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Losung

für den 19.06.2018

Wer meine Gebote hält und nach meinen Gesetzen lebt, der soll nicht sterben um der Schuld seines Vaters willen.

Hesekiel 18,17

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Landessynode beginnt die Beratungen

Ein Schwerpunktthema der Landessynode vom 7. bis 12. Januar ist der christlich-muslimische Dialog. Dazu liegt die Drucksache „Für die Begegnung mit Muslimen. Theologische Positionsbestimmung“ vor. Hier ein Überblick über die weiteren Themen.

Für den Kirchenkreis An der Ruhr nehmen Superintendent Gerald Hillebrand, Pfarrerin Bettina Roth (VEK), Michael Meister (VEK) und Petra Busch (Kgm. Heißen) an der Tagung in Bad Neuenahr teil. Mülheimer Stimmen hörte man schon beim Eröffnungsgottesdienst. Dort beteiligten sich  Sängerinnen und Sänger aus der Kirchenmusik in Petri an der musikalischen Gestaltung. Ein für einige Mülheimerinnen und Mülheimer bekanntes Gesicht war am Eröffnungstag der Synode am Rednerpult zu sehen. Dr. Alex Gerhaz Malasusa, Bischof der Ost- und Küstendiözese der Ev.-Lutherischen Kirche in Tanzania, richtete als geladener ökumensicher Gast ein Grußwort an die Synodalöen in Bad Neuenahr. Später wird er einen Beitrag zum interreliösen Zusammenleben in Tansania einbringen (Übertragung im Livestream). In der Ost- und Küstendiözese, in Daressalam, liegt der Mülheimer Partnerkirchenkreis Jimbo la Kaskazini (Northern District).

Christlich-Muslimischer Dialog

Der christlich-muslimische Dialog sei ein kirchlicher Auftrag, er soll vertieft und „auch in schwierigen Situationen“ fortgeführt werden, heißt es in der Vorlage. Die Kirchenmitglieder werden ermutigt, „ihren eigenen Glauben im Dialog mit Muslimen und Musliminnen zu erklären und begeistert zur Sprache zu bringen“. Ziel des Dialogs seien gegenseitiges Kennenlernen, gemeinsames Handeln, Aushalten von Differenzen und vertiefte Wahrnehmung der je eigenen Tradition.

Praktisch spricht sich die Vorlage u. a. für einen islamischen Religionsunterricht als ordentliches Lehrfach aus. Besonderheit: Die Kirchenleitung hat ein gesondertes Votum als Anlage eingebracht, das die knappen Aussagen der Vorlage zur Konversion gestrichen hat und unter dem Aspekt Religionsfreiheit den Glaubenswechsel ausdrücklich erwähnt.

Präsesbericht, Haushalt und andere Tops

Bericht des Präses, landeskirchlicher Haushalt 2018, Jugendbericht und Planung einer Jugendsynode, Kirchenleitungsnachwahl, Flüchtlingsfragen – das sind einige der weiteren Tagesordnungspunkte der Landessynode 2018, die in Bad Neuenahr zusammentritt. Ihr gehören 210 stimmberechtigte Mitglieder an.

Die Jugendsynode soll unmittelbar der Landessynode 2019 vorgeschaltet werden und mit je 50 Personen aus der Evangelischen Jugend im Rheinland und von Mitgliedern der Landessynode besetzt werden. Die Idee: Diese 100 Delegierten erarbeiten Themenvorschläge, mit denen sich die Landessynode dann in den darauffolgenden Jahren beschäftigen soll.

Jugendbericht

Im mittlerweile vierten Jugendbericht geht es um Teilhabe und Bildungsgerechtigkeit. Beklagt wird, dass die Ausweitung des Schulalltags für Kinder und Jugendliche nicht zu einem Abbau der sozialen Schere beigetragen hat. Staatlicherseits müssten Ganztagsangebote verbessert werden, so die Forderung. Gerade mit Blick auf junge Geflüchtete reiche Bildung allein zu einer erfolgreichen Integration nicht aus. Hier komme der offenen und aufsuchenden Jugendarbeit eine besondere Rolle zu, heißt es weiter in dem Jugendbericht. Auch Glaube, Religiosität und Kirche werden thematisiert. Da in Familien der Glaube immer seltener weitergegeben werde, gewinnen andere Formen der religiösen Sozialisation an Bedeutung. Zu Drucksache 3

Erprobungsgesetz

Mit dem so genannten Erprobungsgesetz liegt der Landessynode 2018 ein Vorschlag zu einer Art "Experimentierklausel" vor, wie Präses Manfred Rekowski einmal sagte. Mithilfe dieses Gesetzes sollen Ideen und Veränderungsvorschläge für Strukturen und Ordnungen kirchlichen Lebens künftig leichter erprobt werden können. Dazu gewährt das Gesetz zeitlich und örtlich begrenzte Ausnahmen von geltendem kirchlichem Recht. Wenn die Landessynode das Gesetz beschließt, wird es zunächst befristet für fünf Jahre in Kraft treten, dann sollen die Erfahrungen ausgewertet werden.

Flüchtlinge

Asyl, Familienzusammenführung für Flüchtlinge, Flüchtlinge an den EU-Außengrenzen – zu diesen Themen liegen der Landessynode 2018 mehrere Drucksachen vor. Erleichterter Familiennachzug soll Flüchtlingen mit eingeschränktem Schutzstatus ermöglicht werden, so eine der Vorlagen. Schließlich behinderte die familiäre Trennung die Integration. Beklagt wird das unvermindert anhaltende Massensterben von Flüchtlingen an den Außengrenzen der Europäischen Union. Nötig sei eine an humanitären Standards ausgerichtete gesamteuropäische Flüchtlingspolitik, heißt es in der entsprechenden Beschlussvorlage. Eine weitere Vorlage richtet sich gegen eine Obergrenze bei der Aufnahme von Flüchtlingen.

Friedenswort

„Friedenswort 2018 ,Auf dem Weg zum gerechten Frieden‘ anlässlich des Endes des Ersten Weltkrieges vor 100 Jahren“ – das ist der genaue Titel der Drucksache 28. Dieser Beschlussvorschlag sieht eine Selbstverpflichtung der Evangelischen Kirche im Rheinland vor, sich zu einer „Kirche des gerechten Friedens“ zu entwickeln. Frieden stiften, Krieg und Gewalt überwinden: Die Vorlage enthält neben Zielformulierungen auch praktische Handlungsempfehlungen.

Kirchenleitungsnachwahl

Aus gesundheitlichen Gründen wird Oberkirchenrat Klaus Eberl vorzeitig in den Ruhestand gehen. Zur Wahl als neues hauptamtliches Mitglied der Kirchenleitung und für die Leitung der Abteilung Bildung sind der Landessynode zwei Theologinnen vorgeschlagen.

Mitarbeitendengesetz

Auch eine Änderung des Mitarbeitendengesetzes liegt der Landessynode 2018 vor. Sie ermöglicht für bestimmte Aufgabenfelder die Anstellung von Menschen, die nicht der evangelischen Kirche angehören. Ziel ist insoweit eine Interkulturelle Öffnung.

 

 

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EKiR / ala / 08.01.2018



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