Termine
Sonntag, 26.06.2016 17:00 Uhr
pic
Mülheim an der Ruhr
und sonst
Public Viewing zur EM 2016
Sonntag, 26.06.2016 18:00 Uhr
pic
Mülheim an der Ruhr
Musik
Evensong
Sonntag, 26.06.2016 18:00 Uhr
pic
Mülheim an der Ruhr
und sonst
Public Viewing zur Fußball-EM 2016
mehr
Gottesdienste

Jeden Sonntag und an vielen anderen Tagen wird in den Gemeinden Gottesdienst gefeiert. Die nächsten Termine finden Sie hier.

mehr
Kirchengemeinden
Kirchengemeinden mehr
Losung

für den 26.06.2016

Fürchte dich nicht, denn ich bin mit dir und will dich segnen.

1.Mose 26,24

mehr
Service

Heißen

Kirchengemeinde Heißen feiert 125-jähriges Bestehen

125 Jahre besteht die Evangelische Kirchengemeinde Heißen und das wird in diesem Herbst gefeiert, unter anderem mit einem Festgottesdienst mit OKR Manfred Rekowski und viel Kunst und Musik in Kirchen und Gemeindezentren.

In die Gnadenkirche lädt die Gemeinde zum großen Festgottesdienst ein In die Gnadenkirche lädt die Gemeinde zum großen Festgottesdienst ein

In diesem Herbst feiert die Evangelische Kirchengemeinde Heißen ein besonderes Jubiläum: Sie besteht seit 125 Jahren. „Ich freue mich sehr, dass wir so ein großes Jubiläum feiern können“ sagt Reinhilde Lüninghöner-Czylwik, Vorsitzende des Heißener Presbyteriums und seit 25 Jahren Pfarrerin an der Gnadenkirche. „Das ist in der heutigen Zeit gar nicht selbstverständlich.“ Und umso mehr ein Grund zum Feiern. Beim großen Festgottesdienst kann Präses Schneider krankheitsbedingt leider nicht dabei sein, an seiner Stelle wird Oberkirchenrat Manfred Rekowski predigen. Kabarett- und Kunstprojekte stehen auf dem Festprogramm zum 125-Jährigen.

Das Festprogramm:
Freitag, 19. Oktober, 19.30 Uhr, Gemeindezentrum Gnadenkirche: Bunter Abend mit Buffet, Musik und Programm
Sonntag, 21. Oktober, 10.30 Uhr, Gnadenkirche: Musikalischer Festgottesdienst mit OKR Manfred Rekowski
Dienstag, 23. Oktober, 19 Uhr, Gemeindezentrum Gnadenkirche: Aus Alt mach Kunst – Buchobjekte gestalten
Freitag, 26. Oktober, 19.30 Uhr, Gemeindezentrum Gnadenkirche: Die kleine Bühne des Backsteintheater ist zu Gast
Sonntag, 4. November, 18 Uhr, Erlöserkirche: Joseph Haydn, Die Schöpfung

Die drei Heißener Kirchen haben ihr Umfeld mitgeprägt: „Die Gnadenkirche ist tief verwurzelt im alten Heißener Kern, auch die Erlöserkirche wurde beim Bau der Siedlung Heimaterde von Beginn an mitgeplant“, berichtet die Pfarrerin nicht ohne Stolz. Die Verbindung in den Stadtteil hinein ist ihr wichtig. „Dazu trägt nicht zuletzt die Jugendarbeit bei, die hier eine gut erreichbare Anlaufstelle aufgebaut hat, auch die Kirchenmusik von Wichtelchor über Instrumentalkreise bis zur Kantorei wird von vielen Heißenerinnen und Heißenern gut angenommen.“ Darüber hinaus bietet die Gemeinde in ihren drei Kirchen und Gemeindezentren ein weites Spektrum unterschiedlicher Angebote, das von traditionellen Gottesdiensten bis zu Filmgottesdiensten, von eher persönlich geprägten Gesprächs- und Bibelkreisen bis zu großen Vortragsveranstaltungen, von festen Gruppen bis zu offenen Workshops reicht.

Wenn Pfarrerin Lüninghöner an die Gründungszeit ihrer Gemeinde denkt, klingt ein wenig Wehmut mit: „Der Arbeitsbereich von PfarrerInnen hat sich seither sehr verändert. Damals blieb noch mehr Zeit, um einfach durch die Gemeinde zu gehen, Gespräche zu führen, Besuche zu machen. Heute er-zählen mir ältere Gemeindemitglieder noch von meinem Vorvorgänger: Der hat immer gerne ein Stück Kuchen mit uns gegessen.“ Mehr Zeit für persönliche Begegnungen wünscht sich Pfarrerin Lüninghöner oft. „Aber tauschen? Naja, … das wäre ja auch gar nicht möglich gewesen, als Frau hätte ich damals keine Chance gehabt.“

Blick in die Geschichte
1887 wurde die Kirchengemeinde Heißen gegründet. Damals gehörten noch der Essener Stadtteil Fulerum und Winkhausen dazu. Die Gnadenkirche ist sogar älter als die Gemeinde: 1883 wurde sie am Heißener Markt eröffnet. Die neugotische Backsteinkirche ist einer von drei „architektonischen Drillingen“ in der Stadt. Der Bedarf an neuen Gotteshäusern war seinerzeit groß, deshalb gab die Gemeinde beim Frankenberger Baumeister Roskothen gleich drei Kirchen „aus einem Guss" in Auftrag, um Geld zu sparen. So teilt sich die Gnadenkirche ihren Grundriss mit der Immanuelkirche in Styrum und der Speldorfer Lutherkirche. Gemeinsam feierte man 2010 125-jähriges Kirchbaujubiläum.

Bauherr war damals noch die Altstadtgemeinde, zu deren Gebiet Heißen gehörte. Im ehemals selbstständigen Ortsteil Heißen wuchs jedoch der Wunsch, sich von der Altstadtgemeinde zu lösen. Der erste Pfarrer wurde bereits 1876 eingeführt. Ab 1878 traf man sich zu eigenen Sonntagsgottesdiensten. Sie fanden in einem Schulgebäude statt, das an der Stelle der heutigen Kirche stand. 1882 erfolgte die Grundsteinlegung auf dem zentral gelegenen Grundstück am Heißener Markt, in Nachbarschaft zum Bürgermeisteramt. Schon am 24. Oktober 1883 konnte die Kirche eröffnet werden - allerdings noch ohne Turm, der wurde erst 1894 vorgesetzt.

Ihren Namen erhielt die Gnadenkirche erst 1929, mit der Eröffnung der zweiten Gottesdienststätte, der Friedenskirche am Humboldthain. Währenddessen wuchs die Gemeinde weiter, 1950 zählte sie 12.000 Mitglieder, ein dritter und zeitweise sogar vierter Pfarrbezirk wurde eingerichtet und 1962 die Erlöserkirche eröffnet. Sie feierte in diesem Frühjahr ihr 50-jähriges Bestehen. Zurzeit hat die Heißener Gemeinde drei Pfarrstellen an den drei Heißener Kirchen.

Ihre 125-jährige Geschichte ist nicht spurlos an der Gemeinde und ihren Gebäuden, besonders an der Gnadenkirche, vorübergegangen: Während des Ersten Weltkriegs lieferten die Bronzeglocken der Gnadenkirche einen begehrten Rohstoff, 1923 erhielt sie neue Eisengussglocken vom Bochumer Verein. Nach dem zweiten Weltkrieg durften die Heißener mit den Dachziegeln der Kirche ihre beschädigten Häuser decken. Der Gottesdienst fand dann im Vereinshaus des CVJM Heißen am Fünter Weg als Ausweichquartier statt.

Heute ist die Gnadenkirche ein offenes Haus - nicht nur zu den Gottesdiensten, sonntags um zehn. Regelmäßig geöffnet ist die Kirche immer donnerstags vormittags (10 bis 12 Uhr). Pfarrerin Lüninghöner-Czylwik freut sich über regen Besuch: „Viele kommen regelmäßig vorbei zum Kaffeetrinken, zum Beten oder einfach für eine kleine Erholungspause zwischendurch.“ Und im Gemeindezentrum trifft man immer wieder Gemeindeglieder, die auf ein Schwätzchen oder eine Tasse Kaffee reinschauen.

Die Friedenskirche lädt regelmäßig zu besonderen Aktionen ein – Büchermarkt, Haushaltswarenbörse, St. Martins Umzug, Public Viewing…

In der Erlöserkirche lockt die Orgel – ein Silbermann Nachbau der Firma Reil – namhafte Organisten zu Konzerten, und die Kinderbibelwoche in den Osterferien ist ein Anziehungspunkt für Kinder aus ganz Heißen. Eine offene Anlaufstelle, das sollen nicht nur die Kirchen, sondern auch die ganze Gemeinde in Zukunft bleiben.

 

 

Facebook, Twitter und Google+ einschalten
Seite drucken Seite versenden

12.10.2012



© 2016, Evangelischer Kirchenkreis an der Ruhr
Alle Rechte vorbehalten
Vervielfältigung nur mit Genehmigung