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Busan: "Der Weg verändert dich"

Als rheinische Kirchenvertreter in Busan waren Pfarrerin Ursula Thomé (GMÖ Ruhr), Schulamit Kriener, Dr. Hans Georg Link (Köln) und Pfarrerin Monika Elsner (Essen-Kray), in der Ladenkirche schilderten sie ihre Eindrücke der ÖRK-Vollversammlung.

Pfarrerin Monika Elsner Pfarrerin Monika Elsner

„Pilgrimage“, das war so etwas wie das Zauberwort von Busan“, erinnerst sich Pfarerrin Ursula Thomé, die als eine von rund 3000 Christinnen und Christen an der zehnten Vollversammlung des Ökumenischen Rates der Kirchen (ÖRK) in Südkorea teilgenommen hatte. Im übertragenen Sinn wurden also die Schuhe geschnürt in Südkorea – „für einen Pilgerweg der Gerechtigkeit und des Friedens“, so Ursula Thomé. Dabei gehe es weniger um das Ziel und mögliche Ende des Weges, vielmehr lautete die Botschaft aus Busan: „Der weg verändert dich.“

Gemeinsam mit Schulamit Kriener (Studentin der Koreanistik und offizielle Delegierte der Rheinischen Landeskirche, seit 2013 Mitglied im Zentralausschuss des ÖRK), Dr. Hans Georg Link (ACK Köln) und Pfarrerin Monika Elsner (Essen-Kray) berichtete GMÖ-Pfarrerin Ursula Thomé in der Evangelischen Ladenkirche von der Vollversammlung.

Aufgaben, die auf dem Weg der Ökumene liegen, gibt es in des viele. Dazu zählte die aktuelle Vollversammlung ökologische Gerechtigkeit, Frieden und Anwaltschaft für die Schwachen ebenso wie die Einbeziehung und Förderung junger Menschen. Der ÖRK repräsentiert rund 560 Mio. Christinnen und Christen. Zu den 349 Mitgliedskirchen zählen nicht nur die deutschen Kirchen der EKD, sondern auch Anglikaner, Baptisten, Lutheraner, Orthodoxe und Pfingstkirchen aus 110 Ländern der Welt. Die katholische Kirche, die weit mehr Mitglieder hat, ist kein Mitglied. Die Vollversammlungen sind das höchste Entscheidungsgremium des ÖRK und tagen alle sieben Jahre.

 

Die Ökumene-Ziele blieben nicht abstrakt in Busan. Immer wieder schilderten Teilnehmende ihre persönlichen Erfahrungen, die sie mit Ungerechtigkeit und Gewalt machen mussten. „Es ist zum Verzweifeln, wenn man von erfahrenen Teilnehmenden hört, dass diese Geschichten sich scheinbar endlos wiederholen und in jeder Vollversammlung wieder berichtet werden“, schilderte Monika Elsner, Pfarrerin aus Essen-Kray, die zum ersten Mal an einer ÖRK-Vollversammlung teilgenommen hatte, ihre Eindrücke. Dennoch nahmen alle Hoffnung mit aus Busan. „Trotz allen geschilderten Leides kam in den Plena eine solche Hoffnungskraft zusammen, die man alleine gar nicht aufbringen kann. Es wird deutlich: Man braucht diese große Gemeinschaft die einen trägt“, sagte GMÖ-Pfarrerin Ursula Thomé.

Innerhalb des Tagungszentrums herrschte ein guter Gemeinschaftsgeist, berichtete Dr. Hans-Georg Link, der schon mehrere Vollversammlungen, auch mit deutlich konfrontativeren Tönen, erlebt hat. Wiederholt hatten in der Vergangenheit ärmere Kirchen des Südens eine deutliche Positionierung der finanzstarken Kirchen eingefordert: „Verharrt ihr auf der Gewinnerseite oder solidarisiert ihr euch mit uns?“. Ganz anders in Busan, womöglich am Beginn einer gemeinsamen „Pilgerschaft“. Dr. Link: „Unter den Teilnehmenden machte sich von ersten Tag an ein Geist des Dienens breit. Wir haben außerdem erlebt, wie die ökumenische Bewegung erweitert wird. Wir sind einen großen Schritt zur Einheit der Kirchen vorangekommen.“

Pfarrerin Ursula Thomé begrüßt die Gäste in der Evangelischen Ladenkirche

Schulamit Kriener, offizielle Delegierte der Rheinischen Landeskirche und Mitglied im Zentralausschuss des ÖRK

Dr. Hans-Georg Link (ACK Köln)

Pfarrerin Monika Elsner

Claudio Gnypek (GMÖ)

Während die Bemühungen um Verständnis im Kongresszentrum groß und auch fruchtbar war, verhielt sich das vor den Toren der Tagungsstätte anders. „Die Versammlung wurde von Protesten begleitet“, berichtete Schulamit Kriener, die als offizielle Delegierte der Evangelischen Kirche im Rheinland teilgenommen hatte. „Die südkoreanische Kirche ist gespalten und konservative Gruppen kritisierten den ÖRK als pro-kommunistisch, als zu liberal gegenüber Homosexuellen und als Anhänger der Vielgötterei – wegen des aktiven Dialogs mit anderen Kirchen.“

Ein weiteres großes Thema, das stets die ÖRK-Versammlungen begleitet, ist die Frage nach dem Missionsverständnis. „Ein Thema, mit dem ich bislang nicht so richtig warm geworden bin“, gestand Pfarrerin Monika Elsner. Aus Busan brachte sie eine neue Perspektive mit: „Die Mission leistet sich eine Kirche, nicht umgekehrt“. Für die Zuhörerinnen und Zuhörer in der Ladenkirche veranschaulichte sie das mit einer Schüssel Wasser. Die könnte eine Quelle sein, von der die Mission ausginge. Die Richtung wäre vorgegeben, quasi als Einbahnstraße. Busan hat dieses Bild für sie umgedreht. „Wir müssen Mission von den Rändern her betrachten. Eine Mission, die alle verändert, auch die, die sich in der Mitte wähnen.“

Wer sich für die Ergebnisse und Erlebnisse rund um die 10. ÖRK-Vollversammlung interessiert, kann Kontakt aufnehmen zu Pfarrerin Ursula Thomé vom Gemeindedienst für Mission und Ökumene, thome@kirche-muelheim.de, Telefon 0208. 882269413.

 

 

 

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ala / 04.02.2014



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