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für den 27.08.2016

Viele, die unter der Erde schlafen liegen, werden aufwachen, die einen zum ewigen Leben, die andern zu ewiger Schmach und Schande.

Daniel 12,2

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Ordinationsjubiläum

"Mein Zuhause ist größer geworden"

Holzschnitzereien aus Tansania, eine Trommel aus Chile, und ein Foto der Alten Kirche in Altenessen: Erinnerungsstücke an Etappen der 25-jährigen Dienstzeit versammeln sich im Büro von GMÖ-Pfarrerin Ursula Thomé. Nun feiert sie ihr Ordinationsjubiläum.

Pfarrerin Ursula Thomé bei einer ökumenischen Begegnung LupePfarrerin Ursula Thomé bei einer ökumenischen Begegnung

So richtig übergesprungen ist der ökumenische Funke in Nordwijkerhout/Niederlande, da war die Theologiestudentin Ursula Pannenberg als „Steward“ bei einer Antirassismus-Konferenz des Ökumenischen Rats der Kirchen und im Konferenzsaal damit beschäftigt, die Handmikrofone zu verteilen. „Ich habe die meisten Redebeiträge miterleben können und das hat mich wirklich bewegt“, erinnert sich Pfarrerin Ursula Thomé heute, kurz vor ihrem 25-jährigen Ordinationsjubiläum. Aktuell machen Themen wie Nachhaltigkeit und die Begleitung ökumenischer Partnerschaften in Kirchenkreisen und Gemeinden ihre Arbeit im Gemeindedienst für Mission und Ökumene (GMÖ) aus.

Studiert hat die GMÖ-Pfarrerin in Bonn, Marburg und Bochum. Eine besondere Station war der Studienaufenthalt in Genf am Ökumenischen Institut in Bossey, beim Ökumenischen Rat der Kirchen nach dem Ersten Theologischen Examen. „Das Ökumenethema ist mir danach nie ganz abhanden gekommen“, blickt Pfarrerin Thomé zurück. 1988 wurde sie in Altenessen ordiniert und in der Ruhrgebietskirchengemeinde auch in die erste Pfarrstelle gewählt. Der Essener Norden war vom Strukturwandel geprägt. Etwas Ökumene-Wandel konnten bald auch die Gemeindeglieder in Altenessen erleben: Die neue Pfarrerin half die Kirchenkreispartnerschaft nach Namibia und einen Weltladen in der Gemeinde aufzubauen. Der Weltgebetstag der Frauen war ihr ein besonderes Anliegen und vertiefte die ökumenische Gemeinschaft der Frauen an der Basis.

„Von Brot und Rosen – Frauen in der Ökumene“ unter diesem Titel steht der Gottesdienst zum Ordinationsjubiläum am Sonntag, 3. Februar, 15 Uhr, in der Mülheimer Pauluskirche. Das Brot kann manchmal hart sein. „Die Rechte, die wir haben, müssen wir immer wieder einfordern. Für Frauen in der weltweiten Ökumene gibt es noch immer viele Benachteiligungen. ,Empowerment‘ und ,Leadershiptraining‘ sind wichtig, übrigens nicht nur für Frauen in Afrika und Asien. Auch bei uns müssen mehr Frauen in kirchliche Leitungspositionen kommen.“

Rosen, die gehören für Ursula Thomé genauso dazu: „Unser Leben ist mehr als Arbeit. Es muss auch Zeit sein für Spiel und Feier und Tanz. Das soll nicht zu kurz kommen, da müssen wir Frauen auf uns achten.“

Das Eintreten für (Geschlechter)Gerechtigkeit und das politische Denken ist für die Pfarrerin „immer auch prophetisch und damit spirituell“. Als Vorbild begleitet haben sie Theologinnen wie Dorothee Sölle. „Zu ihren Bibelarbeiten auf Kirchentagen sind wir förmlich hin gepilgert.“ Die feministische Theologie sieht Ursula Thomé als wichtige geistliche Nahrung. „Sie hilft immer wieder, Befreiendes im Evangelium zu entdecken.“

Bereichernd sind für Ursula Thomé auch die zahlreichen Begegnungen mit ökumenischen Partnern aus Afrika und Asien. „Nicht immer kommen wir mit einem protokollierbaren Ergebnis von so einer Reise zurück“, räumt sie ein, „aber bereichernd ist vor allem zu sehen, wie die Verbundenheit untereinander wächst.“ Da unterscheide sich die Arbeit im GMÖ schon von der in Altenessen. „Dieses Gemeinde-Heimat-Gefühl bekommt man natürlich in einer Funktionspfarrstelle nicht, aber letztlich hat die Arbeit im GMÖ mein zu Hause größer gemacht.“

Ordinationsjubilarin Pfarrerin Ursula Thomé

"Brot und Rosen" war der Gottesdienst überschrieben, thematischer Mittelpunkt waren die Frauen in der Ökumene.

Hoyce Mbowe, frühere Superintendentin des Mülheimer Partnerkirchenkreises Northern District in Daressalam / Tansania.

Flötenkreis aus der Ev. Kirchengemeinde Altenessen

Die ökumenischen Gäste steuerten auch einen musikalischen Beitrag aus ostafrikanischer Tradition bei.

Nach dem Gottesdienst blieb noch viel Zeit für ökumenische Fröhlichkeit ...

... und für herzliche Begegnungen.

Der Gratulatinnen und Gratulanten gab es viele, unter ihnen: Superintendent Hitzbleck, ...

... GMÖ-Bildungsreferent Claudio Gnypek, ...

... und viele weitere Wegbegleiter nicht nur aus Tansania und Namibia, sondern auch aus dem Rheinland und aus Westfalen.

 

 

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Text: ala, Fotos: ala/ A. Dittel / 28.01.2013



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