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für den 30.07.2016

Es ist dir gesagt, Mensch, was gut ist, und was der HERR von dir fordert, nämlich Gottes Wort halten und Liebe üben und demütig sein vor deinem Gott.

Micha 6,8

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Grußwort "Ramadan Mubarak"

Für einen Dialog der Religionen

Für einen Dialog der Religionen sprechen sich die beiden großen christlichen Kirchen in Nordrhein-Westfalen in ihrer Grußbotschaft an die Muslime zum Fastenmonat Ramadan aus.

Kuppel in der Moschee an der Sandstraße Kuppel in der Moschee an der Sandstraße

Die drei evangelischen Landeskirchen und fünf katholischen Bistümer in Nordrhein-Westfalen haben sich zum muslimischen Fastenmonat Ramadan auch in diesem Jahr wieder mit einer gemeinsamen Grußbotschaft an die Muslime gewandt. Darin riefen sie dazu auf, dem in Teilen der Gesellschaft vorhandenen Desinteresse am interreligiösen Dialog – und der daraus resultierenden Unkenntnis – gemeinsam entgegenzuwirken. Nur so könne verhindert werden, dass Menschen für extremistische Weltanschauungen oder religiösen Fundamentalismus anfällig würden.

„Der Ramadan als eine Zeit der besonderen Hinwendung zu Gott und der Solidarität mit den Hungernden und Armen unserer Tage ist ein Geschenk nicht nur für die islamische Gemeinschaft, sondern für uns alle“, heißt es in dem jetzt veröffentlichten Schreiben. Denn nicht nur Muslime könnten ihn zum Anlass nehmen, sich ihrer ethischen und religiösen Werte zu versichern. Die gesellschaftliche Wirklichkeit ist allerdings oftmals eine andere: „Sie alle kennen die Ressentiments, die dem Islam in der deutschen Öffentlichkeit entgegengebracht werden. Oft sind diese Ressentiments Ausdruck einer nicht nur den Islam, sondern das Religiöse allgemein sehr kritisch bewertenden Geisteshaltung, die die Religion aus der Öffentlichkeit verdrängen will und ihre positiven Auswirkungen auf das Gemeinwesen grundsätzlich infrage stellt.“ Hier, so der Appell, seien Christen und Muslime gemeinsam gefordert: „Wir dürfen nicht darin nachlassen, in unseren eigenen Gemeinden ein Klima der Wertschätzung anderer Religionen zu fördern.“

Die acht Unterzeichner des „Ramadan Mubarak“ („Gesegneter Ramadan“) überschriebenen Grußwortes sind Erzbischof Hans-Josef Becker (Erzbistum Paderborn), Landessuperintendent Dr. Martin Dutzmann (Lippische Landeskirche), Bischof Dr. Felix Genn (Bistum Münster), Präses Annette Kurschus (Evangelische Kirche von Westfalen), Erzbischof Dr. Joachim Kardinal Meisner (Erzbistum Köln), Bischof Dr. Heinrich Mussinghoff (Bistum Aachen), Bischof Dr. Franz-Josef Overbeck (Bistum Essen) und Präses Manfred Rekowski (Evangelische Kirche im Rheinland).

 

 

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EKiR / ala / 10.07.2013



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