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Ökumenische Visite

Aus den Augen des Anderen gesehen

Bischof Ernst Gamxamub (Namibia), Pfarrer Jelle Brouwer (Belgien) und Natallia Vasilevich (Griechisch-Orthodoxe Metropolie von Deutschland) sind in diesen Tagen in Mülheim zu Gast, um die diakonische Arbeit hier „mit den Augen des Anderen“ zu sehen.

Pfarrerin Klaudia Schmalenbach (Vors. Hospiz-Förderverein) und Bischof Ernst Gamxamub. Pfarrerin Klaudia Schmalenbach (Vors. Hospiz-Förderverein) und Bischof Ernst Gamxamub.

Die eigene Arbeit mit den Augen des Anderen sehen, dabei sollen Gäste aus Kirchen in Afrika, Asien, Amerika und Europa den Evangelischen vor Ort helfen. Dazu sind in Mülheim wie auch in den anderen Kirchenkreisen der Evangelischen Kirche im Rheinland im Rahmen einer Ökumenischen Visite vom 11. bis zum 21. Juni Besucherinnen und Besucher aus 17 Partnerkirchen unter anderem aus Indonesien, Namibia, dem Kongo, Polen, den USA, Rumänien und Frankreich zu Gast.

Auch Mülheim bekommt in diesen Tagen internationalen ökumenischen Be-such: Bischof Ernst Gamxamub (Evangelical Lutheran Church in the Republic Namibia), Pfarrer Dr. Jelle Brouwer (Eglise Protestante Unie de Belgique) und Natallia Vasilevich (Griechisch-Orthodoxe Metropolie von Deutschland) haben am Samstag bei einem Rundgang das Theodor Fliedner Dorf in Mülheim-Selbeck kennen gelernt. Von Pfarrerin Birgit Meinert-Tack erfuhren sie, was die Arbeit in der besonderen Kirchengemeinde mit vielen älteren Menschen und Menschen mit Behinderung ausmacht. „Verschiedene Bereiche unter einem Dach und eine tolle Architektur, so offen ohne hohe Mauern“, zeigte sich Bischof Gamxamub angetan vom Wohnkonzept.

Intensive Eindrücke sammelte die Gruppe auch im Hospiz, das gemeinsam durch das Diakoniewerk Arbeit und Kultur und das Ev. Krankenhaus getragen wird. Das erste stationäre Hospiz in Mülheim gibt es seit nunmehr zweieinhalb Jahren. „Uns ist es wichtig, Schwerkranken und Sterbenden zu ermöglichen, die letzte Lebensphase in Würde und auch in der Nähe zu ihrer Familie und ihren Angehörigen zu verbringen“, erklärte Pfarrerin Klaudia Schmalenbach den Gästen. Pfarrerin Schmalenbach hat das Hospiz seit seiner Gründung begleitet und ist Vorsitzende des Fördervereins.

Rund 200.000 Euro müssen die Träger jedes Jahr für den Betrieb des Hospizes an Eigenmitteln aufbringen, schilderte Pfarrerin Schmalenbach. „In Namibia werden Alte und Kranke oft zu Hause gepflegt“, berichtete Bischof Gamxamub. „Aufenthalte in Einrichtungen wie einem Hospiz gibt es auch, dann zahlen manchmal Krankenkassen, oft wird aber auch Barzahlung verlangt.“ Im Mülheimer Hospiz lernte die ökumenische Delegation am Dienstag, begleitet von Pfarrerin Ursula Thomé und Bildungsreferent Claudio Gnypek vom Gemeindedienst für Mission und Ökumene (GMÖ), nicht nur das Fachpersonal, sondern auch einige der 40 ehrenamtlich Mitarbeitenden des Hauses kennen.

Beeindruckt zeigten sich die Besucher vom besonderen Engagement der Mitarbeitenden, aber auch von der würdevollen Atmosphäre des Hauses – und suchten nach den passenden Worten. „In Deutschland gibt es doch so ein besonderes Wort für Marzipan“, sagte der namibische Bischof, der dank eines längeren Aufenthaltes in Hessen Deutsch spricht. „Edelmarzipan, so sagt man doch. Ich finde auch, dass die Arbeit in diesem Haus äußerst edel ist“.

Alle Eindrücke, nicht nur die positiven, sondern auch kritische Fragen, werden die Teilnehmenden der ökumenischen Visite nach ihren Besuchen in Mülheim und in vielen weiteren rheinischen Gemeinden, Einrichtungen und Kirchenkreisen in einem Bericht zusammenfassen, den sie zum Abschluss ihres Besuches am Sonntag der Kirchenleitung mit Präses Manfred Rekowski an der Spitze überreichen werden.

 

 

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ala / 17.06.2015



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