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Evangelische Ladenkirche

"Du sollst sehen können ... und dir (k)ein Bild machen?!"

Sehen und (an)gesehen werden, mal die Perspektive tauschen und sich ein eigenes Bild machen - dazu lädt die neue Ausstellung "Du sollst sehen können" in der Ladenkirche ein. 

Sehen und gesehen werden – das ist nicht nur eine Frage der Eitelkeit, sondern vielmehr auch eine Frage von Aufmerksamkeit und Teilhabe. Das erfuhren die Gäste der Ausstellungseröffnung mit Bildern von Alexandra lauer-Göttert in der Evangelischen Ladenkirche. Der Blinde, der Jesus darum bat, wieder sehen zu können, hat nicht lockergelassen, weil er wieder dazugehören wollte, dazu brauchte er sein Augenlicht. Das erläuterte Ragnhild Geck, früher Diakonin in der Kirchengemeinde Broich-Saarn, und jetzt in der städtischen Seniorenberatung tätig, in ihrer Einführung zur Ausstellung. „Die Menschen brauchen ein Gegenüber, jemanden der sie ansieht, auch liebevoll ansieht, wie Gott es tut“, sagte Ragnhild Geck und legte den Besucherinnen und Besuchern der Vernissage das Titelbild der Ausstellung als „Türöffner“ ans Herz.

„Die Bilder erzählen von einer intensiven persönlichen Auseinandersetzung mit den Geschichten der Bibel“, so Ragnhild Geck. Zu den Werken, die noch bis zum 21. November in der Ladenkirche zu sehen sind, zählen auch vier Bilder, die als Kreuzwegstationen (Abendmahl, Auferstehung, Salbung, Jesus in Gethsemane) entstanden sind. Als Bild-Text-Collage in warmen gelb roten Farben hat Alexandra Lauer-Göttert Psalm 139 gestaltet („Nähme ich Flügel der Morgenröte und bliebe am äußersten Meer, so würde auch dort deine Hand mich führen und deine Rechte mich halten.“) Zu sehen sind ferner Acrylbilder und Aquarelle ebenso wie Collagen und eine kleine Skulptur. Die Ausstellung in der Evangelischen Ladenkirche ist Teil des Themenjahres „Bild und Bibel“ innerhalb der Reformationsdekade, die sich bis zum 500-Jährigen Reformationsjubiläum 2017 durchzieht.

Ein Bild „sollte hier erst eigentlich gar nicht hängen“, wie Alexandra Lauer-Göttert sagt. Doch das Werk hat sich der Künstlerin förmlich aufgedrängt. „What the fuck ist Heimat“, las sie als Überschrift in einer Kunstzeitschrift. „Eigentlich gar nicht meine Ausdrucksweise“, findet Alexandra-Lauer Göttert. Für die kreative Speldorferin waren die deftig-deutlichen Worte dennoch der Anfang einer assoziativen Kette: „Gedanken zur eigenen Heimatsuche, die Nachrichten über Flüchtlinge und die Flüchtlinge, die gleich bei uns neben an lebten - daraus entwickelte sich bei mir ein innerer Dialog, dann ein Dialog mit anderen und schließlich ist daraus ein Bild entstanden“, berichtet die Künstlerin, die sich schließlich entscheid, auch diese aktuelle Collage in der Ladenkirche mit auszustellen. „Schließlich kann der Glaube eine Heimat bieten, auch wenn unruhige Lebensverhältnisse gerade anderes verheißen.“

Am Dialog über Bilder, über sehen und gesehen werden, über Heimat und mehr ist Alexandra Lauer-Göttert sehr gelegen. Deshalb lädt sie in weiteren Veranstaltungen (siehe unten) auch zum Mit-Reden und Mit-Malen ein. „Es gibt dabei nicht DIE Sichtweise“, ist ihr wichtig festzuhalten. „Nicht die eine Sichtweise auf die Bibel und auch nicht auf Bilder. Und dennoch müssen wir uns immer eigene Bilder machen“, gibt sie eine Antwort auf die Frage im Ausstellungstitel. „Wir Menschen können nicht wegsehen, wir müssen eine Position und eine Perspektive einnehmen“. Auch im Blick auf gesellschaftliche Fragen. „Wir müssen auch denen entgegentreten, die sich weigern hinzuschauen oder andere Sichtweisen nicht anerkennen.“

 

Öffnungszeiten

25. September bis 21. November 2015,
montags bis freitags von 10 bis 18 Uhr und samstags von 11 bis 14 Uhr,
in der Evangelischen Ladenkirche, Kaiserstraße 4, 45468 Mülheim.

Der Eintritt ist frei.

 

„Du sollst sehen können! .. und dir (k)ein Bild machen“ – weitere Veranstaltungen

Wer dabei selber kreativ werden möchte, ist zum offenen „Werkstatt-Atelier“ eingeladen, das am Samstag, 17. Oktober, 10 bis 15 Uhr, in der Ev. Ladenkirche Station macht. Gemeinsam mit Alexandra Lauer-Göttert und weiteren Mitgliedern des Werkstatt-Ateliers der Speldorfer Kirchengemeinde, können Kreative eigene Bilder zu Bibelversen gestalten. Wer mag, stellt sie beim Gastmahl am Reformationstag aus. Anmeldung unter Telefon 3056731. Für einen Mittagsimbiss ist gesorgt. Teilnehmende zahlen eine Materialumlage von fünf Euro.

Die Ausstellung schließt am Freitag, 20. November, 18 Uhr, mit der musikalisch-literarische Finissage unter dem Titel „Sehet und höret…“
Künstlerin Alexandra Lauer-Göttert, Matthias Göttert und Freunde nehmen interessierte Gäste mit auf eine Reise durch Geschichten und Begegnungen rund um die Bilder der Ausstellung. Ein Abend mit Texten, Liedern und Musik und der Gelegenheit zum Gespräch.

 

 

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01.10.2015



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