Gottesdienste

Jeden Sonntag und an vielen anderen Tagen wird in den Gemeinden Gottesdienst gefeiert. Die nächsten Termine finden Sie hier.

mehr
Dienstag, 21. November, 13.30 Uhr
Der Wanderertreff
Diakonisches Werk Mülheim
Mittwoch, 22. November, 15.00 Uhr
Büchercafé Las Torres
Petrikirchenhaus
Donnerstag, 23. November, 00.00 Uhr
Büchercafé und Kleiderladen
Gemeindezentrum Albertstraße

 

> Alle Termine anzeigen

Kirchengemeinden
Kirchengemeinden mehr
Losung

für den 20.11.2017

Ihr sollt nichts dazutun zu dem, was ich euch gebiete, und sollt auch nichts davontun, auf dass ihr bewahrt die Gebote des HERRN, eures Gottes.

5.Mose 4,2

mehr
Service

ACK

Wenn Worte der Gewalt den Weg bahnen

Mit einem Gedenkgottesdienst in der Petrikirche erinnerte die Mülheimer Arbeitsgemeinschaft christlicher Kirchen (ACK) an die Opfer der NS-Pogrome vom 9. November 1938. In drei Kurzpredigten stand "die Macht der Worte" im Mittelpunkt.

„Lassen Sie uns miteinander Inspiration gewinnen und Kraft schöpfen, lassen Sie und gegenseitig stärken für ein respektvolles Miteinander“, begrüßte Leonie Türnau, Vorsitzende der Mülheimer ACK, die Gottesdienstbesucher zum Pogromgedenken in der Petrikirche.

Zu dem ökumenischen Gottesdienst unter der Überschrift „Die Macht der Worte“ hatte die die Mülheimer Arbeitsgemeinschaft christlicher Kirchen (ACK) eingeladen, um an die Opfer der NS-Pogrome vom 9. November 1938 zu erinnern und ein Zeichen gegen Antisemitismus zu setzen. Pfarrer i.R. Gerhard Bennertz schilderte beispielhaft die Lebensgeschichte zweier jüdischer Mülheimer Bürgerinnen, Eleonore Kaiser und Maria Djuk.  „Zu diesem Tag gehört es, an die Opfer zu denken, aber auch daran, dass es viele Christen warnen, die bei den Ausschreitungen zugesehen und Schuld auf sich geladen haben“, so Leonie Türnau.

In Auslegungen dreier biblischer Texte nahmen Superintendent Gerald Hillebrand, Stadtdechant Michael Janßen und Pastor Ekkehart Vetter in den Blick, welche Möglichkeiten in der Macht der Worte stecken und welche Gefahren vom gezielten Einsatz der Sprache ausgehen können.

Pastor Vetter von der Christusgemeinde mahnte zu mehr Achtsamkeit, auch in der alltäglichen Wahl der Worte heute. „So ist die Zunge nur ein kleines Körperglied und rühmt sich doch großer Dinge“, heißt es im Jakobusbrief. „Worte können prägen, lassen sich im Kopf und in den Herzen nieder“, führte Pastor Vetter aus. „Vorläufer der Novemberpogrome waren nicht nur die Hetzreden eines Goebbels, sondern sicher auch viele andere Worte, die vielleicht unbedacht gesagt oder geschrieben wurden.“

„Nicht nur Waffen können töten, sondern auch Worte können Menschen vernichten“, schloss Stadtdechant Michael  Janßen daran an.  Er griff Psalm 34 auf: „Bewahre deine Zunge vor Bösem und deine Lippen vor falscher Rede!“ Der Seelsorger erinnerte sich daran, wie er miterlebt hat, dass Menschen körperlich krank wurden, weil sie Verleumdungen anderer nicht hatten aushalten können. Stadtdechant Janßen: „Gott möge unsere Zungen bewahren, privat und öffentlich.“

Superintendent Hillebrand griff ein sehr konkretes Beispiel auf: „US-Präsident Trump reichen 140 Zeichen, um Meinung zu machen, Menschen zu beeinflussen und Emotionen zu wecken. Wahrheit und Aufrichtigkeit spielen dabei nicht immer eine Rolle. Wir erleben im Moment, dass Worte leichtfertig in die Welt gesetzt werden. Dabei steht es in unserer Macht, was wir mit der Kraft des Wortes tun“. Dabei erinnerte Superintendent Hillebrand an Luthers Weisung aus dem Katechismus, die eigene Zunge dazu zu gebrauchen, „von jedermann das Beste“ zu reden. Hillebrand: „Es ist an der Zeit, die Wirkung der Worte zu nutzen, um einander zu stärken, einander zu ermutigen und füreinander einzutreten, damit sich schlimme Dinge nicht wiederholen.“

 

 

 

Facebook, Twitter und Google+ einschalten
Seite drucken Seite versenden

ala / 09.11.2017



© 2017, Evangelischer Kirchenkreis an der Ruhr
Alle Rechte vorbehalten
Vervielfältigung nur mit Genehmigung