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Service

Notfallseelsorge

Ausbildungsgang für neue Notfallseelsorger beginnt

Ab Januar beginnt die Schulung für neue ehrenamtliche Notfallseelsorgende. Wer Interesse hat, in die Arbeit einzusteigen, kann sich jetzt melden.

Die Mülheimer Notfallseelsorger sind rund um die Uhr rufbereit. Sie werden von Feuerwehr, Rettungsdiensten und Polizei zum Beispiel dann alarmiert, wenn eine Todesnachricht überbracht werden muss, wenn Menschen suizidgefährdet sind oder nach einem größeren Unglück besonders viele Menschen Beistand benötigen. Notfallseelsorger helfen Menschen in schweren Verlustsituationen, sie helfen zu trauern und begleiten etwa nach Verkehrsunfällen Zeugen oder Unfallverursacher. Dafür gewährt das Team der Mülheimer Notfallseelsorger eine 24-Stunden Rufbereitschaft.

Das Notfallseelsorge-Team besteht aus Theologen und ehrenamtlich Mitarbeitenden. Wer in die Notfallseelsorge einsteigen möchte durchläuft zunächst einen Eignungstest und bekommt dann eine fundierte Ausbildung. Im kommenden Jahr bieten die Mülheimer und Essener Notfallseelsorge gemeinsam einen Lehrgang für Neueinsteiger an. Die Kursabende finden vom 13. Januar bis zum 28. September 2016 Mittwochsabends (außer in den Schulferien) abwechselnd in Essen und in Mülheim statt. Hinzukommen zwei Ausbildungswochenenden.

Themen der qualifizierten Ausbildung sind Grundlagen der Traumapsychologie und Kommunikation, Umgang mit Belastungsreaktionen und die Strukturen bei Feuerwehr, Polizei, Rettungsdiensten und in der Kirchenwelt. Hinzu kommen Einsatzpraktika in Feuerwehr und Rettungsdienst. „Auch wenn Ausbildung und Tätigkeit in der Notfallseelsorge sehr anspruchsvoll sind, erleben gerade die ehrenamtlich Tätigen ihre Arbeit als persönlich äußerst bereichernd“, erklärt Pfarrer Guido Möller, Leiter der Mülheimer Notfallseelsorge.

Wer sich für den Dienst in der Notfallseelsorge interessiert, sollte sich auch in schwer zugängliche Verhaltensweisen einfühlen können, körperlich und seelisch belastbar sein, aber auch zur Selbstreflexion bereit und zur Distanzierung fähig sein, um eigene Reaktionen einordnen zu können. Notfallseelsorger verabschieden Verstorbene auf Wunsch der Angehörigen mit einem Gebet oder christlichen Ritual, sie sollten Mitglied einer christlichen Kirche sein.

Ein Bereitschaftsdienst des Deutschen Roten Kreuzes fährt die Notfallseelsorgenden zu ihren Einsatzorten. Damit die Anfahrtswege nicht zu lang werden, sollten die Teammitglieder in Mülheim wohnen.

Die Ausbildung ist für die Ehrenamtlichen kostenfrei, Fahrtkosten werden erstattet. Nach Abschluss des Kurses findet ein persönliches Gespräch über die weitere Mitarbeit statt, einen Anspruch auf Mitwirkung in der Notfallseelsorge gibt es nicht. Ansprechpartner für Anmeldungen und weitere Informationen ist Pfarrer Guido Möller, notfallseelsorge@kirche-muelheim.de.

 

 

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ala / 15.12.2015



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