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Selten erbaulich, immer provokant

Mit einer Vorlesung zum Weihnachtsevangelium des Johannes endet eine kleine Ära in der Ev. Ladenkirche: Prof. Ulrich Kellermann lädt zum letzten Mal ein ins Biblische Lehrhaus.

Prof. Dr. Ulrich Kellermann Prof. Dr. Ulrich Kellermann

„Wurde Gott wirklich Mensch? Das Weihnachtsevangelium aus Johannes 1,1-18", ist die letzte der vielen prägnanten Überschriften, die Prof. Ulrich Kellermann für seine ungezählten Veranstaltungen im „Biblischen Lehrhaus“ gefunden hat. Am Dienstag, 19. Dezember, 19.15 Uhr, öffnet das Biblische Lehrhaus in der Evangelischen Ladenkirche, Kaiserstraße 4, zum letzten Mal seine Pforten. Wie immer mit einem Titel, der sich beim Lesen anfühlt wie ein kleiner Stolperstein.

„Es geht bei der Auslegung dieses Textes um den theologisch populären, mit der Botschaft der Bibel aber nicht zu vereinbarenden weihnachtlichen Lehrsatz, dass Gott Mensch wurde. Die Menschwerdung Gottes bleibt ein Dogma der Kirche, das wie manche andere von der Heiligen Schrift nicht gedeckt ist“, erläutert der Theologe mit Lust an der kleinen vorweihnachtlichen Provokation. Die Protestanten in Holthausen kennen Ulrich Kellermann auch noch als ihren Gemeindepfarrer. 1980 wurde Kellermann zum Professor für Altes Testament in Münster ernannt und hatte bis 1992 einen Lehrauftrag an der Kirchlichen Hochschule Wuppertal inne. Nach seiner Pensionierung im Jahr 2000 suchte er sich mit dem „Lehrhaus“ ein neues Betätigungsfeld. Zunächst im Evangelischen Krankenhaus und seit 2008 dann in der evangelischen Ladenkirche hielt der Theologe die „wissenschaftliche Vorlesung für Laien“, wie er das Biblische Lehrhaus selber versteht.

Aus Altersgründen gibt der 81-jährige Mülheimer Theologe die beliebte Veranstaltungsreihe auf. Für die treuen Besucherinnen und Besucher des Lehrhauses hat Ulrich Kellermann nun ein letztes Mal in die alten Quellen und neuesten Kommentare geschaut. Und will nicht gehen, ohne die Zuhörerinnen und Zuhörer ein wenig mit der Weihnachtsgeschichte zu versöhnen: Nicht Gott wurde Mensch, aber doch sein Wort. „Das Weihnachtsevangelium des Johannes, das diesem ,Weihnachtsslogan‘ am nächsten kommt, entfaltet die Botschaft, dass das Wort Gottes Mensch wurde, das heißt, im Menschen Jesus von seiner Geburt bis zu seinem Tod einen einmaligen Träger fand. Statt „Gott ist Mensch geworden“ müsste es heißen ,Das ewige göttliche Wort ist Fleisch geworden‘“, sagt der Theologe – Wer mehr dazu hören möchte, ist herzlich eingeladen, am 19. Dezember in die Evangelische Ladenkirche zu kommen.

„Voller Ketzereien“, sei das Lehrhaus gewesen, sagt der Professor - und nicht ohne akademischen Stolz: „Es sind immer die neuesten wissenschaftlichen Erkenntnisse der historisch-kritischen Auslegung mit eingeflossen.“ Das was dabei herauskam, war „sicherlich keine erbauliche Bibelstunde“, sondern oft irritierend. „Ich habe bewusst nach ,schwierigen‘ Bibelstellen gesucht“, erklärt der Professor sein Vorgehen. Besonders in Erinnerung geblieben sind ihm etwa eine eingehende Auslegung der Bergpredigt oder gut besuchte Veranstaltungen als es um Darstellungen von Homosexualität im Neuen Testament ging. Kellermann: „Ich habe von Jahr zu Jahr neu geschaut, was gerade aktuell ist.“ Nun blickt er voraus auf das Jahr 2019. Der Theologe wird das Forschen nicht lassen und bereitet gemeinsam mit einem Arbeitskreis das anstehende Tersteegen-Jubiläum zum 250. Todestag des pietistischen Predigers vor.

 

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ala / 05.12.2017



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