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Kreissynode An der Ruhr

Synodale beschließen Regionalisierung

Für ein Regionalisierungsmodell entschied sich die Kreissynode im Zuge ihrer Konzeptionsdiskussionen unter der Überschrift "Evangelisch An der Ruhr". Ferner beschlossen die Synodalen, die Superintendentenfunktion weiterhin im Nebenamt auszugestalten.

Superintendent Hitzbleck leitet die Diskussion. Superintendent Hitzbleck leitet die Diskussion.

Konzeptionsentscheidungen unter der Überschrift „Evangelisch An der Ruhr“ waren Schwerpunkt der Frühjahrssynode des Kirchenkreises. „Denken und handeln in Regionen“ heißt das Szenario, an dem die zukünftige Arbeit in evangelischen Gemeinden, Einrichtungen und Werken im Kirchenkreis An der Ruhr ausgerichtet werden soll. Das Modell beinhaltet eine verstärkte Zusammenarbeit der acht Kirchengemeinden in drei Regionen. Ebenso legt es einen besonderen Schwerpunkt auf das Handlungsfeld „Familie stärken“. Das hat die Kreissynode An der Ruhr am Samstag bei ihrer Frühjahrstagung im Mülheimer Haus der Evangelischen Kirche beschlossen.

„Evangelisch An der Ruhr’ ist für uns mehr als eine Überschrift“, führte Assessorin Dagmar-Tietsch-Lipski aus. Sie hatte die Steuerungsgruppe zur Konzeptionsentwicklung geleitet. „Es ist die Aufforderung zu einem neuen Denken, das die Arbeit in Gemeinden, Einrichtungen und Werken als eine wahrnehmbare Einheit gestaltet.“ Wichtig sei, dass die Synode eine Richtungsentscheidung getroffen habe. „Beschlüsse über einzelne Arbeitsbereiche, Einrichtungen oder Werke standen in unserer Tagung heute nicht zur Debatte.“

Außerdem entschieden die Synodalen, dass die Funktion des Superintendenten künftig weiterhin im Nebenamt ausgeübt werden soll. In einem weiteren Tagesordnungspunkt hörten sie einen Sachstandsbericht zum von der Gemeinde Kettwig angestrebten Kirchenkreiswechsel und unterstützten per Beschluss die Kampagne „Make Chocolate Fair!“.

 

Dr. Joppien präsentiert das priorisierte Handlungsfeld Dr. Joppien präsentiert das priorisierte Handlungsfeld "Familie stärken".

Konzeption zu „Evangelisch An der Ruhr 2020“
Mit großer Mehrheit hatten die Synodalen zunächst die drei grundlegenden Teile der Konzeption „Evangelisch An der Ruhr“ verabschiedet: „Ziel und Auftrag“, „Glauben konkret“ und „Prioritäten“. In eingehender Textarbeit waren in Details noch Änderungen und Ergänzungen in den Konzeptionstext eingefügt worden (die überarbeitete Version ist in Kürze hier verfügbar). Im Anschluss gewann das Zukunftsszenario „Denken und Handeln in Regionen“ den mehrheitlichen Zuspruch der Synode. Das Modell sieht die verbindliche Kooperation von Kirchengemeinden in drei Regionen vor.

Das ebenfalls vorgestellte Szenario „Kirchliche Orte – Schnittstellen zur Gesellschaft“ fokussierte sich auf Kompetenzzentren auf Kirchenkreisebene bzw. das Szenario „Kirche vor Ort – Kirche der Zukunft“ auf die bestehenden Ortsgemeinden als Handlungsträger (Darstellung im Überblick siehe Downloadbox, detaillierte Darstellung jeweils hier).

Das von der Synode favorisierte Szenario „Denken und Handeln in Regionen“ baut auf ein Kooperationsmodell der Kirchengemeinden in drei Regionen. Eine zuvor vorgeschlagene konkrete Aufteilung der Regionen wurde von der Synode jedoch noch nicht festgelegt. Das Modell sieht vor, dass in neuen Regionalkonferenzen gemeindeübergreifend Arbeitsschwerpunkte koordiniert und solidarisch finanziert werden, während die einzelnen Kirchengemeinden weiterhin Anstellungsträger für Mitarbeitende bleiben. Hinzu kommt eine starke Vernetzung der evangelischen Akteure in Gemeinden, kreiskirchlichen Einrichtungen und Werken, um Perspektiven für „Evangelisch An der Ruhr 2020“ aufzuzeigen.

Das Regionalisierungsmodell legt zusätzlich einen besonderen Schwerpunkt auf das Handlungsfeld „Familie stärken“. „Wir möchten Familien darin unterstützen, den Glauben zu vermitteln“, führte Dr. Heinz-Jürgen Joppien für die Steuerungsgruppe aus. „Dieses Thema wird sonst oft an KiTas oder den Kindergottesdienst delegiert.“ Hier soll künftig eine Familienkonferenz die evangelischen Angebote für Kinder und Jugendliche bündeln und um neue Impulse für Familien erweitern.

Der Kreissynodalvorstand wird zudem beauftragt, bis zur Herbstsynode im November Schritte zur Umsetzung zu prüfen und einen Entwurf einer Gesamt-Personalkonzeption zur Beratung vorzulegen. Besonders sollen dabei Kommunikationskultur, Vernetzungsgedanken und eine Neuorganisation der Ausschussarbeit berücksichtigt werden.

 

Der Antrag, die Superintendentenfunktion künftig als Hauptamt auszugestalten, verfehlte die nötige Zwei-Drittel-Mehrheit um eine Stimme. „Diese Lösung hätte mir den ,Spagat‘ zwischen Amtsaufgaben und den Interessen meiner Gemeinde erspart und mir mehr Freiräume in den laufenden Veränderungsprozessen erschafft“, erklärt Superintendent Hitzbleck. So bleibt es bei der gehabten Konstruktion: Superintendent Hitzbleck behält weiterhin seine Pfarrstelle in der Vereinten Evangelischen Kirchengemeinde (VEK), wird vor Ort aber mit 75% Dienstumfang entlastet.

 

Bericht Kettwig
Die Kirchengemeinde Kettwig verfolgt weiterhin den Antrag, in den Kirchenkreis Essen zu wechseln. Ein Weggang der Gemeinde würde für den Kirchenkreis An der Ruhr ein finanzielles Minus von rund 150.000 Euro pro Jahr bedeuten. Nach gemeinsamen Gesprächen der Kirchenkreise An der Ruhr und Essen mit der Landeskirche sind allerdings noch Fragen möglicher Ausgleichszahlungen des Kirchenkreises Essen an An der Ruhr offen. Gleichfalls offen ist, wie sich die Gemeinde Kettwig bezüglich des Gebietes Mülheim-Ickten verhält, das derzeit zum Kettwiger Gemeindegebiet gehört. Der Kirchenkreis An der Ruhr legt im Falle eines Wechsels Wert auf die Orientierung an den Mülheimer Stadtgrenzen. Die Gespräche werden fortgesetzt.

 

Kampagne "Make Chocolate Fair!" Kampagne "Make Chocolate Fair!"

„Make Chocolate Fair!“, heißt die Initiative, die der Kirchenkreis An der Ruhr mit seinem Synodenbeschluss unterstützt. Der Kirchenkreis wird Mitträger der Kampagne, die sich für faire Arbeitsbedingungen entlang der gesamten Lieferkette für Kakaoprodukte einsetzt. Gemeinden und Einrichtungen sammeln Unterschriften für eine entsprechende Petition (http://de.makechocolatefair.org/) an die Schokoladenunternehmen.

 

Wahlen

Nachbesetzt wurden folgende Positionen:

  • 1. Stellv. Abgeordnete zur Landessynode: Pfarrerin Bettina Roth (Vereinte Ev. Kgm.)
  • Mitglied des Kuratoriums des Diakonischen Werkes: Heide Schwickrath (Vereinte Ev. Kgm.)
  • Mitglied im Fachausschuss Jugend und Schule: Petra Busch, Kir-chengemeinde Heißen
  • Mitglied im Fachausschuss Öffentlichkeitsarbeit: Pfarrerin Reinhilde Lüninghöner (Kgm. Heißen)
  • Synodalbeauftragung Arbeitsgemeinschaft christlicher Kirchen (ACK): Pfarrer Thomas Jantzen (Kgm. Broich-Saarn)

 

 

 

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ala / 24.05.2014



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