Termine
Samstag, 28.05.2016 12:00 Uhr
Mülheim an der Ruhr
und sonst
Jubiläumsfest 40 Jahre KiGa Arche
Mittwoch, 01.06.2016 18:00 Uhr
pic
Mülheim an der Ruhr
und sonst
Schlaf- und Abendlieder
Samstag, 04.06.2016 10:00 Uhr
Mülheim an der Ruhr
und sonst
Paddeln auf der Niers - Spaß für Eltern und Kinder
mehr
Gottesdienste

Jeden Sonntag und an vielen anderen Tagen wird in den Gemeinden Gottesdienst gefeiert. Die nächsten Termine finden Sie hier.

mehr
Kirchengemeinden
Kirchengemeinden mehr
Losung

für den 28.05.2016

Gott hat mich erlöst, dass ich nicht hinfahre zu den Toten, sondern mein Leben das Licht sieht.

Hiob 33,28

mehr
Service

Notfallseelsorger

24-Stunden-Schicht für neue Notfallseelsorger

Für die acht ehrenamtlichen "Auszubildenden" ist es nun quasi Halbzeit, ein Jahr dauert ihre Qualifizierung zum Dienst in der Notfallseelsorge. Jetzt steht das 24-Stunden-Praktikum im Rettungsdienst an.

Rund um die Uhr, an 365 Tagen im Jahr ist die Notfallseelsorge in Mülheim erreichbar. Bislang sind es überwiegend Pfarrerinnen und Pfarrer, die die Einsätze in der Notfallseelsorge, rund 90 sind es jedes Jahr in Mülheim, übernehmen. Nun kommen acht ehrenamtliche Notfallseelsorgerinnen und –selsorger dazu. In einer einjährigen Schulung werden sie intensiv qualifiziert.

Die Leitstelle der Feuerwehr alarmiert einen Notfallseelsorger, wenn es nach einem Todesfall Angehörige zu betreuen gibt oder auch, wenn bei großen Unglücken traumatisierte Zeugen und Helfer vor Ort Beistand brauchen. „Es wird immer schwieriger, den Dienstplan lückenlos zu füllen“, berichtet Pfarrer Guido Möller, Leiter der Notfallseelsorge im Kirchenkreis An der Ruhr. „Deshalb bin ich sehr froh über unsere neuen ehrenamtlichen Teammitglieder.“

Die „Neuen“ kommen aus allen Bereichen des Lebens, sind Angestellte, Kaufleute, Lehrer oder Rentner. In wöchentlichen Schulungen rüsten sie sich seit dem Sommer für das, was im Einsatz auf sie zukommt. „Das was man im Rettungsdienst sieht, ist oft nicht schön“, Ralf Dettmers von der Mülheimer Feuerwehrschule nimmt beim Schulungsabend kein Blatt vor den Mund. „Wenn Sie unmittelbar nach einer misslungenen Reanimation an einen Unfallort kommen, kann es sein, dass der Anblick Sie schockiert.“ Oft finden die Einsätze auch in häuslicher Umgebung statt. „Da sind Sie gleich im privatesten Umfeld der Betroffenen, auch das ist nicht immer leicht“, erklärt Ralf Dettmers. Den Neuen in der Notfallseelsorge erklärt er an diesem Abend den Arbeitsablauf im Rettungsdienst und zeigt ganz praktisch die Inneneinrichtung eines Rettungswagens: Tragen, Beatmungsgerät, Kanülen und Medikamente, all das, womit es die neuen Notfallseelsorgerinnen und -seelsorger in ihrem Praktikum zu tun bekommen. Eine 24-Stunden-Schicht im Rettungsdienst soll jeder und jede mitmachen.

Die "Neuen" im Notfallseelsorge-Team mit Pfarrer Guido Möller (rechts) LupeDie "Neuen" im Notfallseelsorge-Team mit Pfarrer Guido Möller (rechts)

„Ein bisschen mulmig ist mir schon“, gesteht Elke Hofmann offen ein. Die Verwaltungsangestellte betreut ehrenamtlich Schwerkranke und Sterbende im Krankenhaus und hat so den Kontakt zu Pfarrer Guido Möller bekommen. „Die Einsatzsituationen in der Notfallseelsorge sind schon ganz anders, als das, was ich bisher kenne. Aber die Schulungen wie heute Abend helfen weiter.“ „Man kann nicht alles vorher üben“, sagt Notfallseelsorger Guido Möller. „Jeder Einsatz ist anders. Die Schulungen wie hier bei der Feuerwehr vermitteln aber einen roten Faden. Für die Notfallseelsorgenden ist es letztlich wichtig, ihre eigenen Möglichkeiten und auch Grenzen zu erkennen, auch darüber sprechen wir in den Schulungen.“ Zusätzlich steht auch eine Menge Wissensvermittlung auf dem Ausbildungsplan: Traumapsychologie, Strukturen bei Feuerwehr, Polizei, Rettungsdiensten und auch in der Kirchenwelt. Guido Möller: „Die Ausbildung muss sehr fundiert sein, schließlich ist die Aufgabe auch anspruchsvoll. Wenn die Notfallseelsorger ihre Arbeit aufnehmen, werden sie in regelmäßigen Supervisionen begleitet.“

Neben dem theoretischen Rüstzeug müssen die angehenden Notfallseelsorger jetzt auch die praktische Ausrüstung packen: Sicherheitsschuhe und eigene Bettzeug – die persönliche Grundausstattung für das 24-Stunden-Praktikum im Rettungsdienst. Bis zum Sommer werden alle das Gelernte in weiteren Schulungen vertiefen, dann werden 5 MülheimerInnen und 3 EssenerInnen die Notfallseelsorgeteams in ihrem Heimatkirchenkreis verstärken.

 

 

Facebook, Twitter und Google+ einschalten
Seite drucken Seite versenden

ala / 21.01.2013



© 2016, Evangelischer Kirchenkreis an der Ruhr
Alle Rechte vorbehalten
Vervielfältigung nur mit Genehmigung