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für den 30.07.2016

Es ist dir gesagt, Mensch, was gut ist, und was der HERR von dir fordert, nämlich Gottes Wort halten und Liebe üben und demütig sein vor deinem Gott.

Micha 6,8

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Service

Ev. Lukaskirchengemeinde

Haus der kleinen Leute -
Was ändert sich? Was bleibt?

Die Ev. Lukaskirchengemeinde möchte das "Haus der kleinen Leute" an einen anderen Träger abgeben. Was sich durch einen Trägerwechsel und durch neue Zielsetzungen der Inklusion ändert - und was beim Alten bleibt, lesen Sie hier.

Was ändert sich?

Zwei Veränderungen rund um die KiTa „Haus der kleinen Leute“ am Klöttschen stehen an. Darauf hat die Lukaskirchengemeinde in einer ersten Elternversammlung aufmerksam gemacht:

1) Das Presbyterium der Lukaskirchengemeinde hat beschlossen, die Kindertageseinrichtung an einen anderen Träger zu übergeben. Der Grund: Die Gemeinde ist Trägerin von drei Kindertageseinrichtungen und kann durch das strukturelle Defizit in ihrem Haushalt diese Arbeit nicht mehr im gewohnten Umfang aufrechterhalten.

2) Ein bislang in der KiTa angestellter Therapeut hat sein Arbeitsverhältnis gekündigt. Gleichzeitig gibt es Änderungen in der Finanzierung der therapeutischen Arbeit: Die pauschale Finanzierung für „integrative Gruppen“ durch den Landschaftsverband Rheinland (LVR) ist ausgelaufen und nur noch übergangsweise bis zum Ende des KiTa-Jahrs 2015 / 2016 möglich.
Geplant war, die Einrichtung in der bisherigen Form (30 Plätze, davon 10 inklusive Plätze) im Rahmen der Übergangsfrist bis zum Trägerwechsel weiter zu betreiben. Durch die Kündigung eines Therapeuten musste diese Absicht überarbeitet werden. Der Gemeinde erschien es wenig aussichtsreich, für die verbleibende Zeit der Trägerschaft einen dann befristet einzustellenden Therapeuten zu finden.
Aus dieser Situation resultiert die Entscheidung, zum Beginn des KiTa-Jahres 2015/16 keine neuen Kinder mit besonderem Förderbedarf aufzunehmen, zumal die Platzvergabe Anfang des Jahres erfolgen musste und die Meldung der Plätze an die Stadt im Februar erfolgt.


Was bleibt?

  • Die KiTa bleibt bestehen. Das ist Maßgabe für die Verhandlungen über eine neue Trägerschaft.
    Alle Kinder, die zum heutigen Tag das „Haus der kleinen Leute“ besuchen, behalten ihren KiTa-Platz.
  • Es verbleiben sieben Kinder mit besonderem Förderbedarf in der Einrichtung. Die therapeutischen Möglichkeiten für diese Kinder bleiben erhalten.
    Die Arbeit des in Kürze ausscheidenden Therapeuten wird per Kooperationsvertrag durch Therapeuten einer Fachpraxis fortgeführt werden.
  • Solange Kinder mit festgestelltem Förderbedarf die Einrichtung besuchen, wird auch künftig die Gruppengröße kleiner sein. Ein Kind mit Förderbedarf belegt auch weiterhin rechnerisch zwei Plätze.
  • Das „Haus der kleinen Leute“ betreut auch weiterhin Kinder unter drei Jahren, was zu einer Reduzierung der Gruppenstärke führt.
  • Auch künftig wird das Haus der kleinen Leute inklusiv arbeiten und selbstverständlich auch Kinder mit einem erhöhten Förderbedarf betreuen wie es das KiBiz vorsieht.


Hintergrundwissen zur Förderung der Kinder mit Behinderung:

Zwei Änderungen in den gesetzlichen Rahmenbedingungen wirken sich auf die Situation am „Haus der kleinen Leute aus:

1. Das Kinderbildungsgesetz (KiBiz) bringt die Inklusion in die Fläche, statt wie bisher die Förderung auf spezielle „integrative“ Einrichtungen zu konzentrieren. Das Kinderbildungsgesetz fordert, dass Eltern ihre Kinder prinzipiell in jeder Einrichtung anmelden können (zum Beispiel wohnortnah) und nicht nur in spezialisierten (bisher „integrativen“) Einrichtungen. Gleichstellung und Teilhabe aller Kinder an frühkindlicher Bildung sollen so ermöglicht werden. Leitgedanke ist die Inklusion. Das heißt: Die bislang bekannte Unterscheidung zwischen „integrativen“ KiTas und „Regeleinrichtungen“ ist in dieser Form nicht mehr vorgesehen.

Das Land NRW hat im Kinderbildungsgesetz sehr deutlich die gemeinsame Erziehung und Bildung von Kindern mit und ohne Behinderung als Aufgabe aller Kindertageseinrichtungen festgelegt. Die nächsten Jahre werden zeigen, wie sich die bisherigen „integrativen Kindertageseinrichtungen“ verändern und ob der in manchen Kommunen gewählte Weg aus den bisherigen integrativen Einrichtungen „Schwerpunkteinrichtung“ zu bilden, von der Elternschaft auch angenommen wird.
Über die künftige konzeptionelle Ausrichtung des „Haus der kleinen Leute“ entscheidet der neue Träger und die Kirchengemeinde wird die Wünsche und Bedürfnisse von Kindern, Eltern und Personal bei der Trägersuche soweit möglich berücksichtigen.


2. Die zweite Veränderung der Rahmenbedingungen: Der LVR übernimmt keine Pauschalfinanzierung für Therapeuten in so genannten „integrativen Gruppen“ mehr. Der LVR zieht sich nun aus der Förderung der Therapeuten zurück. Kostenträger für Therapie sind nun ausschließlich die Krankenkassen. Mit ihnen müssen Leistungen individuell abgerechnet werden. Das heißt: Die bislang bekannte Unterscheidung zwischen „integrativen“ Gruppen und „Regelgruppen“ gibt es nicht mehr.

Hintergrundwissen zur Ev. Lukaskirchengemeinde als KiTa-Trägerin:

Insgesamt gibt es in den KiTas der Evangelischen Lukaskirchengemeinde acht Gruppen für Kinder im Alter von vier Monaten bis sechs Jahren. Neben dem „Haus der kleinen Leute“ sind dies das Familienzentrum Kindergarten Kunterbunt in Dümpten am Schildberg und das Familienzentrum „Die kleinen Strolche“ in Styrum an der Feldstraße. 141 Kinder besuchen die KiTas der Gemeinde.
In den letzten Jahren sind annähernd 500.000 Euro an nicht refinanzierten Eigenmitteln in Umbaumaßnahmen für die Betreuung unter dreijähriger Kinder investiert worden. Für den laufenden Betrieb der KiTas wendet die Lukaskirchengemeinde pro Jahr 200.000 Euro an nicht refinanzierten Eigenmitteln auf.

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17.02.2015



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