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Konzeption

Perspektiven für Evangelisch An der Ruhr

Drei Zukunfts-Szenarios für "Evangelisch An der Ruhr 2020" legt die Steuerungsgruppe zur Konzeptionsentwicklung der Synode vor: ein Regionalisierungsmodell, sowie jeweils eines, dass sich auf die Gemeinde, bzw. auf thematische Kompetenzzentren fokussiert.

Prioritäten-Pyramiden hatte die Steuerungsgruppe gemeinsam mit Synodalen und Presbyterien aufgestellt - und daraus Zukunftsentwürfe entwickelt. Prioritäten-Pyramiden hatte die Steuerungsgruppe gemeinsam mit Synodalen und Presbyterien aufgestellt - und daraus Zukunftsentwürfe entwickelt.

Drei Zukunftsszenarios für die Arbeit im Kirchenkreis An der Ruhr legt die Steuerungsgruppe zur Konzeptionsentwicklung der Kreissynode vor. Die tagt am Samstag, 24. Mai, ab 8.30 Uhr, im Haus der Evangelischen Kirche / Altenhof. Ein weiterer Tagesordnungspunkt, über den die Synodalen zu ent-scheiden haben, ist die Superintendentenfunktion im Hauptamt.

Den anstehenden Strukturentscheidungen vorausgegangen ist ein dreijähriger Prozess. Die Steuerungsgruppe zur Konzeptionsentwicklung war 2011 von der Synode eingesetzt worden. Ihr gehören Vertreterinnen und Vertreter aller Kirchengemeinden sowie der Kuratorien der Einrichtungen und Werke des Kirchenkreises an.

Die der Synode vorgelegten Szenarios für „Evangelisch An der Ruhr 2020“ setzen unterschiedliche Schwerpunkte in der kirchlichen Arbeit:

  • Szenario „Denken und Handeln in Regionen“
    (verbindliche Kooperation von Kirchengemeinden in Regionen)
  • Szenario „Kirchliche Orte – Schnittstellen zur Gesellschaft“
    (Fokussierung auf Kompetenzzentren auf Kirchenkreisebene)
  • Szenario „Kirche vor Ort – Kirche der Zukunft“
    (Fokussierung auf Gemeinden als Handlungsträger)

Die drei vorgelegten Szenarios basieren auf der gleichen konzeptionellen Grundlage und orientieren sich an folgenden Zielen:

  • Wir bieten Geistliche Heimat.
  • Wir machen Angebote zur Lebensgestaltung und Orientierung für die Menschen in der Stadt und der Region.
  • Wir engagieren uns in der Gesellschaft, indem wir das gesellschaftliche Leben der Stadt prägen und Verantwortung übernehmen.

Im vergangenen Jahr hatte die Steuerungsgruppe die inhaltliche Arbeit in Kirchenkreis und Gemeinden analysiert. Im Anschluss wurde unter Einbeziehung von Kreissynode und Gemeindepresbyterien folgende Priorisierung von Arbeitsfeldern erstellt:

  1. Familie stärken / Gottesdienst / Seelsorge
  2. Erziehung und Bildung / übergemeindliche Diakonie / Kirchenmusik / gesellschaftliche Verantwortung
  3. gemeindliche Diakonie
  4. Ökumene und Gerechtigkeit / zum Glauben ermutigen / interkonfessioneller Dialog / interreligiöser Dialog

Darauf aufbauend setzen die Szenarien unterschiedliche Schwerpunkte (Texte in der Komplettfassung in der Download-Box unter dem Artikel):

Szenario „Denken und Handeln in Regionen“
Das Szenario baut auf ein Kooperationsmodell der Kirchengemeinden in drei Regionen:

  • Kirchengemeinden Lukas und Markus
  • Kirchengemeinden Broich-Saarn (inkl. Fliedner) und Speldorf
  • Vereinte Ev. Kirchengemeinde, Kirchengemeinden Heißen und Kettwig.

In neuen Regionalkonferenzen sollen gemeindeübergreifend Arbeitsschwerpunkte koordiniert und solidarisch finanziert werden, während die einzelnen Kirchengemeinden weiterhin Anstellungsträger für Mitarbeitende bleiben. Hinzu kommt eine starke Vernetzung der evangelischen Akteure in Gemeinden, kreiskirchlichen Einrichtungen und Werken.

Einsparmöglichkeiten, Restrukturierungen und neue Kooperationen benennt das Regionalszenario an folgenden Punkten:

  • Die Kirchengemeinden entwickeln in den Regionen ein verbindliches Modell der Zusammenarbeit (z.B. per Geschäftsordnung).
  • Reduzierung der Pfarrstellen (4000 Gemeindemitglieder pro Pfarrstelle)
  • Wegfall der halben Seelsorgestelle für das kath. Krankenhaus
  • Eingliederung der Anstaltskirchengemeinde bei der Theodor Fliedner Stiftung in die Kgm. Broich-Saarn, Wegfall einer halben Pfarrstelle (bislang zwei halbe Pfarrstellen)
  • Jugendarbeit: Künftig je zwei volle Stellen pro Region, hinzu kommt eine hauptamtliche ReferentInnenstelle auf Kirchenkreisebene. Ak-tuell gibt es 8,22 Stellen in der gemeindlichen Jugendarbeit und eine zurzeit unbesetzte 50%-Stelle auf Kirchenkreisebene. In der Summe beschreibt das Szenario für die Jugendarbeit ein Einsparpotenzial von 75.000 Euro jährlich.
  • Kirchenmusik: Reduzierung um zwei Stellen, auf künftig je zwei Kir-chenmusiker pro Region und eine Stelle für die Petrikirche, Einsparpotenzial 150.000 Euro
  • Familienbildungsstätte: Eine Arbeitsgruppe soll bis zur Herbstsynode 2014 Vorschläge entwickeln, um den Kostenaufwand zu reduzieren.
  • Eine weitere Arbeitsgruppe soll Einsparmöglichkeiten durch folgende Maßnahmen eruieren: Restrukturierung der Notfallseelsorge, Restrukturierung der Öffentlichkeitsarbeit, Kooperationsmöglichkeiten mit anderen Kirchenkreisen
  • Ladenkirche: 7.000 Euro durch Kooperation mit neuen Partnern, um Betriebskosten zu reduzieren
  • Schulreferat: Reduktion 3.000 Euro (Sachkosten und Sekretariat)
  • Diakonisches Werk: 30.000 Euro Einsparpotenzial durch Neustrukturierungen

Szenario „Kirchliche Orte – Schnittstellen zur Gesellschaft“
Dieses Modell skizziert eine gemeinwohlorientiert arbeitende Kirche mit vielen Schnittstellen in die Zivilgesellschaft und erkennbarem Profil in der Öffentlichkeit. Übergemeindliche Kompetenzzentren widmen sich diesen Aufgaben. Sie vernetzen die „Kirche vor Ort“ und übergemeindliche Dienste und führen die in einem Handlungsfeld Tätigen zusammen.

Die kürzlich veröffentlichte Kirchenmitgliedschaftsuntersuchung der EKD trägt der Kirche auf, neue Schnittstellen zur Gesellschaft zu schaffen, da die bislang angebotenen Formate tendenziell weniger akzeptiert werden. Die eingeforderten Schnittstellen sollen vermehrt entstehen in den Bereichen Bildung, Begleitung und Beratung in besonderen Lebenssituationen ebenso wie durch Mitwirkung in kommunalen Gremien, in der Zusammenarbeit mit der Wirtschaft oder mit Verbänden der Wohlfahrtspflege.

Ebenso wie das Modell „Denken und Handeln in Regionen“ sieht das Szenario der „kirchlichen Orte“ eine starke Rolle einer evangelischen Familienkonferenz vor, die Themen setzt und Projekte initiiert. Das besondere Augenmerk hierauf resultiert aus den von der Steuerungsgruppe abgefragten Priorisierungen. Das Modell „kirchliche Orte“ sieht darüber hinaus ein Budget von 20.000 Euro (aus Umschichtung) für die Familienkonferenz und ein(e) Referent(in) für Kinder-, Jugend und Familienarbeit auf der überregionalen Ebene vor.

Einsparungen bei Familienbildung, Flüchtlingsreferat, Ladenkirche, Öffentlichkeitsreferat und Krankenhausseelsorge werden im Szenario „Kirchliche Orte“ als nicht zielführend angesehen. Das Budget für diese Arbeitsbereiche ist durch Umlagefinanzierung zu decken.

Szenario „Kirche vor Ort – Kirche der Zukunft“
Das Szenario „Kirche vor Ort“ priorisiert die bestehenden Kirchengemeinden als Akteure. Es sieht vorwiegend dezentrale Entscheidungs- und Handlungsstrukturen vor, ausgerichtet auf Kooperation untereinander und mit Dritten. Gemeindefusionen bzw. die Schaffung größer Regionen werden als nicht zielführend angesehen. Übergemeindliche Einrichtungen soll es dort geben, wo diese (Zusatz-)Nutzen für Evangelisch An der Ruhr stiften, den Gemeinden allein nicht generieren können.

Organisatorisch und finanziell sieht das Modell der „Kirche vor Ort“ Folgendes vor:

  • FBS: Schließung des Standorts Scharpenberg; Kurse werden in die Gemeinden verlegt; Übernahme der Aufgaben durch entsprechende Institution im Kirchenkreis (Standort: Althofstraße) Reduzierung des Zuschussbedarfs von 200.000 Euro (2014) auf 50.000 Euro (2020) p.a.
  • Verwaltung: Minderaufwand von 90.000 Euro p.a. bis 2020 durch Wegfall befristeter Stellen und Nutzung von Synergieeffekten
  • Pfarrstellen: Anpassung an sinkende Gemeindegliederzahlen
  • Kirchengemeinden: Minderaufwand durch Gebäudeschließungen

Grundsätzliches: Evangelische Kirche und ihre Finanzen

Für die Zukunft ist mit zurückgehenden Mitgliederzahlen (aktuell 56.500 im Kirchenkreis An der Ruhr) und geringer werdenden Kirchensteuereinnahmen zu rechnen. Als Arbeitsgröße nimmt die Steuerungsgruppe zur Konzeptionsentwicklung ein strukturelles Sparziel von rd 1,1 Mio. Euro in Haushalten von Kirchenkreis und Gemeinden an.

Die von den Gemeindemitgliedern gezahlten Kirchensteuern werden über eine Verteilstelle beim Kirchenkreis den einzelnen Gemeinden und Arbeitsbereichen zugewiesen. Von den für Mülheim und Kettwig anfallenden Kirchensteuern müssen zunächst Beiträge für die Aufgaben der Landeskirche abgeführt werden. Danach bleiben dem Kirchenkreis An der Ruhr für 2014 rd. 6,2 Mio. Euro, zzgl. 2,5 Mio. Euro, aus denen die Besoldung für die in Mülheim und Kettwig tätigen Pfarrerinnen und Pfarrer gemeindeübergreifendfinanziert wird. Synodal ist ferner vereinbart, dass 31,5 % des Verteilbetrages (von aktuell 6,2 Mio. Euro) als Umlage an den Kirchenkreis für die dort angesiedelten Arbeitsbereiche fließen. Der verbleibendend Betrag wird entsprechend der Mitgliederzahlen an die Kirchengemeinden verteilt (Ausnahme: Kettwig mit eigener Kirchensteuerverteilung).

Superintendent im Hauptamt
Seit 2012 haben Kirchenkreise die Möglichkeit, die Superintendentenfunktion als „Hauptamt“ auszugestalten. Bislang war es so, dass der Superintendent als gewählter leitender Pfarrer eines Kirchenkreises die Pfarrstelle behielt, die er vor seiner Wahl innehatte. Um das neue Amt ausführen zu können, wird der Superintendent in seiner ursprünglichen Pfarrstelle durch eine befristete Vertretung entlastet. Superintendent Hitzbleck ist durch eine 75%-Pfarrstelle entlastet. Das heißt, 25% seines Dienstanteils verbleiben in der Gemeinde.
Durch gesunkene Gemeindegliederzahlen ist es der Vereinten Evangelischen Kirchengemeinde nun möglich, die Pfarrstelle des Superintendenten aufzuheben, wenn gleichzeitig eine Stelle für einen hauptamtlichen Superintendenten beim Kirchenkreis eingerichtet wird. Dann bedürfte es keiner zusätzlichen Entlastungspfarrstelle mehr. Der Stelleninhaberin stünde eine anderweitig finanzierte Stelle zu, so dass ihr kein Schaden entsteht. Zusätzliche Amtsbefugnisse oder Bezüge sind mit der Superintendentenfunktion im Hauptamt nicht verbunden. Eine solche Lösung erspart dem Superintendenten den „Spagat“ zwischen den Interessen seiner Gemeinde und den Amtsaufgaben und schafft ihm vor allem Freiräume in den laufenden Veränderungsprozessen. Der finanzielle Effekt läge bei einer Einsparung von 280.000 € verteilt auf vier Jahre. Die Kreissynode müsste für diesen vorgeschlagenen Weg eine 2/3 Mehrheit finden.

 

 

 

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ala / 30.04.2014



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