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Kettwig

Pionierinnen im Pfarramt

Seit 40 Jahren sind Frauen im Pfarramt in der Rheinischen Kirche gleichberechtigt. Die lange Geschichte bis dahin erzählt die Ausstellung „Pionierinnen im Pfarramt“, die nun in Kettwig zu sehen ist.

In diesem Jahr feiert die Frauenordination, die offizielle Berufung in den Pfarrdienst, ihren 40. Geburtstag. Seit 1975 sind Pfarrerinnen und Pfarrer in der Evangelischen Kirche im Rheinland offiziell gleichberechtig. Gäbe es keine Frauen auf der Kanzel, bliebe diese in Kettwig meist leer. Hier besteht das Pfarrteam ausschließlich aus Frauen: Pfarrerin Silke Althaus, Pfarrerin Christiane Wittenschläger und Pfarrerin Gudrun Weßling-Hunder tun gemeinsam Dienst. – Was könnte besser passen, als die Ausstellung zu uns zu holen, sagte man sich in Kettwig.

Vom 4. bis 12. August ist die Ausstellung „Pionierinnen im Pfarramt – 40 Jahre Gleichstellung von Frauen und Männern in der Evangelischen Kirche im Rheinland“ in der Kapelle der Fachklinik Rhein-Ruhr zu sehen, vom 14. August bis 9. September steht sie dann in der Kirche am Markt in Kettwig. Dort wird die Ausstellung im Rahmen des Gottesdienstes am Sonntag, 16. August, 10.30 Uhr, eröffnet. Einen besonderen Gottesdienst zur Ausstellung gibt es am Sonntag, 30. August, 10.30 Uhr, mit Pfarrerin Silke Althaus.

Die Ausstellung schlägt einen Bogen von 1908, als die ersten Frauen in Preußen zum Studium an der Universität zugelassen wurden, bis zu ihrer rechtlichen Gleichstellung 1975. Anhand von historischen Dokumenten, einer Chronologie und beispielhaften Lebensbildern wird beleuchtet, wie Theologinnen gegen große Widerstände der Amtskirche ihren Weg ins Pfarramt erkämpften.

Im Januar 1975 hatte die damalige Landessynode den Zugang für die Theologinnen zu allen geistlichen Ämtern freigemacht. Die ersten voll ausgebildeten Theologinnen gab es mit der Öffnung der Universitäten für Frauen Anfang schon früher, doch in der Rheinischen Kirche duften sie nur eingeschränkt tätig sein, etwa Angebote für Frauen und Kinder machen. In Zeiten des Pfarrermangels sprangen Frauen als „Vikarinnen“ und „Pastorinnen“ ein. Ihnen wurde jedoch nur eine abgestufte Ordination zuteil, bis 1970 war sie an den Verzicht auf Ehe und Familie geknüpft, wie die Ausstellung zeigt.

Während der Landessynode im Januar wurde die Ausstellung der Öffentlichkeit vorgestellt. „Dass in unserer Kirche Pfarrerinnen, Superintendentinnen, Oberkirchenrätinnen geistliche Leitungsämter wahrnehmen, ist inzwischen selbstverständlich. Und sie sind nicht mehr wegzudenken: Ohne die Pfarrerinnen wäre heute schon ein Drittel der Stellen unbesetzt – in Zukunft noch mehr“, sagte Vizepräses Christoph Pistorius bei der Ausstellungseröffnung: „Wir brauchen Männer und Frauen in der Kirche – in allen Bereichen.“ Es sage etwas Wesentliches über die rheinische Kirche aus, dass in ihr Frauen und Männer gleichberechtigt mitarbeiteten. „Dass dies erst seit 40 Jahren in vollem Umfang so ist, ist erschreckend und beschämend“, erklärte Pistorius. Viel zu lange hätten männliche Amtsträger ihre Domäne gegen Frauen mit gleicher Ausbildung und Qualifikation verteidigt – ein Aspekt, den die Ausstellung nicht verschweige.

„Wir sind stolz darauf, dass wir Frauen in allen Ämtern haben“, so Irene Diller von der Genderstelle der rheinischen Kirche, „aber es liegt auch noch ein gutes Stück Weg vor uns zur gleichberechtigten Teilhabe von Frauen und Männern. Wir brauchen Vielfalt, damit unsere Kirche lebendig bleibt.“

Öffnungszeiten der Ausstellung in Kettwig:

Dienstag, 4. August, bis Mittwoch 12. August:
Kapelle der Fachklinik Rhein-Ruhr, Auf der Rötsch 2, 45219 Essen-Kettwig, geöffnet 9 bis 20 Uhr

Freitag, 14. August bis Mittwoch, 9. August:
Kirche am Markt zu Kettwig, Martin-Luther-Platz, 45219 Essen-Kettwig.
Besichtigung möglich vor und nach den Gottesdiensten, sowie im Rahmen der Offenen Kirche: dienstags und freitags, 10.30 bis 12 Uhr, samstags und sonntags von 15 bis 17 Uhr, außerdem am Sonntag 16. August 12 bis 18 Uhr, (Seerosenfest, mit Kircheneintrittsstelle) sowie auf Anfrage.

  • Eröffnung der Ausstellung im Gottesdienst am 16. August, 10.30 Uhr.
  • Gottesdienst zur Ausstellung am 30. August, 10.30 Uhr mit Pfarrerin Silke Althaus.

 

 

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ala / EKiR / 20.07.2015



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