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Notfallseelsorge

"Himmelwärts leben"

Sieben Mülheimer und Essener „Azubis“ zwischen 36 und 63 Jahren sind ein Jahr lang in die „Lehre“ gegangen und haben die Ausbildung zum / zur ehrenamtlichen Notfallseelsorger/in absolviert. Ein feierlicher Gottesdienst markiert ihren Dienstbeginn.

Die eine engagiert sich schon viele Jahre als Presbyterin, der andere ist Lehrer, die nächste ist Mutter und Hausfrau und hat nach einer neuen Aufgabe gesucht – gemeinsam haben sieben Männer und Frauen aus Mülheim und Essen eine einjährige nebenberufliche Ausbildung absolviert und übernehmen nun als ehrenamtliche Notfallseelsorgerinnen und Notfallseelsorger Rufbereitschaften für Einsätze.

Leitern prägten das Bild im Einführungsgottesdienst in der Mülheimer Johanniskirche. Rechts und links neben dem Altar bahnten sie Wege nach oben. Und standen symbolisch für die Haltung und Aufgabe der Notfallseelsorge: „Himmelwärts leben“, so formulierte es Dr. Uwe Rieske, Landespfarrer für Notfallseelsorge in seiner Predigt.

In Notfallseelsorge-Einsätzen scheint der Himmel auch mit der längsten Leiter unerreichbar. Notfallseelsorger kommen dann, wenn bei häuslichen Todesfällen Angehörige Begleitung brauchen, wenn Menschen einen Suizid ankündigen, wenn eine Todesnachricht überbracht werden muss oder auch wenn es zu Großeinsätzen kommt, bei denen viele Betroffene zu betreuen sind.

Notfallseelsorger durchleben Momente mit verzweifelten Betroffenen, denen kein Argument mehr helfen kann. „Durch euer Mit-Aushalten seid ihr selbst Leitern, die die Erde mit dem Himmel verbinden“, wandte es ich Pfarrer Rieske in seiner Predigt an die „Neuen“ im Dienst. „Wir brauchen Menschen, die sich solche Situationen zur Aufgabe machen. Der Himmel kann überall sein, zum Beispiel da, wo Menschen sich gegenseitig nicht allein lassen und dafür kämpfen, dass das Leben auch angesichts des Todes eine Perspektive behält.“

Gemeinsam mit den neuen Notfallseelsorgern feierten neben Prediger Dr. Rieske Superintendent Helmut Hitzbleck, Stadtdechant Michael Janßen und Assessorin Erika Meier (Ev. Kirchenkreis Essen) sowie Pfarrer Guido Möller (Notfallseelsorger im Kirchenkreis An der Ruhr) und Pastorin Kordula Bründl (Ev. Kirchenkreis Essen) den Gottesdienst. In den Dienst eingeführt wurden: Janine Krister-Kühr, Hanno Lueg, Susanne Neupert, Marc Pachollek, Sandra Tietze, Martha Vahrenkamp und Sabine Wende-Legenbauer. Joseph Kurumundayil aus der Notfallseelsorge Oberhausen und Notfallpädagoge Prof. Dr. Harald Karutz kamen als Seiteneinsteiger hinzu.

Der Gottesdienst markierte für die „Notfallseelsorge-Azubis“ das Ende ihrer Ausbildung, nicht aber das Ende des Lernens. „Man kann nie zu einhundert Prozent vorbereitet sein“, räumt Pfarrer Guido Möller, Koordinator der Notfallseelsorge im Kirchenkreis An der Ruhr, ein. „Denn jeder Einsatz ist anders. Die Schulungen haben aber einen roten Faden vermittelt.“ Auf dem Stundenplan der „Neuen“ standen seit Januar: Grundlagen der Traumapsychologie und Kommunikation, Umgang mit Belastungsreaktionen und die Strukturen bei Feuerwehr, Polizei, Rettungsdiensten und in der Kirchenwelt. Wöchentlich haben sich die „Azubis“ in der Mülheimer Feuerwache und in einem Essener Gemeindezentrum zum Einführungskurs getroffen, auch ein Seminarwochenende und Rettungsdienst-Praktika standen auf dem anspruchsvollen Programm.

„Die Menschen, denen Sie bei ihren Einsätzen begegnen, werden Ihnen sehr dankbar sein“, würdigte Superintendent Helmut Hitzbleck das Engagement der ehrenamtlichen Notfallseelsorger. Auf die ersten Einsätze werden die „Neuen“ nicht allzu lange warten: Rund 90 Mal im Jahr wird die Mülheimer Notfallseelsorge alarmiert.

 

 

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ala / 06.10.2014



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