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Notfallseelsorge

Vierfache Verstärkung für das Notfallseelsorge-Team

Im Alltag sind sie Büroangestellte, Lehrer oder Diakonin - nach Dienstschluss verstärken sie das Notfallseelsorge-Team. In einem feierlichen Gottesdienst wurden nach intensiver Schulung ehrenamtliche NotfallseelsorgerInnen in ihren Dienst eingeführt.

Superintendent Hitzbleck übergibt die Urkunden (Foto: V. von der Heidt) Superintendent Hitzbleck übergibt die Urkunden (Foto: V. von der Heidt)

Seelsorge und Traumapsychologie, sowie Strukturen bei Feuerwehr, Polizei, Rettungsdiensten und auch in der Kirchenwelt – all das haben die neuen Notfallseelsorgerinnen und -seelsorger in einer einjährigen Schulung kennen gelernt. Ein Rettungsdienst-Praktikum kommt noch hinzu. Nun verstärken vier MülheimerInnen und drei EssenerInnen die Notfallseelsorge-Teams im Kirchenkreis an der Ruhr und in Essen. In ihrem Alltag sind die „Neuen“ Lehrer, Verwaltungsmitarbeiterin bei der Polizei, Diakonin und kaufmännische Angestellte. Die Rufbereitschaft in der Notfallseelsorge übernehmen sie freiwillig und zusätzlich.

Beim Einführungsgottesdienst im Essener Paul-Humburg-Gemeindehaus bekamen die Mülheimer Notfallseelsorgenden ihre Abschlusszertifikate von Superintendent Helmut Hitzbleck. Zahlreiche Vertreter aus Feuerwehr, Polizei und Rettungsdiensten waren zum feierlichen Gottesdienst gekommen, unter ihnen auch der Leiter der Mülheimer Feuerwehr, Burkhard Klein, und der neue Leiter der Mülheimer Polizeiinspektion, Thomas Funke.

Die neuen Notfallseelsorgenden nach dem Gottesdienst (Foto: V. von der Heidt) Die neuen Notfallseelsorgenden nach dem Gottesdienst (Foto: V. von der Heidt)

Die neuen Notfallseelsorgenden verstärken das Mülheimer Team, zu dem bislang 25 evangelische Pfarrerinnen und Pfarrer zählen. Gemeinsam decken sie eine 24-stündige Rufbereitschaft ab. Die Leitstelle der Feuerwehr alarmiert immer dann einen Notfallseelsorger, wenn es nach einem Todesfall Angehörige zu betreuen gibt oder auch, wenn bei großen Unglücken traumatisierte Zeugen und Helfer vor Ort Beistand brauchen. „Es ist nicht leicht, den Dienstplan lückenlos zu füllen“, berichtet Pfarrer Guido Möller, Leiter der Notfallseelsorge im Kirchenkreis An der Ruhr. „Deshalb bin ich sehr froh über unsere neuen ehrenamtlichen Teammitglieder.“

Die in diesem Jahr neu ausgebildeten NotfallselsorgerInnen aus Mülheim sind: Claudia Görgen, Elke Hofmann, Uwe Matteoschat und Judith Möllenbeck. Seit dem vergangenen Sommer haben sie sich in wöchentlichen Schulungen für das gerüstet, was im Einsatz auf sie zukommt. „Die Ausbildung muss sehr fundiert sein, schließlich ist die Aufgabe auch anspruchsvoll. Wenn die Notfallseelsorger ihre Arbeit aufnehmen, werden sie in regelmäßigen Supervisionen begleitet“, erklärt Pfarrer Guido Möller. „Doch man kann nicht alles aus Büchern lernen. Ganz wichtig ist es, die eigene Sensibilität für die jeweilige Einsatzsituation zu schulen“. Die so wichtige Erfahrung werden die Ehrenamtlichen in der Notfallseelsorge bald sammeln können. In Mülheim gibt es rund 90 Notfallseelsorge-Einsätze pro Jahr.

 

 

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ala / 16.04.2013



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