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für den 18.01.2018

Du bist die Zuversicht aller auf Erden und fern am Meer.

Psalm 65,6

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Jahreslosung 2018

Dem Durstigen von der Quelle geben

In der Jahreslosung sieht Präses Rekowski einen Hinweis auf das Reich Gottes: Es kann sich zeigen, wenn Menschen füreinander sorgen, wenn sie sich der Not Anderer annehmen, wenn sie im Wortsinne und auch in übertragener Bedeutung Durst löschen.

Bild: Jürgen Acker / pixelio.de Bild: Jürgen Acker / pixelio.de

Gott lässt die Menschen nicht alleine. Er will Frieden und Gerechtigkeit. Deswegen will er die Verhältnisse in der Welt nicht lassen, wie sie sind. Diese frohe Botschaft Gottes gilt schon jetzt und hier. Deswegen ist das Evangelium  gesellschaftlich und politisch relevant. Das unterstreicht der Präses der Evangelischen Kirche im Rheinland, Manfred Rekowski, in seiner Botschaft zum neuen Jahr, in der er auf die Jahreslosung 2018 aus der Offenbarung des Johannes Bezug nimmt. Dort heißt es: „Ich will dem Durstigen geben von der Quelle des lebendigen Wassers umsonst.“

„Die Verheißung gilt im Wortsinne, aber auch darüber hinaus in einem übertragenen Sinne. In den Seligpreisungen im Matthäusevangelium preist Jesus jene, die nach Gerechtigkeit hungern und dürsten“, so der oberste Repräsentant der rheinischen Kirche: „Der Durst, den wir elementar als Durst nach Wasser erleben können, ist im übertragenen Sinne auch ein Durst nach Gerechtigkeit. Der Durst steht darüber hinaus im umfassenden Sinn für unser bedürftiges Leben, für unser beschädigtes Leben, für unser bedrohtes Leben. Lebendiges Wasser umsonst zu haben, bedeutet, am Leben so Anteil zu haben, wie Gott es gedacht hat: ,Leben in Fülle‘ – gelingendes Leben und friedliches Zusammenleben.“

Die Worte der Jahreslosung stehen im letzten Kapitel der Offenbarung des Johannes und sind mit der endgültigen Aufrichtung des Reiches Gottes auf Erden verbunden, erklärt Präses Rekowski: „Die Worte sind ein zentraler Bestandteil der großen Verheißung Gottes, mit der die Texte des Neuen Testaments enden. Sie meint keine Vertröstung, nicht eine Verschiebung auf eine ferne, unerreichbare Zeit. Denn das Reich Gottes, so der zentrale Inhalt der Predigt Jesu, das Reich Gottes hebt schon jetzt an. Schon jetzt ist es mitten unter uns. Schon jetzt können Menschen erleben, die unerträglichen Durst haben, dass sie von der Quelle des lebendigen Wassers schöpfen können – umsonst. Das Reich Gottes kann sich zeigen, wenn Menschen füreinander sorgen, wenn sie sich der Not anderer Menschen annehmen, wenn sie im Wortsinne und auch im übertragenen Sinne Durst löschen.“

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EKiR.de / ala / 03.01.2018



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