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für den 10.12.2016

Siehe, es kommt die Zeit, spricht der HERR, dass ich dem David einen gerechten Spross erwecken will. Der soll ein König sein, der wohl regieren und Recht und Gerechtigkeit im Lande üben wird.

Jeremia 23,5

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70 jahre nach Hiroshima und Nagasaki

"Herr, richte unsere Füße auf den Weg des Friedens"

Innehalten im Marktgewühl: Mit einem ökumenischen Friedensgebet gedachten evangelische und katholische Christen der Atombombenabwürfe auf Hiroshima und Nagasaki vor 70 Jahren.

Auf dem Synagogenplatz trafen sich rund 120 Mülheimerinnen und Mülheimer zum ökumenischen Gebet für den Frieden, zu dem das katholische Stadtdekanat gemeinsam mit dem Evangelischen Kirchenkreis eingeladen hatte. „Die Bibel sagt in aller Klarheit: Du sollst nicht töten“, sagte Superintendent Hitzbleck. „Und wir sind der Meinung: Die Regel gilt, in unserem kleinen Umfeld wie auch in der großen Politik. Wer gegen sie verstößt, muss sich rechtfertigen. Vor Gott und vor den Menschen. Überall dort, wo die Tendenz besteht, menschliches Leben und seinen Wert klein zu reden, gilt es Einhalt zu gebieten.“ Die Worte des Gedenkens begleitete Markus Zaja mit Saxophonmusik.

Schweigend zogen die Teilnehmenden des Friedensgebetes dann über Schloss- und Leineweberstraße auf den Kirchenhügel. „Danke, dass Sie sichtbar zeigen, was uns gemeinsam am Herzen liegt“, begrüßte Stadtdechant Michael Janßen die Teilnehmenden des Friedensgebetes in der Kirche St. Mariae Geburt zur abschließenden Andacht.

Superintendent Hitzbleck, Stadtdechant Janßen, Assessorin Tietsch-Lipski und Rolf Völker (Katholikenrat) in der Kirche St. Mariae Geburt Superintendent Hitzbleck, Stadtdechant Janßen, Assessorin Tietsch-Lipski und Rolf Völker (Katholikenrat) in der Kirche St. Mariae Geburt

Pfarrerin Dagmar Tietsch-Lipski, Assessorin des Kirchenkreises An der Ruhr, ließ die Ereignisse vom 6. und 9. August 1945 Revue passierten. Von einigen amerikanischen Militärs wurden die Atombombenabwürfe als historischer Meilenstein gefeiert – doch nicht alle teilten diesen Stolz. „Da war nichts als Tod in dieser Wolke“, notierte ein Mechaniker der US-Armee später. „Oh, mein Gott, was haben wir getan,“ sprach der Co-Pilot in den Bordfunk.

„Die Ansicht, dass die Bombenabwürfe nötig waren, um den Krieg zu beenden, ist sehr umstritten“, sagte Pfarrerin Tietsch-Lipski bei der Andacht in der Kirche St. Mariae Geburt. „Es wurde vielmehr offensichtlich: Das war lange nicht das Ende des Schreckens und der Gewalt“. Noch Jahrzehnte später lebten die Menschen im Schrecken der gegenseitigen atomaren Abschreckung. „Umso wichtiger ist es“, so Pfarrerin Tietsch-Lispki, „dass du Gott, unsere Füße auf den Weg des Friedens richtest und wir gemeinsam tun, was dem Frieden dient.“

Praktische Schritte auf dem Weg des Friedens und der Linderung von Kriegsfolgen gehen die Aktiven des Friedensdorfes Oberhausen international. Hans Georg Rittersbach, ehrenamtlich aktiv beim Friedensdorf, stellte die Arbeit der Einrichtung vor. Seit dem Vietnamkrieg werden in Oberhausen Kinder aufgenommen, die durch Kriege Verletzungen erlitten haben, die in ihrer Heimat nicht behandelt werden können. Aktuell leben rund 150 Kinder zwischen zwei Monaten und elf Jahren im Friedensdorf. Etwas genauso viele sind in Krankenhäusern in Behandlung. Heute kommen viele Kinder aus Afghanistan, aber auch aus ehemaligen Sowjetrepubliken oder dem Gazastreifen. In Oberhausen bereiten sie sich auf die Rückkehr in ihre Heimat vor. „Und bei uns spielen sie friedlich miteinander, ganz anders als die ,Großen‘ in der Welt“, berichtete Hans Georg Rittersbach. Wer die Arbeit des Friedensdorfes näher kennenlernen möchte, ist herzlich zum Dorffest am 12. September eingeladen. Die Ehrenamtlichen des Friedensdorfs kommen auch gerne in Gruppen und Kreise, um ihre Arbeit vorzustellen.

 

 

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ala / 06.08.2015



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