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Ladenkirche

Kein Problem der Jugend

Riskanter Umgang mit Suchtmitteln, das betrifft nicht allein jugendliche „Komasäufer“. Vielmehr geht das Thema auch viele Senioren an – und deren Aussichten auf einen erfolgreichen Ausstieg aus der Abhängigkeit sind überraschend gut.

Norbert Kathagen (li.) und Jorge Escanilla-Rivera von der Mülheimer Seniorenberatung beim Vortrag in der Ladenkirche Norbert Kathagen (li.) und Jorge Escanilla-Rivera von der Mülheimer Seniorenberatung beim Vortrag in der Ladenkirche

Gerade im fortgeschrittenen Alter lohnt es sich, sich von Alkohol- oder Medikamentenabhängigkeit zu befreien. Mit diesem Plädoyer wandte sich Norbert Kathagen von der Ginko-Stiftung für Prävention an die Zuhörerinnen und Zuhörer beim Themenabend „Sucht im Alter“ in der Evangelischen Ladenkirche. „Das Problem wird in der öffentlichen Wahrnehmung oft unterschätzt, Medienberichte fokussieren sich meist auf Phänomene wie das ,Komasaufen‘ bei Jugendlichen“, so Norbert Kathagen.

Dabei zeigten Statistiken ein anderes Bild, wie der Referent anführte: Rund ein Fünftel der männlichen Senioren, die in ein Heim aufgenommen werden, konsumierten zu viel Alkohol. Die Zahl der Über-60-Jährigen mit problematischem Medikamentenkonsum werde auf 1,7 bis 2,8 Mio. taxiert und elf Prozent der über 65-jährigen Unfallfahrer haben Medikamente genommen, die die Fahrtüchtigkeit direkt einschränken.

„Sie können den Alten doch nicht das Letzte nehmen, was Sie noch haben“, diesen Satz hat Norbert Kathagen schon oft gehört. Gemeint ist dann meist der Alkohol. „Aber ich will ihnen gar nichts nehmen“, hält er dagegen. „Sondern geben, nämlich mehr Lebensqualität.“ Totale Abstinenz müsse gar nicht das Ziel sein, schon ein reduzierter Konsum helfe, Gesundheitsrisiken zu senken, länger zu leben und auch in späteren Lebensjahren fitter zu sein und damit auch weniger oder später auf Pflege angewiesen.

Ältere seien leichter zu motivieren, sich von einer Sucht frei zu machen, so die Einschätzung des Referenten. „Positiver Druck von außen, etwa durch Kinder oder Enkel, die den Weg in die Beratung bahnen, kann oft der entscheidende Ansporn sein.“ Nicht zuletzt seien auch die Erfolgsquoten Älterer bei einer Suchtbehandlung deutlich höher als die jüngerer Menschen.

Aus der Sicht eines Betroffenen ergänzte Bernd Pörtener von der Selbsthilfegruppe „Kreuzbund“ die Schilderungen: „Viele müssen erst 40 Jahre oder auch älter werden, um zu merken, dass sie etwas ändern müssen.“ Nicht alle schaffen das. Dafür dass es möglich ist, ist Bernd Pörtener das beste Beispiel. Er lebt seit Langem abstinent, zu den Treffen beim Kreuzbund geht er immer noch. „Das tut mir einfach gut.“

Hilfe für Abhängige und Angehörige gibt es in Mülheim und Umgebung in verschiedener Form. Ansprechpartner gibt es zum Beispiel beim Ambulatorium des Diakonischen Werkes, aber auch an vielen anderen Stellen.

Ambulatorium des Diakonischen Werkes:
http://www.diakonie-muelheim.de/therapie/ambulatorium.html

Kreuzbund Mülheim:
http://www.kreuzbund-muelheim.de/index.htm

Caritas:
http://www.caritas-muelheim.de/index.php?option=com_content&view=article&id=132&Itemid=179

Anonyme Alkoholiker:
http://www.anonyme-alkoholiker.de/content/04meet/04mliste.php?plzgebiet=45&titel=h04de

Blaukreuz:
http://www.blaues-kreuz.de/no_cache/bundeszentrale.html

 

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ala / 26.02.2014



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