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Reformationstag 2014

Der Samen zu Gottes Reich

„Welche Reformen brauchen wir wirklich?“ darüber predigte Superintendent Helmut Hitzbleck im Reformationsgottesdienst in der Petrikirche.

Superintendent Helmut Hitzbleck predigte im Reformationsgottesdienst Superintendent Helmut Hitzbleck predigte im Reformationsgottesdienst

Wer die Kirchengeschichte verfolgt, stößt auf eine Geschichte voller Reformen – schon lange vor dem Wirken des bekanntesten Reformators Luther und auch danach. Nicht mehr gewünschte Götterfiguren wurden dereinst eingesammelt, die Konfession nach dem Wohnsitz im einen oder anderen Fürstentum bestimmt, und auch die aktuelle rheinische Kirchenleitung kommt nicht ohne Veränderungsbemühungen aus, wenn sie die Finanzlage der Kirche sichern will.

Doch was sind die Reformen, die unsere Kirche wirklich weiterbringen? – Dieser Frage ging Superintendent Helmut Hitzbleck in seiner Predigt im gut besuchten Reformationsgottesdienst in der Petrikirche nach. Dabei erinnerte er an die Pharisäer, die von Jesus wissen wollten, wann das Reich Gottes denn komme. „Das Reich Gottes kommt nicht so, dass man's beobachten kann; man wird auch nicht sagen: Siehe, hier ist es! Oder: Da ist es! Denn siehe, das Reich Gottes ist mitten unter euch“, lautete Jesus‘ Antwort (Lukas 17, 20-21).

„Das Reich Gottes steckt in uns, es ist uns Menschen mitgegeben“, führte Superintendent Hitzbleck in seiner Predigt aus. „Wenn wir von Reformen reden, müssen wir von unserer eigenen Erneuerung reden. Was entdecken wir, wenn wir in uns hineinschauen und wie können wir es nutzbar machen?“
Dabei funktioniere die Sache mit dem inneren Reich Gottes nicht auf Knopfdruck. „Manchmal erreicht uns das Wort Gottes, ein anderes Mal kommt es nicht zum Tragen.“ Das könne auch in unterschiedlichen Lebensphasen ganz verschieden sein. „Das Reich Gottes kann ganz unterschiedliche Ausprägungen haben, aber es ist in uns.“

Dabei gehe nicht um Selbstoptimierung, in dem Sinne, sein inneres Reich Gottes möglich perfekt zu machen. Dank der Reformation sind die Gläubigen versichert: „Wir können zu Gott kommen, auch mit allem, was nicht gelungen ist. Mit allem, wofür wir gekämpft und was wir nicht erreicht haben. Wichtig ist: Wir können uns wahrnehmen und damit unmittelbar vor Gott treten. Ganz direkt und ohne Umwege können wir ihm vortragen, was uns bewegt.“

Die Reformation, die gelingen kann, das ist, so Superintendent Hitzbleck, „die Suche nach dem Samenkorn, das Gott in uns angelegt hat“. Und immer wieder gebe Hoffnung stiftende Signale, dass das auch gelingt „Sehen Sie die positiven Zeichen“, rief der Superintendent die Gemeinde auf, „zum Beispiel die vielen Menschen, die sich ehrenamtlich engagieren, um etwas für Andere zu bewegen.“

Felicia Friedrich und Gregory Ganyair bereicherten den Gottesdienst musikalisch mit vertonten Psalmen und einem gesungenen Glaubensbekenntnis. Felicia Friedrich und Gregory Ganyair bereicherten den Gottesdienst musikalisch mit vertonten Psalmen und einem gesungenen Glaubensbekenntnis.

 

 

Stichwort: Reformation

Am Reformationstag erinnern sich die evangelischen Christen an Martin Luther, der der Überlieferung nach am 31. Oktober 1517 seine 95 Thesen zu Ablass und Buße an die Schlosskirche zu Wittenberg schlug. Die damalige Auffassung: Nur durch gute Taten und auch durch erkauften Ablass lasse sich Gottes Liebe „verdienen“. Luther kritisierte diese Vorstellung: Gottes Zuwendung muss nicht erst verdient werden. Die Erlösung aller Menschen ist stellvertretend durch Jesu Tod am Kreuz geschehen. Mit dieser von vielen Menschen als befreiend empfundenen Argumentation gab Luther den Anstoß zur Reformation.

2017 wird bundesweit das 500-jährige Reformationsjubiläum gefeiert werden. Mit Veranstaltungen im Rahmen der Reformationsdekade bereiten sich die Evangelischen in Mülheim und Kettwig darauf vor und laden zum Mitfeiern ein. Jedes Jahr bis 2017 ist dabei einem speziellen Thema gewidmet: 2014 stand das Thema „Reformation und Politik“ im Mittelpunkt. Einen Monat lang, im Oktober, luden Gemeinden, Einrichtungen und Werke zu Veranstaltungen ein, in denen man spielerisch, erlebnisorientiert oder auch in sachlich-thematischer Auseinandersetzung einen Einblick in das Themenfeld gewinnen kann (mehr unter www.reformation.kirche-muelheim.de).

2015 wird das bundesweite Themenjahr zu „Bild und Bibel“ voraussichtlich im Rahmen eines Gastmahles aufgegriffen werden und 2016 steht die „Ökumene und Eine Welt“ beim großen Pfingstfest im Stadthallengarten im Mittelpunkt.

Weitere Informationen: www.2017.ekir.de, www.luther2017.de

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ala / 03.11.2014



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