asylbewerber nicht arbeiten. Danach wird häufig keine Arbeitserlaubnis gewährt, weil viele andere Arbeitssuchende aus EU-Ländern zur Verfügung stehen. Deshalb sind Flüchtlingsfamilien oft auf staatliche Unterstützung angewiesen. Der monatliche Regelsatz für Flüchtlinge liegt mit derzeit 224,97 Euro klar unter dem der Hartz IV-Leistungen. Unterstützung aus dem Bildungs- und Teilhabegesetz wird Asylsuchenden nicht gewährt. Nicht zuletzt aufgrund der Situation in Syrien steigen die Asylantragszahlen momentan bundesweit.

Mehreren jugendlichen Flüchtlingen konnten dank einiger Spenden und Kollekten bereits Mitgliedschaften in Sportvereinen und Nachhilfestunden finanziert werden. Spenden sind auch außerhalb der aktuellen Sonntagskollekte möglich: Konto des Kirchenkreises An der Ruhr bei der KD-Bank Dortmund, BLZ 350 601 90, Konto-Nummer: 10 11166 020, Stichwort: "Spende Flüchtlingsreferat".

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ala / 11.06.2012



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