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für den 27.08.2016

Viele, die unter der Erde schlafen liegen, werden aufwachen, die einen zum ewigen Leben, die andern zu ewiger Schmach und Schande.

Daniel 12,2

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Notfallseelsorge

"Das Unannehmbare annehmen"

Zum Konvent der Rheinischen Notfallseelsorge kamen 45 Teams aus der gesamten Landeskirche sowie Gäste und Kooperationspartner in die Mülheimer Feuerwache. Präses Rekowski würdigte die geleistete Arbeit.

Präses Manfred Rekowski würdigte den Dienst der Notfallseelsorge: „Der Abschied von einem geliebten Menschen, der mitten aus einem Leben gerissen wird, braucht Stationen und Schritte des Innehaltens. Solche Räume zu öffnen für Gesten, für Berührungen, für die Sprache der Religion und für Gebete, Klagen, für Tränen und für das Schweigen, um den Weg zu finden, das Unannehmbare anzunehmen: Das ist die Aufgabe der Notfallseelsorge“, sagte der rheinische Präses beim Konvent der Notfallseelsorgerinnen und -seelsorger in Mülheim an der Ruhr. Wert und Wirkung von Seelsorge ließen sich nur schwer abschätzen. „Aber viele Menschen erinnern sich ein Leben lang an die Stunden und Tage nach dem Verlust eines geliebten Angehörigen – sie erinnern sich daran, was oder wen sie vermisst haben und was sie in dieser Zeit besonders belastet hat. Aber sie erinnern sich oft auch, wer bei ihnen war und ihnen Hilfe und Beistand anbot und das Unerträgliche mit aush ielt“, erläuterte Manfred Rekowski.

Am Notfallseelsorgekonvent in Mülheim nahmen 45 Notfallseelsorge Teams aus der gesamten Rheinischen Landeskirche teil. Zu Gast waren neben Superintendent Helmut Hitzbleck und Landespfarrer Uwe Rieske auch die Kooperationspartner der Notfallseelsorge, vertreten durch Bukhard Klein (Leiter der Mülheimer Berufsfeuerwehr), Thomas Funke (Leiter Polizeiinspektion Mülheim) und Klaus-Jürgen Wolf (Kreisgeschäftsführer Deutsches Rotes Kreuz). Neben dem fachlichen Austausch hatten die Teilnehmenden auch Gelegenheit, die neue Mülheimer Feuer- und Rettungswache zu besichtigen.

Am 1. Juni 1998 hatte die Notfallseelsorge im Kirchenkreis An der Ruhr ihre Arbeit aufgenommen. Im Jahr 2012 hatte das Team 105 Einsätze. Häusliche und außerhäusliche, aber auch Angebote der Einsatznachsorge für Einsatzkräfte waren dabei. Das Angebot richtet sich nicht allein an Betroffene nach Unglücksfällen und Katastrophen, sondern auch an die mit diesen belastenden Einsätzen befassten Einsatzkräfte. Damit dieser Dienst gelinge, bedürfe es vieler Kooperationen: „Stellvertretend für alle, die der Notfallseelsorge in Kooperationen Unterstützung und Rückhalt geben, danke ich der Feuerwehr Mülheim besonders.“

Im Bereich der Evangelischen Kirche im Rheinland gab es im Jahr 2012 rund 3800 Einsätze der Notfallseelsorge; das sind täglich mehr als zehn Einsätze, bei denen Mitarbeitende der Notfallseelsorge zu Menschen gerufen werden, deren Leben durch den Tod eines geliebten Menschen tief greifend erschüttert wird. Dabei fragen die Seelsorgerinnen und Seelsorger nicht nach konfessioneller oder religiöser Zugehörigkeit, sondern nach dem Bedarf, der für Betroffene in diesen schmerzhaften Lagen entsteht. Rund 750 pastorale Mitarbeitende und etwa 350 ehrenamtlich Mitarbeitende sind in den 48 Teams der rheinischen Notfallseelsorge engagiert.

Präses Rekowski würdigte die Arbeit der Notfallseelsorge.

Notfallseelsorger Guido Möller (2.v.r.) konnte Kollegen aus fast allen rheinischen Kirchenkreisen und viele Kooperationspartner aus Feuerwehr, Polizei und Rettungsdiensten begrüßen.

Superintendent Helmut Hitzbleck schlug in seinem Grußwort einen Bogen vom Aufbau der Notfallseelsorge vor 15 Jahren bis zu aktuellen Entwicklungen wie der Unterstützung durch Ehrenamtler im Einsatzdienst.

"Wir geben ein wenig und bekommen viel", lobte Feuerwehrchef Burkhard Klein die gute Kooperation mit der Notfallseelsorge.

Landespfarrer Uwe Rieske moderierte die kollegiale Diskussion.

 

 

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12.09.2013



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