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Ev. Lukaskirchengemeinde

Lukaskirchengemeinde verabschiedet Pfarrer Kämpgen

Im Ostergottesdienst hat die Lukaskirchengemeinde Pfarrer Helmut Kämpgen in den Ruhestand verabschiedet. In einem Interview blickt der Pfarrer auf sein Berufsleben zurück.

Pfarrer Helmut Kämpgen Pfarrer Helmut Kämpgen

Am Ostersonntag hat die Evangelische Lukaskirchengemeinde Pfarrer Helmut Kämpgen in den Ruhestand verabschiedet. Der 65-Jährige war 33 Jahre lang Pfarrer, zunächst in der Johanniskirchengemeinde, nach der Fusion dann in der Lukaskirchengemeinde. Sein Engagement reichte auch über die Gemeindegrenzen hinaus: Pfarrer Helmut Kämpgen arbeitete im Kreissynodalvorstand mit, baute die Notfallseelsorge im Kirchenkreis mit auf und setzte sich für Belange des Stadtteils ein, wie etwa für den Erhalt einer weiterführenden Schule in Eppinghofen.

 

Einige (rückblickende) Gedanken äußert Helmut Kämpgen im Interview zu seinem Abschied:

Warum sind Sie Pfarrer geworden?
Ich hatte damals ganz unterschiedliche Interessen: Technik, Medizin, Kirche ... Längst hatte ich mich entschieden, Ingenieur zu werden. Doch kurz vor dem Abitur wurde der Wunsch immer größer, die befreiende und heilsame Botschaft des Glaubens anderen weiterzugeben. Ich wollte für Menschen da sein, die jemanden brauchen, der ihnen in schwierigen Situationen Halt gibt, der ihnen Mut macht, neue Perspektiven gibt.

Ist Ihnen das gelungen?
Ja, in vielfältiger Weise. Aber dennoch zu wenig. Wir Pfarrer werden mit viel zu viel anderen Dingen eingedeckt: Verwaltung, Organisation und ungezählte Sitzungen. Die Kirche ist dabei, sich zu Tode zu sitzen.

Woran denken Sie im Rückblick auf ihren Dienst?
An große Familiengottesdienste, lebendige Kindergruppen, fröhliche Seniorengeburtstagsfeiern und Freizeiten. An die schöne Atmosphäre im Gemeindehaus Goetheplatz und die Nachbarschaftsfeste, aber auch an die oft dramatischen Einsätze der Notfallseelsorge. Und an ganz viele Menschen, denen ich begegnet bin.

Womit kann man Ihnen eine Freude machen?
Mit einem Gespräch, in dem sich zwei Menschen wirklich begegnen. Da tun sich einem manchmal neue Welten auf.

Was bedeutet für Sie Glück?
Augenblicke, in denen ich in Ruhe darüber nachdenken kann, was mir alles geschenkt wird, ohne dass ich es mir hätte erarbeiten können: meine Familie und andere Menschen, mit denen ich mich verbunden fühle, Reisen, wunderschöne Blicke in die Natur, Vogelzwitschern ebenso wie Barockmusik - und für das alles dankbar zu sein, das ist für mich Glück.

Was macht Ihnen Angst?
So leicht nichts mehr.

Wer oder was regt Sie auf?
Grundsätzlich Menschen, die unehrlich sind. Vor allem Politiker, die unsere Demokratie zu reinen Machtspielchen verkommen lassen. Da geht es kaum noch um die Interessen der Bürger oder das Wohl einer Stadt, sondern hauptsächlich darum, den Gegner zu blockieren, Leute mit dem richtigen Parteibuch zu bedienen und um persönliches Postengeschacher. Ich hoffe, die Bürger machen das nicht mehr lange mit!

Wo ist Ihr liebster Platz in Mülheim?
Im schönen Ruhrtal oder auf den Ruhrhöhen. Da hat Gerhard Tersteegen oft gesessen und seinen berühmten Gedanken entwickelt: „Gott schaut dich mit unendlich liebevollen Augen an und sagt: Ich habe alles für dich getan, sogar den Himmel schenke ich dir.“ Wenn Sie mal wieder dort sind, denken Sie dran - Sie werden ihm Recht geben.

Mit welchem Prominenten/welcher historischen Persönlichkeit würden Sie gern einen Abend verbringen?
Mit Martin Luther. Ich glaube, wir hätten uns in vieler Hinsicht gut verstanden.

Welche Bibelstelle gibt Ihnen Kraft für den Alltag?
Einer meiner Wahlsprüche ist ja die alte Mönchsregel: Bete und arbeite. Ich verstehe das so: Leg deine Anliegen Gott ans Herz - und dann tu, was du kannst. Dazu kommt ein Vers aus Psalm 127: „Es ist umsonst, dass ihr früh aufsteht und hernach lange sitzet und esset euer Brot mit Sorgen; denn seinen Freunden gibt’s der Herr im Schlaf.“ Es kommt eben nicht in erster Linie auf meine Mühe und Arbeit an. Am Ende ist das ganze Leben ein Geschenk.

 

 

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ala / Interview: A. Schauenburg / 07.03.2013



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