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für den 25.08.2016

Meine Lippen und meine Seele, die du erlöst hast, sollen fröhlich sein und dir lobsingen.

Psalm 71,23

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GMÖ

Zu Gast in Daressalam

GMÖ-Pfarrerin Ursula Thomé ist derzeit zu Gast in Daressalam (Tansania). Sie tagt dort mit dem Beirat für die interregionalen Frauenprogramme der Vereinten Evangelischen Mission und trifft die Mülheimer Kirchenkreispartner aus dem "Northern District".

Daressalam Daressalam

Pfarrerin Ursula Thomé reist als eine von fünf Frauen des internationalen Beirates für die interregionalen Frauenprogramme der Vereinten Evangelischen Mission (VEM) vom 14.4. – 1.5.2012 nach Tansania. Sie berichtet aus Daressalam:

Die erste Etappe meiner Reise ist Daressalam. In der mehr als 6 Millionen Einwohner City am Indischen Ozean bin ich zu Gast bei der Ev.-Lutherischen Kirche und besuche u.a. die Partner des Kirchenkreises An der Ruhr – den Jimbo la Kaskazini – den Nördlichen Kirchenkreis der Ost – und Küstendiözese der Ev.- Lutherischen Kirche in Tansania (ECD/ELCT). Mitten im Zentrum der Stadt in der Nähe des Hafens ist das Headoffice der Lutherischen Kirche mit dem Gästehaus „Lutherhouse“.

Im Mai wird eine Delegation aus Daressalam den Kirchenkreis An der Ruhr besuchen. Dann gibt es für alle Interessierten Gelegenheit, die Partner in Mülheim kennen zu lernen (Infos hier).

Die lutherische Kirche der Gemeinde Azania Front ist Bischofssitz vom leitenden Bischof der Gesamtkirche Bischof Alex Malasusa. Jeden Tag schon früh am morgen werden Gottesdienste gefeiert und Chorproben gehalten. Von überall her klingen Lieder und Musik – christliche Lieder. Bis in die Nacht wird von den verschiedensten Gruppen gesungen und Gottesdienst gefeiert.

Mit Superintendent Pastor Muro bin ich am Donnerstag 19.4.2012 in den Nördlichen Distrikt gefahren. Jeden Donnerstag wird der Predigttext für Sonntag mit den Pastoren – von 19Pastoren sind drei Pastorinnen dabei – mit einer Bibelarbeit für alle vorbereitet. Anmerkungen zum Bibeltext und Liedvorschläge werden gemacht. Dies ist auch der Ort für Absprachen und Mitteilungen. Was bedeutet es heute in Daressalam, Jesus als den guten Hirten zu predigen? Die tansanische Gesellschaft hat eine große soziale Spaltung: Es gibt wenige Wohlhabende, einige im Mittelstand und die große Mehrheit ist sehr arm. Pastor Muro sagt: „ Die Kirche wächst, aber die Ökonomie ist ganz unten. Es ist nicht mehr möglich, mit 2 Dollar am Tag zu überleben. Die Preise sind so enorm gestiegen. Wie predigen wir mit dieser Herausforderung den guten Hirten? Wie können wir für die Menschen da sein?

Der Distrikt beschäftigt eine Sozialarbeiterin, die für viele Einzelfallhilfe organisiert.

Nach den großen Regenfällen im Dezember 2011 wurden mehrere Tausend Menschen obdachlos. Die Flut traf die Ärmsten am härtesten – diejenigen, die illegal im Küstenbereich ihre einfachen Häuser gebaut hatten. Sie wurden nun umgesiedelt in ein Gebiet weit außerhalb des Stadtgebietes. Heute leben ca. 1000 Familien in Zelten. In einem Zelt leben um die fünf Personen – viele Kinder. Wir haben Gemeindemitglieder in dieser „Zeltstadt“ besucht. Es gibt dort öffentliche Wasserstellen und einige Toiletten; bisher gibt es keinen Strom. Es wird daran gearbeitet. Es wird sicher einige Jahre dauern, bis dieses Gebiet entwickelt ist. Wenn es stark regnet, dann ist alles voller Schlamm.

Der Nördliche Distrikt hat im Februar des Jahres in einer großen Hilfsaktion Matten, Schüsseln, Töpfe, Schulsachen für die Kinder an die bedürftigen Familien verteilt. Für diese Aktion wurden auch Spendengelder des Kirchenkreises An der Ruhr eingesetzt.

Pastor Muro sagt: „ Wir haben bei der Regierung Land beantragt, um Stationen einzurichten, an denen die Kinder Schulmaterialien und auch eine Mahlzeit erhalten. Dies soll ein nächster Schritt unserer Hilfe sein.“ Der Distrikt hat einen Mitarbeiter – einen Evangelisten – vor Ort für die Menschen im Camp als Ansprechpartner zur Verfügung gestellt. Er fiert mit den Menschen Gottesdienste im Freien. Mitglieder der Gemeinde leben im Camp.

Im Mai wird eine Delegation aus Daressalam den Kirchenkreis An der Ruhr besuchen. In der Zeit gibt es Möglichkeit, direkt mit den Mitgliedern der Delegation zu sprechen und mehr über die Situation zu erfahren.

Am 20.4.2012 habe ich Pastorin Stephanie Franz, ökumenische Mitarbeiterin der VEM aus Deutschland, in die Mädchen-High-School in Mkuza begleitet. Die Frauenarbeit der Diözese hat diese Schule mit Internat aufgebaut und hat die Trägerschaft. Die Frauen haben mit dieser Schule einen Ort geschaffen, an dem Mädchen und Frauen gefördert werden. Eine gute Schulbildung ist die wichtigste Grundlage für die weitere Ausbildung der Mädchen. Um einem Mädchen den Schulbesuch an dieser Schule zu ermöglichen, werden noch Paten gebraucht. Pastorin Stephanie Franz sagt: „ Für 750,- Euro im Jahr kann ein Mädchen gefördert werden.“ Sie hat ein Spendenkonto bei der VEM. (www.vemission.org) Sie unterrichtet Bibelkunde, eines der Fächer an der Schule.

Die Schule liegt außerhalb der Stadt auf einem sehr schönen, grünen Gelände. Es ist mehr als eine Stunde Autofahrt vom Zentrum aus. Die Rückfahrt in die Stadt ist an einem Freitag bestimmt von Staus und Hektik. Für den Alltag in Dar es Salaam und Umgebung braucht man viel Gelassenheit. Dies gilt es, hier zu lernen.

Am Sonntag geht meine Reise weiter nach Bukoba. Dort werden wir unsere jährliche Sitzung der Advisory Group der Frauenarbeit der VEM haben.

 

 

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Pfarrerin U. Thomé / 27.04.2012



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