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Kreissynode An der Ruhr

"Teilen, aber wie?"

Konzeptionsfragen prägten die Herbstsynode des Kirchenkreises An der Ruhr. Die Synodalen berieten außerdem die Regelung der Vermögensaufsicht, eine Datenerhebung zum Personalplanungsgesetz und die Aufstellung der Gehörlosenseelsorge.

Superintendent Helmut Hitzbleck Superintendent Helmut Hitzbleck

Konzeptionsfragen prägten die Herbstsynode des Kirchenkreises An der Ruhr, die am 8. und 9. November in Mülheim tagte. Die Synodalen hörten und diskutierten einen Arbeitsbericht der Steuerungsgruppe zur Konzeptionsentwicklung und berieten unter anderem über die Neukonzeption der Gehörlosenseelsorge, über die Regelung der Vermögensaufsicht für den Kirchenkreis und seine Gemeinden, sowie über eine Datenerhebung zum Personalplanungsgesetz.

„Kirche muss teilende Kirche sein. Sie muss die Sorgen und Nöte der Menschen teilen. Sie muss teilen, um Bedürftigkeit zu mildern, wo sie zu sehen ist. Und sie muss Bedürftigkeit verhindern, wo sie zu entstehen droht“, sagte Superintendent Helmut Hitzbleck in seinem Bericht (vollständiger Text im pdf-Dokument unten) vor den Synodalen. Seinen Appell bezog er auf die Solidarität mit den Flüchtlingen vor Lampedusa ebenso wie auf den Zusammenhalt innerhalb der Kirche, wenn es um Ressourcenverteilung geht. Das Abgeben müsse nicht ausschließlich materiellen Verlust bedeuten, sondern stelle möglicherweise auch ein (symbolisches) Tauschgeschäft dar oder sichere sogar die Grundlage der eigenen Existenz in einem solidarischen System. Mit Blick auf den Fortgang des Konzeptionsprozesses für Kirchenkreis und Gemeinden appellierte der Superintendent an alle Beteiligte, sich auf Ziel und Weg zu einigen, auch wenn man dabei im Einzelfall von eigenen Interessen Abstand nehmen müsse: „Das heißt, wir müssen Ergebnisse akzeptieren, die nicht unsere sind und müssen den Weg dennoch weiter mitgehen.“

Mit aktuellen Zwischenergebnissen des Konzeptionsprozesses befassten sich die Synodalen in einem inhaltlichen Schwerpunkt am zweiten Tag der Verhandlungen. Karton-Pyramiden veranschaulichten dabei zwei verschiedene Schwerpunktsetzungen, die die Steuerungsgruppe und die Presbyterien für die künftige Arbeit in Kirchenkreis und Gemeinden entwickelt hatten. In einer Workshop-Phase waren die Synodalen dann eingeladen, neben die beiden vorgestellten Modelle ein eigenes zu setzen. Dazu diskutierten sie in Kleingruppen die Gewichtung unterschiedlicher kirchlicher Arbeitsfelder.

Der Präsentation vorausgegangen waren die Monate seit der letzten Som-mersynode, in denen die Steuerungsgruppe Gespräche mit Vertretern aller kirchlicher Handlungsfelder geführt und in den Presbyterien Kriterien zur Priorisierung verschiedener Arbeitsbereiche abgefragt hatte.

Die Steuerungsgruppe zur Konzeptionsentwicklung war 2011 von der Synode eingesetzt worden und ist beauftragt, zum Jahr 2014 zukunftsfähige Szenarien für die weitere Arbeit in Kirchenkreis und Gemeinden zu entwickeln. In der Gruppe arbeiten VertreterInnen aus allen Gemeinden, aus den Kuratorien der evangelischen Einrichtungen sowie aus dem Kreissynodalvorstand mit.

Ferner beschäftigten sich die Synodalen mit der landeskirchlich vorgeschriebenen Finanzaufsicht des Kirchenkreises über die Gemeinden. Dabei stimmten sie einem neuen Verfahren zu: Künftig legen die Gemeinden dem Kreissynodalvorstand jährlich ihre fortgeschriebene mittelfristige Finanzplanung vor. So wird gewährleistet, dass bei zurückgehenden Ausgleichsrücklagen zeitig reagiert werden kann.

Erstmals vorgelegt wurden den Synodalen die Ergebnisse einer Erhebung zur Personalplanung. Anlass der Erhebung: Per landeskirchlichem Gesetz sind alle Kirchenkreise aufgefordert, die Zahl der beruflich Mitarbeitenden ihrer Gemeinden zu erheben, um auch gemeindeübergreifend planen und kooperieren zu können.

Erneut auf der Tagesordnung stand der Antrag der Kirchengemeinde Kettwig zum Wechsel in den Kirchenkreis Essen. Zwischenzeitlich war jedoch eine Arbeitsgruppe ins Leben gerufen worden, um die finanziellen Rahmenbedingungen des Kirchenkreiswechsels auszuarbeiten. Daher wurde der Antrag vertagt, so dass ein Wechsel frühestens zum Jahr 2015 erfolgen wird.

Zu folgenden weiteren Themen fasste die Kreissynode an der Ruhr Beschlüsse:

Gehörlosen- / Schwerhörigen Seelsorge
Bislang beteiligt sich der Kirchenkreis An der Ruhr anteilig an der Finanzie-rung einer gemeinsamen Pfarrstelle mit den Kirchenkreisen Essen und Oberhausen. In der Rheinischen Landeskirche jedoch ist die Seelsorge für Gehörlose und Schwerhörige zurzeit nicht flächendeckend sichergestellt. Um dieses Ziel zu erreichen, sind die Kirchenkreise nun zur Kooperation angehalten. Mülheim gehört nach dem nun auch von der Kreissynode An der Ruhr bestätigten Plan zur Region Ruhr / Niederrhein. Künftig wird sich der Kirchenkreis innerhalb des regionalen Modells an der Finanzierung beteiligen.

Visitationen
Die Kreissynode beschloss bis einschließlich 2015 von Visitationen abzuse-hen. (Reguläres Verfahren ist, dass der KSV jährlich eine Gemeinde / einen Arbeitsbereich visitiert.) Viele Fragen, die im Rahmen einer Visitation besprochen würden, fließen aktuell in den Konzeptionsprozess ein. Durch das vorgestellte Verfahren zur Finanzaufsicht ist gleichfalls eine fortlaufende Teilvisitation gewährleistet.

Haushalt
Turnusgemäß beschlossen wurden Haushalts- und Stellenpläne für das kommende Jahr sowie die Entlastung von Jahresrechnungen.

Kreiskirchliche Kollekten
Die Kollekten am 5. Januar 2014 und am 2. März 2014 kommen je hälftig der Notfallseelsorge und der Unterstützung HIV-/AIDS-Betroffener im Partnerkirchenkreis „Northern District“ in Daressalam/Tansania zu Gute.

Wahlen
Einige Nachwahlen zu zwischenzeitlich frei gewordenen Positionen in ver-schiedenen Gremien fanden statt. Gewählt wurden: Martha Vahrenkamp (Anstaltskgm. Theodor Fliedner Werk) als stellvertretende Vorsitzende des Fachausschusses „Soziale Gerechtigkeit und Gleichstellung“, Dagmar Auberg (Lukaskirchengemeinde) als stellvertretendes Mitglied im Kuratorium der Ev. Beratungsstelle für Erziehungs-, Ehe- und Lebensfragen und Pfarrer Michael Manz (Kgm. Heißen) als Synodalbeauftragter für SeniorInnenarbeit.

In Kleingruppen erarbeiteten die Synodalen eigene Gewichtungen der Arbeitsfelder.

Arbeitsfeldgewichtung der Steuerungsgruppe

Arbeitsfeldgewichtung der Presbyterien

Arbeitsfeldgewichtung der Synodalen

Vertreter der Steuerungsgruppe stellten sich den Fragen der Synodalen.

Mitdenker gefragt

 

 

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ala / 06.11.2013



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