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Reformationsgottesdienst 2012

Nachtragend freiheitsliebend

Paulus hat den Galatern die Botschaft vom freiheitsliebenden Gott förmlich nach-getragen. Aber welche Freiheit ist eigentlich gemeint? Darüber predigte Oberkirchenrat Manfred Rekowski am Reformationstag in der Petrikirche.

Nicht irgendeine Freiheit hat die Reformation den Christenmenschen beschert, sondern eine, die ziemlich fordernd sein kann, eine, die einem manchmal tatsächlich nachgetragen werden muss. Das hörten die zahlreichen Gottesdienstbesucherinnen und Besucher beim Kirchenkreisgottesdienst zum Reformationstag mit Superintendent Helmut Hitzbleck und Assessorin Dagmar Tietsch-Lipski in der Petrikirche. Die Predigt hielt Oberkirchenrat Manfred Rekowski.

Er erinnerte an das, was Paulus den Galatern aufgab. Die Gemeindemitglieder Galatiens hätten sich beschneiden lassen können. So wäre es einfacher gewesen und sie hätten wie die jüdischen Gemeinden vom Schutz durch das römische Recht profitiert. Paulus aber riet ab. Von der physischen Beschneidung und auch von der Beschneidung der Freiheitsrechte. Paulus warb und kämpfte um den Geist der Freiheit, so wie es bis heute Aufgabe der Christen sei, so Prediger Rekowski. Paulus trug den Galatern Gottes Freiheits-Botschaft förmlich nach.

Oberkirchenrat Rekowski predigte über eine Freiheit, die wahrlich anstrengend werden kann, wenn man sie lebt, von einer Freiheit, die einen die Vertrautheit der Gemeinde hinter sich lassen und sich in die bisweilen steife Brise der gesellschaftlichen Großwetterlage stellen lässt. Welche Rolle spielt da Gott? Der bringt es auf gerade mal 137 Freunde bei Facebook.

In seiner Predigt lud OKR Manfred Rekowski dazu ein, sich frei zu machen von „inneren Antreibern“, selbst gesetztem Leistungsdruck, nicht nur beim Renommieren mit der möglichst langen facebook-Freundesliste, und sich auch frei zu machen von dem Versuch, sich bei Gott „etwas erarbeiten“ zu müssen. Gebunden fühlen sollen sich die Gläubigen vielmehr an ein Leben in der Liebe, wie Jesus es vorlebte.

Auch Offenheit und Veränderungsbereitschaft, Demut und Dialogbereitschaft forderte Prediger Rekowski ein, Reformation sei ohne Schuldeingeständnis nicht denkbar. „Wer weiß, wie gefährdet die Freiheit ist, wie leicht sie zu verspielen ist, wird demütig in den Dialog mit anderen Konfessionen treten“, lenkte Rekowski den Blick auf aktuelle Aufgaben. 1517 sei man auch bereit gewesen zu Veränderungen, übrigens ganz ohne Masterpläne, Ausschüsse und Arbeitsgruppen.

 

 

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ala / 07.11.2012



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