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für den 28.05.2016

Gott hat mich erlöst, dass ich nicht hinfahre zu den Toten, sondern mein Leben das Licht sieht.

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Gemeindedienst für Mission und Ökumene

40 Jahre Einsatz für Gerechtigkeit, Frieden, Bewahrung der Schöpfung

40 Jahre Gemeindedienst für Mission und Ökumene ließen die Festgäste Revue passieren. Die Themen sind längst nicht abgehakt. "Wir bleiben dran", hieß das Versprechen bei der Feierstunde in der Ladenkirche.

Oberkirchenrätin Barbara Rudoplh gratuliert zum 40-jährigen Bestehen Oberkirchenrätin Barbara Rudoplh gratuliert zum 40-jährigen Bestehen

An gemeinsames Streiten für Gerechtigkeit, Frieden und die Bewahrung der Schöpfung erinnerten sich die Gäste bei der Feier zu 40 Jahren GMÖ im westlichen Ruhrgebiet in der Mülheimer Ladenkirche. Zahlreiche Wegbegleiter aus der Region und auch aus früheren Tagen waren gekommen, um das 40-jährige Bestehen des Gemeindedienstes für Mission und Ökumene (GMÖ) für die Kirchenkreise Essen, Duisburg, Oberhausen und An der Ruhr zu feiern.

Die Themen des konziliaren Prozesses waren nicht immer selbstverständlich in Kirche zuhause. „Wir agierten ja früher quasi am Rande der theologischen Legalität“, erinnerte sich Pfarrer i.R. Markus Braun, erster Stelleninhaber im Ruhr-GMÖ, mit einem Augenzwinkern in einer Gesprächsrunde mit alten Weggefährten. Neben ihm nahmen auch Frauke Heiermann, als langjähriges Kuratoriumsmitglied, Pfarrer i.R. Heinz Benemann (früherer Kuratoriumsvorsitzender) und GMÖ-Pfarrerin Ursula Thomé an der von Claudio Gnypek moderierten Talkrunde teil.

1975, im Gründungsjahr des GMÖ, waren andere Themen „dran“ als heute. Die Weltladenbasis wurde breiter und bekam Unterstützung, gerade auch in den Kirchen. Politisch würde der Umgang mit dem Apartheidssystem in Südafrika diskutiert - und in der Rheinischen Landeskirchen wurde erstmals die Frauenordination mit vollen Rechten eingeführt.

Pfarrerin Ursula Thomé, seit zwölf Jahren in Diensten des GMÖ, und Bildungsreferent Claudio Gnypek, seit fünf Jahren dabei, sehen sich einer gewandelten Welt gegenüber. Aller Aufgaben ledig ist der GMÖ dabei noch lange nicht „Noch immer ist es nicht selbstverständlich, ökumenische Gebete in unsere Gottesdienste einzubringen“, trug Pfarrer Heinz Benemann seine Erfahrungen vor. „Wir bleiben dran“, versprach Claudio Gnypek stellvertretend für das aktuelle Mission und Ökumene-Team.

Über die Folgen deutscher Missionsgeschichte und südafrikanischer Apartheidspolitik berichtete der Mülheimer Bildungsreferent im Anschluss an die Podiumsdiskussion. Bei einer VEM-Kontaktreise nach Namibia im Sommer hatte er Gelegenheit, vor Ort die kirchliche Arbeit in Diakonie, Bildungswesen und Fundraising kennen zu lernen. Der Bilderbericht über die Namibiareise gab den Gästen in der Ladenkirche Gelegenheit zu einem „Wiedersehen“ ökumenischer Wegbegleiter wie etwa von Lorenst Kuzatjike, der einige Jahre lang Pfarrer in Wetzlar war, oder auch von Zephania Kameeta, dem früheren Bischof der Evangelisch-Lutherischen Kirche in der Republik Namibia, der nun Sozialminister seines Landes ist.

Stichwort GMÖ
Der GMÖ (Gemeindedienst für Mission und Ökumene) arbeitet zu den The-men des konziliaren Prozesses (Frieden, Gerechtigkeit, Bewahrung der Schöpfung), begleitet ökumenische Partnerschaften und ist Ansprechpartner für Bildungsarbeit, zum Beispiel zu Themen des Fairen Handels und des nachhaltigen Wirtschaftens. Gemeindedienste für Mission und Ökumene gibt es flächendeckend jeweils für mehrere Kirchenkreise, in der gesamten rheinischen Landeskirche.

 

 

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ala / 17.11.2015



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