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Kraniche als Friedensboten

Mit dem ökumenischen Friedensgebet erinnerten die Kirchen an die Toten von Hiroshima und Nagasaki und an des Ende des Zweiten Weltkrieges vor 73 Jahren. Im Mittelpunkt der Andacht standen Origami-Kraniche als besondere Friedensboten.

Mit einem ökumenischen Friedensgebet erinnerten die Kirchen in Mülheim an die Toten von Hiroshima und Nagasaki und an das Ende des Zweiten Weltkrieges vor 73 Jahren. Rund 100 Mülheimerinnen und Mülheimer waren zum vierten ökumenischen Friedensgebet auf den Synagogenplatz gekommen. Dort hörten sie Saxophonmusik von Markus Zaja und die Ansprache von Stadtdechant Michael Janßen. Auch Vertreter des Mülheimer Bündnisses der Religionen waren am Friedengebet aktiv beteiligt. Stadtdechant Janßen erinnerte an den Friedensappell von Papst Johannes XXIII. „Sein Aufruf richtet sich an Menschen aller Religionen und an alle Menschen guten Willens. Das Zauberwort in diesem Zusammenhang heißt Dialog“, betonte der oberste Vertreter der katholischen Kirche in der Stadt. „Wir müssen reden, reden, reden. Und wir dürfen nicht müde werden, an die grausamen Ereignisse wie die in Hiroshima und Nagasaki zu erinnern, damit so etwas nie wieder geschieht und damit die Menschen aus ihrer Geschichte, speziell aus der eigenen Geschichte, lernen.“

In einem Schweigemarsch zog die Gemeinde anschließend vom Synagogenplatz die Schlossstraße hinunter und die Leineweberstraße wieder hinauf zur Andacht in der Petrikirche. 

Im Mittelpunkt der Andacht standen Origami-Kraniche als besonders kunstvoll hergestellte Friedensboten. Andrea Quaß und Anette Dietz vom „Haltepunkt“ der Fliedner Stiftung und Jutta Pfeiffer vom „Papierwerk“ stellten die Geschichte ihres Kranich-Projektes vor. Sie haben in diesem Jahr gemeinsam eine Aktion der „Duisburger Akzente“ unterstützt. Das Kulturfestival in der Nachbarstadt stand unter dem Motto „Nie wieder Krieg?“. Ein Beitrag der Künstlerin Liselotte Bombitzki bestand in einer Installation aus 1000 Origami-Kranichen. Andrea Quaß, Annette Dietz und Jutta Pfeiffer haben gemeinsam mit Kundinnen und Kunden, Klientinnen und Klienten, dazu beigetragen, die Vielzahl an Faltkunstwerken herzustellen. In der Andacht lasen sie die überlieferte Geschichte des japanischen Mädchens Sadako, die nach dem Atombombenabwurf auf Hiroshima an Leukämie erkrankte. Bis zu ihrem Tod schöpfte sie Hoffnung daraus, mit Freunden und Familie Origami-Kraniche zu falten. Denn ein Kranich, so sagt es die japanische Legende, wird 1000 Jahre alt und, wer 1000 Kraniche faltet, werde wieder gesund. Bis heute werden in Hiroshima und auf der ganzen Welt Kraniche als Zeichen der Hoffnung und des Friedens gefaltet.

Zahlreiche Mülheimer Friedensboten aus Papier entstanden noch nach der Andacht in der Petrikirche. Viele Besucherinnen und Besucher nahmen die Einladung an und falteten gemeinsam mit Andrea Quaß, Annette Dietz und Jutta Pfeiffer einen eigenen Origamikranich.

 

 

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ala / 11.08.2018



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