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Neujahrsempfang

Hoffnungspreis für die Netzwerker

Sie führen Menschen zusammen, die sonst oft auf sich allein gestellt wären, dafür bekamen die Netzwerke Broich und Saarn beim diesjährigen Neujahrsempfang den Hoffnungspreis des Kirchenkreises An der Ruhr.

Nicht nur der Hoffnungspreis wurde verliehen. Mit Prof. Dr. Dieter Beese (Ev. Fachhochschule Bochum) war auch ein in Mülheim bestens bekannter Festredner zu Gast im Altenhof. Vor über 260 geladenen Gästen nahm er eine Bestandsaufnahme vor: „Abbau ohne Ende oder Kirche mit Zukunft?“.

Die Bestandsaufnahme der nun ausgezeichneten Netzwerke in der Ev. Kirchengemeinde Broich-Saarn fällt sechs bzw. sieben Jahre nach ihrer Gründung beeindruckend aus. Rund 35 Gruppen gibt es: Frühstückstreff, Kegeln, Radfahren und viele mehr. Mittlerweile wachsen sogar sehr konkrete Pläne des Saarner Netzwerkes zu einem gemeinsamen Wohnprojekt für die dritte Lebensphase. Zu den Monatstreffen der Netzwerke kommen oft 100 Menschen und mehr zusammen. „Am Anfang hat sich niemand vorstellen können, welchen Erfolg wir einmal haben sollten“, sagte Klaus-Peter Schorse vom Netzwerk Saarn in seiner Dankesrede. „Und jetzt sind wir fast schon an der Grenze unserer Kapazitäten“.

Die Kapazitäten der Netzwerke reichen indes weit über Gruppenangebote hinaus. „Es sind auch echte Freundschaften daraus entstanden“, so Schorse. „Die Idee war, Menschen über 50 Kontaktmöglichkeiten zu bieten, eine neue Anlaufstelle, nachdem sie aus dem Arbeitsleben ausgeschieden sind oder vielleicht auch den Partner oder die Partnerin verloren haben.“ Das beispielhafte Gelingen dieser Idee wurde mit dem nunmehr zum 14. Mal verliehenen Hoffnungspreis des Kirchenkreises An der Ruhr belohnt.

Die größte Herausforderung für die Ausgezeichneten indes, war es, die Nachricht über den Preis geheim zu halten. Traditionell wird erst mit der Verleihung öffentlich, wer den Hoffnungspreis bekommt. Da hatten die ehrenamtlichen Köpfe des Netzwerkes es nicht gewagt, eine dreistellige Zahl von Mitstreiterinnen und Mitstreitern vor der Preisübergabe einzuweihen. Die so Überraschten dürften das ihren Gruppenleitern nachsehen. Die Freude über den Preis war allseits groß, auch wenn die insgesamt 1500 Euro Preisgeld voraussichtlich nicht komplett im Netzwerk verbleiben. „Wir wollen gerne auch etwas spenden. Die Jugend und auch das Hospiz liegen uns am Herzen“, sagte Klaus-Peter Schorse.

Prof. Dr. Dieter Beese Prof. Dr. Dieter Beese

Einen Blick in die Zukunft warf Superintendent Hitzbleck in seinen Worten zur Eröffnung des Neujahrsempfangs. „Wir haben hier keine bleibende Stadt, sondern die zukünftige suchen wir.“ Die Jahreslosung 2013 aus dem Hebräerbrief stand im Mittelpunkt seiner Begrüßung. „Einen Trosttext“, nannte Superintendent Hitzbleck die beiden Verse. Einen Text, der verspricht, „es gibt ein ,Danach‘ nach dieser Lebenssituation und Gott wird uns dahin begleiten.“ Hitzbleck appellierte, das Warten auf das „Danach“ nicht zu lange aufzuschieben und „das Machbare schon jetzt zu gestalten“, zum Beispiel im Zusammenleben von Christen und Muslimen. „Lasst uns die Stadt suchen, die unseren Kindern und Enkeln ein Zuhause in Frieden bietet.“

Eine Inventur zum aktuellen Zustand der Kirche nahm Prof. Dr. Dieter Beese in seinem Festvortrag, vielleicht der zweite Trosttext des Abends, vor. Den Aktiven im Kirchenkreis ist Beese vielfach noch als Vikar, Pastor im Hilfsdienst und Pfarrer der Markuskirchengemeinde (1981 – 1991) bekannt. Unkenrufen und Schwarzmalereien wollte sich der Theologe von der Ev. Fachhochschule Bochum nicht anschließen. Die evangelische Kirche sei immer noch präsent in der öffentlichen Wahrnehmung, durch Personen und Institutionen, aber auch in den Medien, führte er aus.

Sinkende Mitgliederzahlen und schwindende Finanzmittel seien Fakt, sollten aber nicht der bestimmende Faktor sein. „Wir werden eher den schmalen und den steinigen Weg gehen, als den breiten und bequemen. Aber dabei brauchen wir uns nicht zusätzlich noch zu geißeln, es besteht kein Rekordzwang.“ Natürlich gelte es, die kirchliche Infrastruktur an die Finanzlage anzupassen, dabei könnten die Evangelischen auch „streiten wie die Kesselflicker“, letztlich gelte es jedoch, die eigenen Grenzen zu (er) kennen und sich und andere vor Überforderung zu bewahren.

Es gelte, die immer noch starke Position der Kirche in der Öffentlichkeit zu nutzen: „Wo Christen schweigen, werden andere sich zu Wort melden.“ Es liege an den Christen selbst: „Je fröhlicher sie glauben, je brennender sie lieben und je freier und unverkrampfter sie sich bekennen, desto einladender wird das Christsein auf andere wirken.“

 

 

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ala / 03.12.2012



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