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Auf dem Weg zum ökumenischen Quartier

Zu einer Auftaktveranstaltung zum Quartiersentwicklungsprozess trafen sich evangelische und katholische Christen in Winkhausen. Dabei wurde eine gemeinsame Absichtserklärung unterzeichnet.

Gemeindevertreter unterschrieben in Winkhausen die gemeinsame Absichtserklärung. Gemeindevertreter unterschrieben in Winkhausen die gemeinsame Absichtserklärung.

Gemeinsam die soziale Infrastruktur ihres Stadtteils stärken, das haben sich die Evangelische Markuskirchengemeinde und die katholischen Nachbarn von der Pfarrei St. Barbara auf die Fahren geschrieben. Um ihrem Ziel näher zu kommen, steigen die ökumenischen Partner gemeinsam in einen Quartiersentwicklungsprozess ein.

Den Anstoß für das gemeinsame Vorhaben gab ein Vortrag von Quartiersentwickler Kai Zander, der für die evangelische Kirche im bergischen Lindlar ein Quartiersprojekt gestartet hat. Einer der Zuhörer war Pfarrer Hans-Joachim Norden, der die Idee mit nach Winkhausen brachte. „Als Gemeinden wissen wir, dass wir die Leute vor Ort ökumenisch besser erreichen können“, warb Pfarrerin Petra Jäger beim Informationsabend im Gemeindezentrum Winkhausen für das Gemeinschaftsprojekt mit den katholischen Nachbarn.

Gemeinsam unterzeichneten die Vertreter von St. Barbara, Gemeinde Christ König, und der Evangelischen Markuskirchengemeinde eine „Absichtserklärung zur gemeinsamen Entwicklung eines Quartiersansatzes“ und benennen darin unter anderem das Ziel, „die Gestaltungskraft der Kirchengemeinden in Bezug auf diakonisches und caritatives Engagement und nachbarschaftliche Verantwortung zu erhalten und zu stärken. Dazu gehört es auch, dass beide Gemeinden vorhandene Immobilien bereitstellen, die als Orte der Begegnung und Teilhabe in einem Quartiersansatz von großer Bedeutung sind.“ „Ich möchte, dass von unseren beiden Kirchengemeinden Initiativen ausgehen, die einerseits spirituelles Leben ermöglichen und andererseits die Lebensqualität in Mülheim verbessern“, formulierte Pfarrer Hans-Joachim Norden seine Erwartung an das Projekt. Den praktischen Nutzen für Stadtteil und Gemeinde könnte er sich so vorstellen: ein Fahrdienst für Senioren, jüngere Menschen als „Wanderpaten“ für Ältere, die nicht mehr gut zu Fuß sind, Babysitter für alleinerziehende Eltern oder die Renovierung eines in die Jahre gekommenen Spielplatzes.

Für die nun zu stellenden Förderanträge ist auch eine räumliche Abgrenzung des Quartiers nötig. In der Absichtserklärung benennen die ökumenischen Partner dazu die Gesamtfläche der Markuskirchengemeinde und der Katholischen Gemeinde Christ König. „Aber eine Abgrenzung mit Straßenzügen soll nicht der tragende Gedanke des Projekts sein“, wie Pfarrer Norden bei der Auftaktveranstaltung betonte. Vielmehr gehe es darum, einen nachbarschaftlichen Nahbereich zu stärken, in dem ein Beziehungsnetzwerk der Bewohner untereinander tragende Wirkung entfalten kann und Impulse zur Selbsthilfe ermöglicht.

Auch der städtische Sozialplaner Jörg Marx war ins Gemeindezentrum gekommen, um den Netzwerkgedanken zu stärken. Sinn solcher Netzwerke sei nicht die „fürsorgliche Belagerung“ einer Nachbarschaft, betonte Jörg Marx. Das Prinzip sei, „nicht für jemanden, sondern mit jemandem zu arbeiten.“ Es gelte genau hinzusehen und die Menschen nach ihrem Willen zu fragen. Den Kirchengemeinden, die sich nun auf diesen weg begeben, versprach Jörg Marx die Unterstützung der Kommune.

Um das Quartiersprojekt umzusetzen, wird nun zunächst ein Förderantrag beim Kuratorium Deutsche Altershilfe (quartiere-entwickeln.de) gestellt, später sollen auch Gelder über die Stiftung Deutsches Hilfswerk, bekannt aus der Fernsehlotterie, beantragt werden. Bei der Auftaktveranstaltung in Winkhausen lernten die anwesenden Gemeindemitglieder auch Dr. Jörg Tauch von der Essener Sozialberatungsfirma Transfer kennen, er wird die Gemeinden bei den nun anstehenden nächsten Schritten unterstützen und die Förderanträge ausarbeiten.

 

 

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29.01.2018



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