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Discover Fairness - Discover Bangladesh

Modeschnäppchen machen gute Laune, wenn man sie ergattert – und sind oft gefährlich für die, die die Kleidung produzieren – das machte GMÖ-Bildungsreferent Claudio Gnypek bei der Vernissage zu „Discover Fairness“ im Medienhaus deutlich.

Zu Entdeckungen über die Art und Weise, wie unsere Kleidung produziert wird, lädt noch bis zum 30. Mai eine Ausstellung im Medienhaus ein. Zu Entdeckungen über die Art und Weise, wie unsere Kleidung produziert wird, lädt noch bis zum 30. Mai eine Ausstellung im Medienhaus ein.

Gerade ein Jahr ist es her, dass in Bangladesch über 1000 Menschen beim Einsturz einer Textilfabrik starben, noch viele mehr wurden verletzt. „80 Prozent unserer Kleidung wird unter Bedingungen produziert, die für Menschen und für die Umwelt gefährlich sind“, das berichtete Claudio Gnypek, Bildungsreferent beim Gemeindedienst für Mission und Ökumene, bei der Vernissage zur Ausstellung „Discover fairnesss – Discover Bangladesh“, die noch bis zum 30. Mai im Mülheimer Medienhaus zu sehen ist.

Die „Weltreise einer Fleecejacke“ vom Plastikrecycling in Shanghai über Stationen fürs Färben, Nähen und Weiterverarbeiten bis in den europäischen Handel ist unter anderem in der Ausstellung zu sehen. Weitere der vom entwicklungspolitischen inkota-Netzwerk oder zeigen, wie viel Arbeiterinnen und Arbeiter in Bangladesch, Vietnam oder China verdienen müssen, um von ihrem Lohn auch leben zu können.

Ergänzt werden die Informationen mit einer Ausstellung von Idranil Kishor, Foto-Journalist aus Bangladeschs Hauptstadt Dhaka. Seine Bilder zeigen sowohl Einsichten in den Arbeitsalltag traditioneller Frauenarbeit als auch Perspektiven auf das im Wandel begriffene Land Bangladesch mit seinen modernen Facetten.

 

Claudio Gnypek (GMÖ) führte bei der Vernissage ins Thema ein und steht Interessierten als Experte zur Verfügung. Claudio Gnypek (GMÖ) führte bei der Vernissage ins Thema ein und steht Interessierten als Experte zur Verfügung.

„Mit dem Wissen um die Arbeitsbedingungen fängt es an“, erklärt Juliane Ritz vom Mülheimer „Arbeitskreis Bangladesch“, die die Ausstellung in die Ruhrstadt geholt hat. „Auf das Wissen folgt dann die Verantwortung“. Gleich einmal nach dem Herstellerlabel in der eigenen Jacke zu schauen – davor schreckten die Besucherinnen und Besucher während der Vernissage im Medienhaus dann doch zurück.

Damit es beim beklemmenden Gefühl nicht bleibt, gab Claudio Gnypek Tipps, auf welche Gütesiegel man beim Einkauf achten kann: einige Hersteller dürfen ihre Shirts und Hosen mit dem bekannten Fairtrade Logo auszeichnen, darüber hinaus gibt es etwa GOTS (Global Organic Textile Standard, für definierte Umweltbedingungen und Sozialstandards) oder die Fair Wear Foundation, die gesamte Unternehmen zertifiziert, die sich auf gerechte Produktionsstandards verpflichten.

Zu einem Rechenbeispiel lud Gnypek seine Zuhörer bei der Vernissage ein: „Was kostet es, wenn man hingeht und den Lohn der Arbeiterinnen verdoppelt?“ Der Preis eines 20-Euro-T-Shirts stiege dann auf 20,20 Euro. Lohnkosten machen nämlich gerade einmal ein Prozent des Ladenpreises aus. Doch ganz so einfach verhält es sich nicht mit der Preiskalkulation, darauf wies eine Zuhörerin hin. Es sei nicht damit getan, allein die Lohngrundlage sicherzustellen. Faire Bedingungen müssten entlang des gesamten Lieferkette von der Rohstoffgewinnung bis zur Endverarbeitung sichergestellt sein.

Die deutschen Rechtsgrundlagen reichten noch nicht aus, um faire Prpduktion für die hier verkaufte Kleidung zu gewährleisten, darauf machte Pegah Edalation, Sprecherin der Grünen-Bundesarbeitsgemeinschaft Nord-Süd bei der Eröffnungsveranstaltung hin. Sie forderte eine strengere Berichtspflicht für Bekleidungsunternehmen und rechtliche Möglichkeiten, Textilunternehmer für die Arbeitsbedingungen innerhalb ihrer Lieferkette haftbar zu machen. Zur Diskussion mit Vertretern aus Politik und Nichtregierungsorganisationen laden die Ausstellungsmacher am Montag, 19. Mai, 18 Uhr, ins medienhaus ein, am Montag, 12. Mai, geht es bei einem kulturellen Abend ab 18 Uhr um „Bangladesch – Land, Leute und Musik“.

Die Ausstellung im 3. Obergeschoss des Mülheimer Medienhauses, Synagogenplatz 3, ist zu den Öffnungszeiten der Stadtbibliothek bis zum 30. Mai kostenfrei zu sehen. Für weitere Informationen und auch thematische Impulse für interessierte (Jugend-) Gruppen, steht Bildungsreferent Claudio Gnypek vom Gemeindedienst für Mission und Ökumene zur Verfügung.
Kontakt gnypek@gmoe.de.

 

 

 

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ala / 07.05.2014



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