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Hospiz

Richtfest an der Friedrichstraße

Der Richtkranz fiel etwas kleiner aus und hatte seinen Platz im Foyer des Rohbaus, dennoch war die Freude groß. Die Mülheimer feierten gemeinsam Richtfest für „ihr“ Hospiz. Noch in diesem Jahr soll das Haus an der Friedrichstraße bezugsfertig sein.

Der Neubau kommt ohne Dachstuhl aus, deshalb fand der Richtkranz seinen Platz auf einem Tisch im Foyer. (Foto: Köhring) Der Neubau kommt ohne Dachstuhl aus, deshalb fand der Richtkranz seinen Platz auf einem Tisch im Foyer. (Foto: Köhring)

Eine alte Unternehmervilla und einen Anbau findet, wer die Friedrichstraße 40 besucht. Hier entsteht das Mülheimer Hospiz, das erste Haus dieser Art in der Stadt. Der Weg bis zum Richtfest war für die Betreiber, die Stiftung Ev. Kranken- und Versorgungshaus und das Diakoniewerk Arbeit und Kultur, genauso fordernd wie die Frosttemperaturen am Tag der Feier. Nicht eingelöste Förderversprechen und Ringen mit Kostenträgern in den vergangenen zwei Jahren waren vielen Anwesenden noch in unguter Erinnerung. „Wir könnten bereits seit sechs Monaten voll belegt sein. Da sage noch einer, es gebe in Mülheim keinen Bedarf“, sagte Ulrich Schreyer als einer von zwei Geschäftsführern der Hospiz gGmbH.

Einrichtungsleiterin Judith Kohlstruck hieß zahlreiche Besucherinnen und Besucher willkommen. (Foto: Köhring)

Die Führungen durch den Rohbau stießen auf großen Interesse. (Foto: Köhring)

Superintendent Hitzbleck: "Das Haus bietet die Chance zum Abschied nehmen."

Prof. Klinkhammer, Kuratoriumsvositzender der Stiftung Ev. Kranken- und Versorgungshaus: "Wir sind weiter auf Spenden angewiesen."

Zahlreiche Gäste hörten die Reden zum Richtfest.

"Kamerad, schenk ein!"; Hospiz-Geschäftsführer Schreyer stößt mit dem Polier auf gutes Gelingen an. (Foto: Köhring)

Zum finanziellen Gelingen tragen zahlreiche Spender bei. Über 1000 Personen haben schon für das Mülheimer Hospiz gespendet. Neben der Sparkasse gaben auch Erivan Haub und der Mülheimer Wohnungsbau größere Summen. (Foto: Köhring)

v.l.: Nils B. Krog (Geschäftsführer Ev. Hospiz gGmbH), Judith Kohlstruck (Hospiz-Leiterin), Prof. Klinkhammer (Kuratoriumsvors. Stiftung. Ev. Kranken- und Versorgungshaus), Ulrich Schreyer (GeschäftsführerEv. Hospiz gGmbH) (Foto: Köhring)

„Es kann auch etwas werden, wenn es etwas dauert - und es wird etwas“, sagte Superintendent Hitzbleck beim Richtfest. Er lenkte den Blick auf die Chancen, die das Hospiz bietet, nämlich „in der Nähe von geliebten Menschen dem Lebensende entgegenzugehen, das auszusprechen, was noch ausgesprochen werden muss, voneinander Abschied zu nehmen oder die Hand zu halten.“

Über das, was das Haus nach seiner Fertigstellung einmal bietet, konnten sich die Besucher bei einer Führung mit Einrichtungsleiterin Judith Kohlstruck ein Bild machen. Im Neubau sind zehn Zimmer für Gäste, so nennt man die Bewohner eines Hospizes, entstanden. Hinzu kommen Gemeinschafts- und Therapieräume, ein Raum der Stille, Terrasse und Garten, auch ein Pflegebad wird eingerichtet. Für Angehörige gibt es Zimmer, damit auch sie bei Bedarf einmal im Hospiz übernachten können.

Mit dabei waren beim Richtfest auch schon Mitglieder des ehrenamtlichen Teams, das die Arbeit der Pflegekräfte ergänzen wird. Die Freiwilligen haben sich in den vergangenen Wochen und Monaten schulen lassen und werden für Gäste und Angehörige da sein, zuhören, mit ihnen spazieren gehen, wenn die Kräfte es erlauben, für die Gäste kochen oder ein Fest organisieren, oder auch Sitzwache am Bett eines Sterbenden halten.

Neben dem persönlichen Engagement braucht es auch Geld, um das Hospiz eröffnen und betreiben zu können. „Jedes Jahr an die 200.000 Euro“, so Prof. Dr. Klinkhammer, Kuratoriumsvorsitzender der Stiftung Ev. Kranken-und Versorgungshaus, muss der Träger als Eigenmittel aufbringen. Dazu sammelt der Förderverein Spenden (Konto 175 026 690 bei der Sparkasse Mülheim, BLZ 362 500 00).

Für die Gäste indes kostet der Aufenthalt in der Regel nichts. „Ein Arzt muss die Notwendigkeit bescheinigen“, erklärt Einrichtungsleiterin Judith Kohlstruck das Verfahren. Die zehn Plätze im Haus werden dann nach Dringlichkeit vergeben, Geldbeutel oder auch Konfession der Gäste spielen keine Rolle.

Informationen zum Mülheimer Hospiz gibt es im Netz: www.hospiz-mh.de und auch bei Einrichtungsleiterin Judith Kohlstruck, Telefon 0208. 309-2095.

 

 

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ala / 07.02.2012



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