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Heißen

Rauf auf die Kanzel

Predigen, taufen, trauen, beerdigen: Ina-Kriege Egert, Jugendleiterin aus Heißen, hat ein neues Amt: Sie ist Prädikantin. In einem Gottesdienst wurde sie durch Superintendent Helmut Hitzbleck ordiniert.

Ina Kriege-Egert Ina Kriege-Egert

„Ein bisschen aufgeregt“, war sie in den letzten Tagen schon, das räumt Ina Kriege-Egert gerne ein. Nun wurde die Jugendleiterin aus Heißen in ihr neues (Neben-)Amt als Prädikantin eingeführt. „Ordiniert“ heißt das in der Kirchensprache, Superintendent Hitzbleck hat sie im Gottesdienst offiziell mit Wortverkündigung und Sakramentsverwaltung beauftragt. Das heißt: Die 41-Jährige darf jetzt nicht nur predigen, sondern auch trauen, taufen oder beerdigen.

Dass Ina Kriege-Egert nun ganz offiziell einen Talar tragen darf, ist für sie ganz persönlich etwas Besonderes. In den 90er-Jahren hatte sie schon Theologie studiert, in der Evangelischen Kirche von Westfalen aber dann keinen Vikariatsplatz bekommen. Während ihres zweiten Studiums (der Sozialpädagogik) erfuhr sie dann, dass es auch eine Ordinationsmöglichkeit für hauptamtliche Kirchenmitarbeitende gibt. „Das hat dann eine ganze Weile in mir gegärt“, erinnert sie sich. Sie nahm zwischenzeitlich die Arbeit in der Heißener Gemeinde auf. Vor zwei Jahren, nach einem Kongress, spürte sie: „Gott will mich jetzt an dieser Stelle haben“. Die Jugendleiterin meldete sich bei Wolfgang Sickinger, „ihrem“ Pfarrer an der Erlöserkirche und teilte ihm mit: „Ich mach das jetzt.“

Ein gutes Jahr Vorbereitungszeit hat die frisch Ordinierte nun hinter sich. Es gab zwei einwöchige Zurüstungs-Tagungen mit anderen Mitarbeitenden aus der Rheinischen Landeskirche. „Theologisch wurde einiges vorausgesetzt und persönlich gingen die Gespräche oft sehr in die Tiefe“, erinnert die Prädikantin sich an zwei intensive Wochen. Aber auch ganz praktische Dinge wurden geübt: Bei der Taufe etwa sollte das Wasser über den Kopf des Kindes laufen, besser nicht durch den Halsausschnitt den Babyrücken entlang. „Beim Üben haben wir viel gelacht.“

Auf den Weg zur Ordination hat sich die Jugendleiterin nicht allein gemacht. Ihr Mann Tobias Egert, ehrenamtlich in der Heißener Gemeinde engagiert, schloss sich an und begann die Prädikanten-Ausbildung für Laien. Da dieser Ausbildungsgang etwas umfangreicher ist, wird er seine Ordination erst 2014 feiern. Eine Kriege-Egert’sche Dialogpredigt gab es trotzdem schon. „Mein Mann ist immer auch der erste Leser meiner Manuskripte – umgekehrt ist es genauso“, berichtet Ina Kriege-Egert aus der familiären Predigt-Schmiede. „In unserer Herangehensweise und im persönlichen Stil sind wir ziemlich unterschiedlich. Bei der gegenseitigen Kritik wird es öfter recht lebhaft.“

Fünf- bis sechs Mal im Jahr wird Tobias Egert nun Erstleser sein, etwa jeden zweiten Monat wird Ina Kriege-Egert nun auf Heißener Kanzeln stehen. Ein Lieblingsthema für ihre Predigten hat sie „eigentlich nicht“. Sie greift das auf, was der liturgische Kalender vorgibt. Ihren voraussichtlich nächsten Einsatztermin kennt sie schon: Am 14. Oktober hält sie den Gottesdienst in der Gnadenkirche, die Predigt wird im Hause Kriege-Egert gerade vorbereitet.

 

 

 

 

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ala / 20.08.2012



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